UPD 150/19 - 11.11.2019

Smarte Standorte

Auf der 5. Martini-Tagung suchen am 14. November 2019 Experten aus Wissenschaft und Praxis nach Erfolgsrezepten für digitale und vernetzte Städte und Regionen

Augsburg/KPP – Die digitale Transformation und die Frage, welche Bedeutung sie in ihren unterschiedlichsten Ausprägungen für die Wirtschaftsförderung und den Tourismus sowie für die Stadtentwicklung und im ländlichen Raum haben, sind das Thema der „5. Martini-Tagung der Angewandten Geographie Schwaben“ am 14. November 2019. Die alljährliche Fachtagung des Regionalforums Schwaben des Deutschen Verbandes für Angewandte Geographie e. V. (DVAG) und des Instituts für Geographie der Universität Augsburg versteht sich als Plattform zum Informations- und Erfahrungsaustausch für alle Akteure, die in der Stadt- und Regionalentwicklung tätig sind, also an Kommunalpolitiker, an Stadt- und Gemeinderäte, Wirtschaftsförderer, Stadt- und Regionalplaner, City- und Regionalmanager oder Touristikfachleute.

Bereits heute messen Sensoren in Parks die Bodenfeuchte und steuern so ressourcenschonend die Bewässerung. Straßenlampen erhellen sich automatisch, wenn sich ein Fahrzeug oder eine Person nähert, und sparen damit Strom. Vernetzte Mülltonnen melden selbstständig, wann sie geleert werden müssen, und reduzieren damit unnötige Entsorgungsfahrten. Und digitale Ampeln schalten auf grün, sobald sie einen Bus registrieren und sorgen folglich für einen schnelleren öffentlichen Personennahverkehr.

Von einzelnen Pilotprojekten zum Megatrend

„Die Liste digitaler Anwendungsmöglichkeiten verlängert sich derzeit in atemberaubender Geschwindigkeit“, so PD Dr. Markus Hilpert, der als Leiter der Fachgruppe Standortentwicklung am Institut für Geographie der Universität Augsburg die Martini-Tagungen gemeinsam mit dem Regionalforum Schwaben des DVAG die alljährlichen Martini-Tagungen initiiert hat und organisiert. „Was anfangs nur in ausgewählten Städten und für wenige Einsatzfelder als Pilotprojekte erprobt wurde“, sagt Hilpert weiter, „hat sich mittlerweile zu einem Megatrend entwickelt.“

Zudem halten smarte Technologien mittlerweile auch Einzug in den ländlichen Raum und in die Dorfentwicklung. Sie eröffnen ungeahnte Möglichkeiten im Tourismus und stellen auch die Wirtschaftsförderung vor neue Aufgaben. Wobei bei aller Euphorie aber auch zunehmend auch kritische Stimmen laut werden: Denn wie steht es um den Datenschutz? Wer hat Zugriff auf die Big Data? Wer kontrolliert letztlich die Systeme?

Hilpert: „Wir wollen bei dieser 5. Martini-Tagung ausloten, wie smarte Technologien in Städten und Regionen effektiv und nützlich eingesetzt werden können. Welche Voraussetzungen sind dafür nötig sind? Welche Möglichkeiten werden dadurch eröffnet?“

Vier Fachsitzungen

Über die Chancen und die Potentiale also, aber auch über Grenzen und Risiken, die mit dem Weg zum „smarten Standort“ verbunden sind, werden Stadt- und Regionalentwickler aus der Wissenschaft gemeinsam mit Praktikern aus Kommunalpolitik und Tourismus in vier moderierten Fachsitzungen mit zwölf Impulsvorträgen und zwei Keynote-Vorträgen diskutieren. Die Fachsitzungen konzentrieren sich auf die Teilaspekte Wirtschaftsförderung, Tourismus, Stadtentwicklung und Ländlicher Raum.
 

5. Martini-Tagung: Smarte Standorte – Die Erfolgsrezepte digitaler und vernetzter Städte und Regionen
14. November 2019, ab 11.00 Uhr
Wittelsbacher Schloss, Schlossstraße 21, 86316 Friedberg (Bayern)

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Akad. Oberrat
Humangeographie und Transformationsforschung

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