UPD 141/19 - 22.10.2019

MINT zum Anfassen

Mit welchen Angeboten Kinder, Heranwachsende und Lehrkräfte an Themen aus Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik herangeführt werden können, zeigt der MINT-Aktionsabend.

Augsburg/JT/MH –Welche Bildungs-und Berufsorientierungsangebote gibt es in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik in der Region?  Darüber konnten sich Vertreter*innen aus Politik und Bildungseinrichtungen beim MINT-Aktionsabend am 17. Oktober 2019 ein Bild machen und einige Angebote selbst testen. Eingeladen hatte der Projektverbund MINT-Region A3, bei dem die Universität Augsburg die Federführung hat.

Um das Interesse und Bewusstsein für MINT-Berufe zu fördern, veranstaltete das Bayrische Staatsministerium für Unterricht und Kultus eine MINT-Woche. Auch in Augsburg wurde in diesem Rahmen am 17. Oktober von der MINT-Region A3 und Projektpartner ein Aktionsabend gestaltet, um auf verschiedene MINT-Angebote in der Umgebung hinzuweisen. „Das Interesse an MINT-Fächern bei Kindern und Jugendlichen zu fördern, ist uns ein Anliegen. Denn dies ist sowohl für deren Zukunftschancen als auch für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit in Zeiten eines sich stark wandelnden Arbeitsmarktes wichtig“, meint Prof. Dr. Malte Peter, Vizepräsident der Universität Augsburg, die Gastgeberin der Veranstaltung war.
„Mit elf Projekten, die sich an allgemeinbildende Schulen richten, vier Angeboten zur MINT-Förderung im frühkindlichen Alter sowie acht Angeboten zur Berufs- und Studienorientierung bündelt die MINT-Region A3 die Ideen und Möglichkeiten von über zehn Einrichtungen, um das Interesse an MINT-Themen zu fördern“, fasst Marietta Menner zusammen, die am Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung (AMU) der Universität Augsburg für die MINT-Region A³ verantwortlich ist. Sie präsentierte gemeinsam mit Vertreter*innen der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK), der Agentur für Arbeit und der Regio Augsburg Wirtschaft GmbH eine neue Broschüre, in der alle Ansprechpartner*innen und Angebote kompakt präsentiert werden. „Damit können sich Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte einen guten Einblick in das vielfältige Programm verschaffen“, so Menner.

MINT zum Ausprobieren

Im Rahmen des sogenannten „MINT-Parcours“ konnten die Teilnehmenden dann auch selbst  regionale MINT-Angebote testen. Im MINT-Escape-Room schlossen sich Gäste zusammen, um unter dem Motto „MINT ist die Lösung“ Rätsel zu lösen. Eingeschlossen in einem Raum mit der Hauptaufgabe, mit Hilfe eines iPads und eines QR-Codes zu der Online-Version der zuvor vorgestellten MINT-Broschüre zu gelangen, wurden sie vor viele Herausforderungen gestellt: Zu den Themenbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik mussten unter anderem Rechenaufgaben gelöst, ein Morse-Code geknackt oder ein Stromkreis geschlossen werden. Bei jeder Aufgabe erhielten die Teilnehmenden eine Ziffer, welche sie in die korrekte Reihenfolge bringen sollten. Dadurch entsperrte sich das iPad und der QR-Code, welcher zur PDF-Broschüre führt, konnte gescannt werden. Die Landtagsabgeordnete Stephanie Schuhknecht (Die Grünen), die mitgerätselt hatte, könnte sich dieses Konzept vor allem für Jugendliche gut vorstellen: „Es war eine tolle Art, spielerisch etwas zu MINT vermittelt zu bekommen und auf diese Art einen Überblick zu erhalten, was die Fachbereiche alles so bieten.“
Des Weiteren bestand die Möglichkeit, eine Führung im Innovationslabor der Universität Augsburg zum Arbeitsplatz der Zukunft im Bereich der Robotik, Sensorik und Materialforschung zu besuchen. In diesem können Gäste bereits beobachten, wie in Zukunft beispielsweise robotergestützte Komponentenprüfungen oder Materialbearbeitungen ablaufen könnten. Um noch einen Schritt weiterzugehen und zu sehen, wie die bereits vorhandenen Roboterarme final eingesetzt werden, lohnt sich ein Blick durch eine HoloLens, eine Brille, welche 3D-Projektionen in der direkten Umgebung ermöglicht. In dieser Simulation arbeiten alle Roboter bereits intensiv an verschiedenen Stationen und Aufgaben. Durch eine Führung im Innovationslabor können Hemmnisse vor neuen Technologien abgebaut und neue, innovative Formate für den Wissenstransfer vorgestellt werden. Denn das Innovationslabor ist in das Projekt „Wissenstransfer Region Augsburg“ (WiR) eingebettet, das sich zum Ziel gesetzt hat, Forschungsergebnisse in der Gesellschaft anzuwenden und diese in Gesellschaft und Wirtschaft zu Innovationen und neuen Produkten werden zu lassen.

Außerdem konnten sich die Teilnehmenden beim Ausstellermarkt über weitere regionale MINT- und Berufsorientierungs-Angebote informieren, indem sie direkt mit Vertreter*innen der Agentur für Arbeit, der Handwerkskammer für Schwaben (HWK) und der Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) in Kontakt treten konnten. Der Politiker Johann Häusler (Freie Wähler) zeigte sich beeindruckt vom MINT-Parcours: „Es gibt viele neue innovative Formate. So etwas spricht die Menschen an, denn man hat das Gefühl, etwas in der Zukunft bewegen zu können.“

 

Johann Häusler (MdL), Dr. Jürgen Korschinsky (IHK), Prof. Dr. Malte Peter (Vizepräsident der Universität Augsburg) und Stephanie Schuhknecht (MdL) überlegen gemeinsam im MINT-Escape-Room, wie sie das Rätsel um den iPad-Code lösen können. (Foto: Satzinger- © Universität Augsburg

Über die MINT-Region A3

Die Förderung der Interessen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen im MINT-Bereich ist sowohl für die individuellen Zukunftschancen der Heranwachsenden als auch für die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit im Zeitalter von Digitalisierung und Industrie 4.0 von zentraler Bedeutung. Um mit dieser Entwicklung Schritt halten zu können, ist es notwendig, eine durchgängige MINT-Förderung von der frühkindlichen Bildung bis hin zum Eintritt in das Berufsleben zu ermöglichen.
Der Projektverbund MINT-Region A³ bündelt alle MINT-Angebote und Aktivitäten innerhalb der Region A³ (Stadt und Landkreis Augsburg, Landkreis Aichach Friedberg). So soll Forschung (be)greifbar gemacht und allen Bereichen der Bevölkerung die Teilhabe an der Faszination Wissenschaft/MINT ermöglicht werden — von der frühkindlichen Bildung bis zum Einstieg ins Berufsleben. Langfristig soll so auch ein Beitrag zur regionalen Fachkräftesicherung geleistet werden. Die Koordinierungsstelle ist beim Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung der Universität Augsburg angesiedelt. Weitere Partner sind Stadt- und Landkreis Augsburg, Landkreis Aichach-Friedberg, das Jakob-Fugger-Gymnasium, die Agentur für Arbeit Augsburg, die Handwerkskammer für Schwaben (HWK), die Industrie- und Handelskammer Schwaben (IHK) sowie die Regio Augsburg Wirtschaft GmbH.

Download der MINT-Broschüre der Region A3

Veronika Wobser (Regio Augsburg Wirtschaft GmbH), Dr. Jürgen Korschinsky (IHK), Jürgen Zorn (HWK), Marietta Menner (AMU) und Roland Fürst (Agentur für Arbeit) präsentieren gemeinsam die neue MINT-Broschüre, welche die MINT-Angebote in der MINT-Region A3 kompakt vorstellt. (Foto: Satzinger-Viel, Universität Augsburg) © Universität Augsburg

Medienkontakt

Leitung Geschäftsbereich MINT_Bildung, MINT_Managerin MINT Region A3
Anwenderzentrum Material- und Umweltforschung

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