Press release 60/22 - 29.06.2022

Studientag zu Antisemitismus-Prävention

Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralsrats der Juden in Deutschland, hält Impulsreferat - Diskussion mit künftigen Lehrerinnen und Lehrern

Wie kann man Vorurteilen und Feinbildern gegen Jüdinnen und Juden schon im Kindes- und Schulalter entschieden entgegentreten? Zukunftsweisende Impulse für die Antisemitismus-Prävention durch künftige Lehrerinnen und Lehrer gibt ein Studientag, zu dem auch Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, mit einem Impulsreferat erwartet wird.
 

Studientag Antisemitismusprävention Studientag Antisemitismuspräventions © Universität Augsburg

„Vorurteile und Feindbilder gegen Jüdinnen und Juden sind bereits im Grundschulalter erkennbar. Auch wenn für den deutschen Kontext bislang weitgehend unerforscht ist, wie sich antisemitische Einstellungen bei Kindern bilden, muss man doch annehmen, dass bereits bei den Sechs- bis Zwölfjährigen die Wurzeln für spätere jugendliche Erscheinungsformen von antisemitischen Einstellungen auf Schulhöfen und in Klassenzimmern entstehen“, erklärt Prof. Dr. Elisabeth Naurath, Lehrstuhl für Religionspädagogik und Didaktik des Religionsunterrichts. Damit komme der schulischen Bildung auf allen Ebenen eine besondere Bedeutung zu, Lehrkräfte benötigen Kompetenzen hinsichtlich einer unterrichtlichen Erstbegegnung mit jüdischer Geschichte, Theologie, Tradition und Kultur.

Nach dem Vortrag zur aktuellen Situation von Antisemitismus in Deutschland und entsprechenden Präventionsmöglichkeiten durch den Präsidenten des Zentralsrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, werden Möglichkeiten und Grenzen der Antisemitismus-Prävention für die Lehramtsbildung mit den Studierenden diskutiert.

Zertifikatsstudiengang Interreligiöse Mediation (ZIM)

Mit dem Zertifikatsstudiengang Interreligiöse Mediation (ZIM) – verantwortet von den religionspädagogischen Lehrstühlen der christlichen Theologien – setzt die Universität Augsburg ein deutliches Zeichen für eine friedenspädagogische Bildung in und für Lehramtsstudierende aller Fächer. Vorurteilsprävention gegenüber Judentum wie auch Islam sind elementare Bausteine eines von vielen Dozierenden getragenen Zusatzstudiums, bei dem auch Lehrbeauftragte in jüdischer wie islamischer Theologie und Mediation eine große Rolle spielen.

„Was an Schulen wirksam werden soll, muss im Studium beginnen“ – Unter diesem Motto organisieren die Forschungsstelle Interreligiöse Bildung (Universität Augsburg) sowie des Bayerischen Forschungszentrums für Interreligiöse Diskurse (BaFID Universität Erlangen-Nürnberg) diesen Studientag. Er soll zukunftsweisende Impulse für eine Antisemitismus-Prävention in der Lehramtsbildung zu setzen, die weit darüber hinaus positive Wirkungen erreichen kann.

Termin:

5. Juli 2022, 14 bis 18 Uhr
Universität Augsburg (Jura, HS 1001, Universitätsstraße 24).

Ansprechpartner

Lehrstuhlinhaberin
Moraltheologie
Prof. Dr. Elisabeth Naurath
Ordinaria für Religionspädagogik
Religionspädagogik & Didaktik des Religionsunterrichts

Medienkontakt

Dr. Manuela Rutsatz
Pressesprecherin, Leitung
Stabsstelle Kommunikation & Marketing

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