Neben Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden organisiert das Netzwerk auch Workshops zur Karriereplanung. Im Wintersemester 2017/2018 und im Sommersemester 2018 fand darüber hinaus eine Berufsreihe statt, die in Einzelveranstaltungen Einblicke in den beruflichen Werdegang und Berufsalltag von jeweils zwei bis drei Referentinnen gab. Dabei wurden die Berufsfelder Wissenschaft, Verwaltung, Kanzlei, Internationales, Justiz und Unternehmen näher beleuchtet.

AKTUELL: Workshop "Akademische Karriere planen" am 27.01.2021

in Kooperation mit KLeVer ("Karriere und Lebensplanung Verbinden")

 

Die akademische Karriere folgt einer Logik, die, egal wie heterogen wissenschaftliche Lebensläufe nach außen auch aussehen möchten, doch meist klaren Spielregeln folgt. Immer geht es um Publikationen, um Drittmittel, um Lehre und Forschung und darum, all diese Anforderungen in einem adäquaten Zeitrahmen erfolgreich zu erfüllen. Der geplante Workshop soll Nachwuchswissenschaftlerinnen dabei anleiten, ihre wissenschaftliche Karriere kritisch zu durchleuchten. Welche Schritte muss ich erfüllen, um eine Chance für eine akademische Karriere aufrechtzuerhalten? Welche Optionen habe ich, meinen Lebenslauf besser zu formen? Wie netzwerke ich richtig? Welche Zeiträume sollte ich beachten und wie vereinbare ich das alles mit meinem Privatleben?

 

Inhalte:

  • Anforderungen an die wissenschaftliche Karriere reflektieren.
  • Den eigenen Forschungsimpact kritisch hinterfragen.
  • Publikations- und Forschungsleistungen gezielt planen.
  • Nebenqualifikationen andenken.
  • Balance zwischen Forschungsalltag und Privatleben finden.

Referentin: 

Dr. Susanne Frölich-Steffen, Didaktik- und Kommunikationsberaterin. Bis 1998 Studium der Politikwissenschaften an der LMU München, 1998 – 2000 Personalreferentin einer mittelständischen Unternehmensberatung, 2000 – 2003 Promotion zum Dr. phil, 2000 – 2005 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Geschwister-Scholl-Institut der LMU, seit 2005 freiberufliche Rhetorik- und Didaktik Beratung.

 

Zielgruppe/Teilnahmezahl:

Doktorandinnen, Habilitandinnen und Studierende; (max. 15 Teilnehmerinnen)

 

Teilnahmebeitrag:

kostenlos

 

Veranstaltungsrahmen:

Zeit: 27. Januar 2021
Ort: Wird noch bekannt gegeben.

 

Anmeldung über das ZWW:

Verbindliche Anmeldung bis 13. Januar 2021

Gender Pay Gap in akademischen Berufen?

(v.l.n.r. S. Ruf, Dr. L. Oerder) © Universität Augsburg

Am 3. Februar 2020 referierte die Rechtsanwältin Dr. Lena Oerder im Rahmen der [fam]-Veranstaltung „Gender Pay Gap in akademischen Berufen?“ zur Frage der Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern. Frau Dr. Oerder ist Rechtsanwältin mit arbeitsrechtlichem Schwerpunkt bei der Kanzlei /silberberger.lorenz.towara/ in Düsseldorf. Sie bot einen aufschlussreichen Einblick in die arbeitsrechtliche Praxis und zeigte die Vollzugsdefizite des Entgelttransparenzgesetzes (EntgeltTranspG) auf. Der für den wissenschaftlichen Nachwuchs relevante Bereich des öffentlichen Dienstes zeichnet sich zwar durch eine geringere Entgeltlücke aus, als die Privatwirtschaft. So ist der „Gender Pay Gap“ bei Wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen statistisch betrachtet im Gesamtvergleich (21 %) äußerst gering (2,4 %). Allerdings zeigte die Referentin eindrucksvoll auf, wie sich strukturelle Ungleichbehandlung in Tarifverträgen (z.T. auch unbewusst) fortsetzt, sei es durch fehlende Repräsentation von Frauen bei Tarifverhandlungen oder die schwächere Gewichtung „frauentypischer“ Tätigkeiten. Unter Moderation von Simone Ruf fand im Anschluss eine lebhafte Diskussion statt, in der insbesondere die im Vortrag aufgezeigten Hürden und Defizite des EntgeltTranspG kritisiert, sowie Möglichkeiten des Rechtsschutzes in den Blick genommen wurden.

Parité in Parlamenten

Zum hochaktuellen Thema „Parité in Parlamenten“ fand am 6. Mai 2019 eine von [fam] organisierte Vortragsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion statt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Grußwort des Dekans der Juristischen Fakultät der Universität Augsburg, Prof. Dr. Matthias Rossi, der unter Verweis auf die zentralen Verfassungsfragen, insbesondere hinsichtlich des Repräsentationsgedankens und des Demokratieprinzips, in die Thematik einleitete und bereits an dieser Stelle Impulse für die spätere Diskussion gab. Prof. Dr. Silke Laskowski (Universität Kassel) gewährte zum Auftakt der Veranstaltung einen umfassenden Überblick über die historische Entwicklung und aktuelle Zahlen zur (Unter-)Repräsentation von Frauen in deutschen Parlamenten. Abschließend beleuchtete sie aktuelle und anstehende Initiativen zu Paritätsgesetzen aus den verschiedenen Landesparlamenten und rundete ihren Vortrag mit einem Blick auf andere Rechtsordnungen, in denen bereits entsprechende Gesetze gelten, ab.

 

(v.l.n.r. Prof. Dr. M. Rossi, A. Hobusch, D. Mund, Prof. Dr. S. Laskowski) © Universität Augsburg

Im Anschluss daran skizzierte Prof. Dr. Birgit Schmidt am Busch (Ludwig-Maximilians-Universität München) die verfassungsrechtlichen Determinanten gesetzlicher Paritätsregelungen. Vor dem Hintergrund der Grundrechte von Parteien und Wählergruppen sowie der Wahlrechtsgrundsätze verbleiben Zweifel an der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit solcher Regelungen. Vor diesem Hintergrund wurden abschließend alternative – demokratiekompatible – Korrekturen des bestehenden Wahlrechts zur Steigerung des Frauenanteils in Parlamenten aufgezeigt. Unter Moderation von Dorothea Mund (Universität Augsburg) diskutierten die Referentinnen im Anschluss mit Herrn Alexander Hobusch (Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf) und Frau Christa Weigl-Schneider (Aktionsbündnis Parité) unter reger Teilnahme des Publikums über Ursachen der Unterrepräsentanz von Frauen in Parlamenten und mögliche Optionen zur Änderung des Status Quo.

(v.l.n.r. A. Hobusch, Prof. Dr. B. Schmidt am Busch, D. Mund, Prof. Dr. S. Laskowski, C. Weigl-Schneider) © Universität Augsburg

Sexismus in der juristischen Ausbildung

(v.l.n.r. S. Härtel, S. Garter, A. Sandhu, Prof. Dr. M. Benecke, Prof. Dr. P. Hellwege) © Universität Augsburg

Unter der Überschrift "Sexismus in der juristischen Ausbildung" fand am 21. Januar 2019 eine von [fam] organisierte Vortragsveranstaltung mit anschließender Podiumsdiskussion statt.

Selma Gather (FU Berlin), Vorsitzende des Arbeitsstabs Ausbildung und Beruf im Deutschen Juristinnenbund e.V. (djb), stellte zunächst aktuellste Zahlen zur Repräsentanz von Frauen in den Rechtswissenschaften sowie Studien zu Geschlechts- und Herkunftseffekten in den juristischen Staatsexamina vor. Sie regte in ihrem Impuls an, angesichts dieser Befunde der Frage nach diskriminierenden Strukturen im Jurastudium ernsthaft nachzugehen.

Sophia Härtel (HU Berlin), Mitglied im Arbeitsstab Ausbildung und Beruf des djb, präsentierte anschließend die Ergebnisse zweier Studien zu Geschlechterrepräsentanz und -stereotypen in juristischen Ausbildungssachverhalten sowie von Untersuchungen des Partizipationsverhaltens von Studierenden in Fallbesprechungen. Unter Moderation von Aqilah Sandhu diskutierten die Referentinnen im Anschluss mit den Ko-Autoren der "Augsburger Studie über Frauen in den Rechtswissenschaften", Frau Prof. Dr. Martina Benecke und Herrn Prof. Dr. Phillip Hellwege (jeweils Universität Augsburg) unter reger Teilnahme der Fakultätsangehörigen über die Ursachen des schlechteren Abschneidens von Frauen in Prüfungen, über die besonders stark ausgeprägte "leaky pipeline" in den Rechtswissenschaften sowie mögliche Lösungsansätze.

 

Workshop zur erfolgreichen Karriereentwicklung durch Sicherheit in innerer Haltung, Auftreten und Kommunikation

Am 28.2.2019 haben die „business partnerinnen“ für [fam] einen Workshop zur Erfolgreichen Karriereentwicklung durch Sicherheit in innerer Haltung, Auftreten und Kommunikation angeboten.

Unter Anleitung von Diane Manz und Anna Engers konnten die Teilnehmerinnen viel über die Darstellung der eigenen Person und Verhalten, Auftreten und Kommunikation in beruflichen Situationen sowie erfolgreiches Netzwerken lernen.

Wir bedanken uns herzlich bei den Trainerinnen für den informativen und instruktiven Workshop. Unser Dank gilt zudem dem Büro für Chancengleichheit der Universität Augsburg für die großzügige Finanzierung des Projekts.

© Universität Augsburg
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Berufsreihe

Die Auftaktveranstaltung der [fam]-Berufsreihe im Wintersemester 2017/2018 zum Berufsfeld "Wissenschaft" fand am 27.10.2017 um 15:00 Uhr an der Juristischen Fakultät statt. Im vollbesetzten Sitzungssaal erzählten Prof. Dr. Martina Benecke, Prof. Dr. Monika Polzin und Dr. jur. habil. Panajotta Lakkis bei der etwa 90-Minütigen Veranstaltungen von ihren beruflichen Erfahrungen und gaben zukünftigen „Wissenschaftlerinnen“ hilfreiche Ratschläge mit auf den Weg.

© Universität Augsburg
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Am 28. November 2017 hat bereits die zweite Veranstaltung der [fam]-Berufsreihe stattgefunden. Diesmal standen Dr. Jennifer Prommer (Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege, StMGP) und Dr. Sarah Honegg (Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, StMI) für das Berufsfeld "Verwaltung" Rede und Antwort.

Am 31. Januar 2018 ging die [fam]-Berufsreihe in die dritte Runde.

Begrüßen durften wir diesmal Dr. Katrin Haußmann (GleissLutz), Dr. Silke Ackermann (Kanzlei Dr. Ackermann), Dr. Barbara Albrecht (Sonntag & Partner) und Philippa Eggers (DLA Piper), die in lockerer Atmosphäre Rede und Antwort zur Tätigkeit im Berufsfeld "Kanzlei" standen.

 

© Universität Augsburg
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Die Auftaktveranstaltung der [fam]-Berufsreihe im Sommersemester 2018 zum Berufsfeld "Unternehmen" mit den Referentinnen Dr. Sabine Seidenschwann (SONA AutoComp Germany GmbH), Dr. Kathrin Stolz-Fink (BMW AG) und Dr. Susanne Zech (Siemens AG) fand am 16.04.2018 um 17:30 Uhr an der Juristischen Fakultät statt. Im vollbesetzten Sitzungssaal erzählten die Referentinnen bei der rund 90-Minütigen Veranstaltungen von ihren beruflichen Erfahrungen und gaben den angehenden Juristinnen hilfreiche Ratschläge mit auf den Weg.

 

 

Am Montag, 28.05.2018, fand die zweite Veranstaltung der [fam]-Berufsreihe im Sommersemester 2018 zum Berufsfeld "Justiz" statt. Die Referentinnen Dr. Tanja Horvath (Staatsanwältin als Gruppenleiterin bei der StA Augsburg), Dr. Stephanie Kastl-Schmid (Richterin am LG Augsburg), Angela Reuber (weitere aufsichtsführende Richterin am AG Augsburg) und Dr. Christiane Schmaltz (Richterin am BGH) gewährten spannende Einblicke über die verschiedenen Tätigkeiten innerhalb der Justiz und gaben dazu auch Einblicke in ihren persönlichen Werdegang. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden anschaulich die verschiedenen Berufswege in der Justiz in Bayern und in Schleswig-Holstein, aber auch die Tätigkeit an verschiedenen Gerichten, wie etwa dem EGMR, dem BGH oder dme BVerfG aufgezeigt.

 

© Universität Augsburg
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Am Montag, 25.06.2018, fand die letzte Veranstaltung der [fam]-Berufsreihe im Sommersemester 2018 zum Berufsfeld "Internationales" statt. 

Die Referentinnen Dr. Sonja Kreibich (Auswärtiges Amt) und Dr. Anke Stock (Women Engage for a Common Future e.V., WECF) gewährten spannende Einblicke über die verschiedenen Tätigkeiten im "internationalen" Umfeld und gaben dazu auch Einblicke in ihren persönlichen Werdegang. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurden anschaulich die verschiedenen Berufswege und abwechslungsreichen Stationen im Auswärtigen Amt aber auch die vielseitige Tätigkeit in einer NGO aufgezeigt.

 

Wir bedanken uns bei allen Referentinnen für hilfreiche Auskünfte und Einblicke ihre Arbeit sowie bei den zahlreichen Teilnehmenden für ihr reges Interesse.

Ansprechpartnerinnen

Simone Ruf
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Prof. Dr. Ulrich M. Gassner - Professur für Öffentliches Recht
Wiss. Mitarbeiterin
Prof. Dr. Martina Benecke - Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels-, Arbeits- und Wirtschaftsrecht

Kontaktinformationen [fam]:

 

[fam] ­­- Frauen arbeiten miteinander   
Juristische Fakultät der Universität Augsburg
86159 Augsburg

 

Mail: fam@jura.uni-augsburg.de

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