Höhe der Förderung

Das Erasmus+ Programm ist in Projekte unterteilt. Die Höhe der Förderraten für die drei Ländergruppen wird durch die Nationalen Agentur DAAD auf nationaler Ebene festgelegt, um Gleichberechtigung und Transparenz für die Studierenden herzustellen. Das heißt, dass alle Studierenden deutscher Hochschulen, die im gleichen Projektjahr zum Erasmus+-Studium in das gleiche Land gehen, die identische monatliche Förderrate erhalten.

 

 

Projekt 2018 (akademisches Jahr 2018/19)

 

Gruppe 1:
Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich —> monatlich 420 Euro

Gruppe 2:
Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern —>  monatlich 360 Euro

Gruppe 3:
Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn —>  monatlich 300 Euro

Projekt 2019 (akademisches Jahr 2019/20)

 

Gruppe 1:

Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich —> monatlich 450 Euro

Gruppe 2:

Belgien, Deutschland, Frank-reich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern —> monatlich 390 Euro

Gruppe 3:

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Mazedonien (EJRM), Tschechische Republik, Türkei, Ungarn
—> monatlich 330 Euro

 

 

 

Förderdauer

Die Universität Augsburg fördert den Erasmus+-Studienaufenthalt mit einer taggenauen Förderdauer. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt in einer Auszahlung zum Antritt des Auslandssemesters. Wenn sich nach dem abgeschlossenen Auslandssemester herausstellt, dass dieser kürzer war als der Förderzeitraum, so werden die zu viel gezahlten Anteile der Förderung nach taggenauer Berechnung zurückgefordert.

Bitte beachten Sie dabei, dass die Mindeststudiendauer im Ausland auf jeden Fall 3 Monate (= 90 Tage) betragen muss, sonst erlischt der komplette Anspruch auf die Förderung.

Im Fall von Abbrüchen aufgrund von Krankheit ist ein Nachweis (= ärztliches Attest) einzureichen. In diesem Fall kann auch bei Unterschreitung der Mindestdauer der Anteil der tatsächlich im Ausland zum Studium verbrachten Tage behalten werden und nur die zu viel gezahlten Beträge müssen zurückgezahlt werden.
 

 

 

Sonderförderung für Studierende mit Kind

Studierende, die für einen Auslandsaufenthalt über Erasmus+ gefördert werden und mit ihrem Kind/ihren Kindern ins Ausland reisen, können eine monatliche Pauschale erhalten, die zusätzlich zur regulären Erasmus+ Förderrate ausgezahlt wird („Social Top Up“).
 

  • Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Sie müssen das AAA lediglich über Ihren Mehrbedarf informieren und eine Kopie der Geburtsurkunde Ihres Kindes einreichen um ein "Top-up" zu erhalten.
  • Die zusätzlichen Mittel können auch für Paare gewährt werden. Die Doppelförderung eines Kindes ist dann auszuschließen, d.h. wenn beide Elternteile durch Erasmus+ gefördert werden, kann nur einer davon das Top-Up erhalten.
  • Unabhängig von der Anzahl der mitreisenden Kinder beläuft sich der monatliche Top-Up auf 200 EUR.
  • Die Mitnahme des Kindes muss gegenüber dem AAA durch Reiseunterlagen oder Betreuungsnachweise belegt werden.

 

 

Sonderförderung für Studierende mit Behinderung

Studierende mit einem Grad der Behinderung (GdB) von mindestens 30 bzw. 50, die für ein Auslandsstudium über Erasmus+ gefördert werden, können zusätzliche Fördermittel beantragen. Abhängig vom finanziellen Bedarf beantragen Sie entweder einen pauschalen Zuschuss (ab einem GdB von mindestens 30) oder reichen (ab einem GdBvon mindestens 50) einen eigenständigen Antrag („Langantrag“) ein.

 

  • Förderung durch einen pauschalen Zuschuss („Social Top-Up“)

    Unabhängig von dem Land, in dem Sie Ihren Auslandsaufenthalt verbringen werden, beläuft sich der monatliche Top-Up auf 200 EUR, die Sie zusätzlich zur regulären Erasmus+-Förderrate für Ihr Zielland erhalten.
    Ein gesonderter Antrag ist nicht erforderlich. Bitte informieren Sie einfach das AAA über Ihren Mehrbedarf und reichen Sie den Nachweis über Ihren GdB ein.
     
  • Förderung durch einen eigenständigen Antrag („Langantrag“)

    Studierende mit einem GdB von mindestens 50, die von ihrer Heimathochschule eine Zusage für ein Erasmus+ gefördertes Auslandsstudium erhalten haben, können Sondermittel von maximal 10.000 EUR pro Mobilität beantragen.

    Die Antragssumme wird nach Ihren persönlichen Bedürfnissen berechnet und zusätzlich zur regulären Erasmus+ Förderrate ausgezahlt. Bitte beachten Sie, dass dabei nur Mehrkosten berücksichtigt werden können, die

a.) nicht von nationalen Stellen (Integrationsämtern, Krankenkassen, Landschaftsverbänden,  Sozialämtern, Studentenwerken) übernommen werden.

b.) Ihnen durch den Auslandsaufenthalt entstehen. Hierzu zählen z. B. Flugkosten und Kosten für die Unterkunft von mitreisenden Assistenten oder für eine barrierefreie Unterkunft.

 

Da Sie die Differenz zwischen den Kosten im In- und Ausland nachweisen müssen, planen Sie für die Antragstellung bitte ausreichend Zeit ein.

 

Der Antrag sollte mindestens zwei Monate vor Ihrer Ausreise durch das AAA beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) eingereicht werden. Ein Antrag, der erst nach Beginn des Auslandsstudiums eingereicht wird, kann leider nicht berücksichtigt werden.

 

Die Sondermittel werden anhand der entstehenden realen Mehrkosten berechnet und müssen durch entsprechende Anlagen (Internetrecherche, Schriftverkehr mit nationalen Stellen etc.) nachgewiesen werden.

 

Die Erstellung des Antrags nehmen Sie in Zusammenarbeit mit dem AAA vor. Sollten Sie Fördermittel für Leistungen beantragen, die von der Sonderförderung ausgeschlossen sind (z. B. die Neuanschaffung technischen Geräts), behält sich der DAAD vor, die Antragssumme (nach Rücksprache mit Ihrer Heimathochschule) entsprechend zu kürzen.

 

 

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