Pressemitteilung 16/23 - 08.03.2023

Juniorprofessor Lutzi ins Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften berufen

Als erster Wissenschaftler aus Augsburg ist Tobias Lutzi, Experte für deutsches und internationales Privatrecht, seit dem 1. März 2023 Mitglied des Kollegs und forscht zum schadensrechtlichen Bereicherungsverbot

Als erster Wissenschaftler aus Augsburg ist Tobias Lutzi, Experte für deutsches und internationales Privatrecht, seit dem 1. März 2023 Mitglied dieses Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Der Jurist forscht zum schadensrechtlichen Bereicherungsverbot. Er hinterfragt nicht nur, ob das Verbot als solches legitim ist, sondern möchte auch Verbesserungsvorschläge machen.

© Universität Augsburg

Mit seinem Forschungsvorhaben „Das schadensrechtliche Bereicherungsverbot“ ist Prof. Tobias Lutzi jüngst ins Junge Kolleg der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (BAdW) aufgenommen worden. Als einer von sieben Forschenden aus Bayern überzeugte er die Jury vom innovativen Charakter seines Forschungsvorhabens und setze sich unter 45 Bewerberinnen und Bewerbern durch. Zur Aufnahme ins Junge Kolleg sagt Lutzi: „Die Berufung ist nicht nur eine große Ehre, sondern vor allem eine fantastische Möglichkeit zu Austausch und interdisziplinärer Zusammenarbeit mit engagierten Kolleginnen und Kollegen aus ganz Bayern.“

Das von Lutzi verfolgte Forschungsvorhaben möchte die Wirkmacht nachzeichnen, die das sogenannte schadensrechtlichen Bereicherungsverbot – trotz fehlender Grundlage im Gesetz – seit Inkrafttreten des BGB auf das deutsche Schadensrecht entfaltet. Auf dieser Grundlage möchte der Jurist dann die Legitimation des Verbots hinterfragen und Vorschläge für eine Weiterentwicklung der schadensrechtlichen Dogmatik entwickeln. Diese sollen etwa dabei helfen, die Ziele des Schadensrechts mit Blick auf Schadensereignisse mit einer Vielzahl von Betroffenen wie dem Dieselabgas-Skandal besser zu verwirklichen.

Zur Person

Tobias Lutzi ist seit dem 1. Juni 2022 Inhaber der Juniorprofessur für Privatrecht an der Universität Augsburg. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen das internationale Privat- und Zivilverfahrensrecht, das internationale Einheitsrecht sowie das bürgerliche Recht mit dem Fokus auf den Rechtsfragen der Digitalisierung und der Privatrechtsvergleichung.

Vor seiner Berufung nach Augsburg war er Akademischer Rat am Institut für internationales und ausländisches Privatrecht der Universität zu Köln. Zuvor hatte er als Rhodes Scholar an der University of Oxford promoviert, wo er zugleich als Tutor und Lecturer tätig war. Seine Dissertation wurde mit dem Promotionspreis des ICC Institute of World Business Law ausgezeichnet.

Das Junge Kolleg der BAdW

Das 2010 gegründete Junge Kolleg der Akademie der Bayerischen Wissenschaften fördert herausragende Post-Docs in Bayern. Die Forschenden gehen in ihren Projekten innovativen Forschungsansätzen an den Schnittstellen etablierter Wissenschaftsdisziplinen nach. Im Rahmen der Mitgliedschaft, die in der Regel drei Jahre dauert, nehmen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Veranstaltungen, Workshops und interdisziplinären Kolloquien zu aktuellen wissenschaftlichen und wissenschaftspolitischen Themen teil. Mit der Mitgliedschaft ist ein Forschungsstipendium von 12. 000 Euro jährlich verbunden. Das Junge Kolleg wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst finanziert. 

Wissenschaftlicher Kontakt

Juniorprofessor für Privatrecht
Prof. Dr. Tobias Lutzi - Juniorprofessur für Privatrecht
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