Voraussetzungen

Grundsätzlich zur Promotion berechtigt ist, wer in einem universitären Studiengang der zweiten Qualifikationsebene (Diplom, Master, Staatsexamen) einen überdurchschnittlichen Abschluss erzielt hat. An der Juristischen Fakultät setzt dies den Abschluss eines juristischen Studiengangs des In-oder Auslandes voraus. Maßstab ist grundsätzlich eine Juristische Prüfung mit vollbefriedigendem Ergebnis oder eine gleichwertige juristische Abschlussprüfung.
Die allgemeinen Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion sind in der Allgemeinen Promotionsordnung der Universität Augsburg geregelt. Die besonderen Voraussetzungen für die Zulassung zur Promotion an der Juristischen Fakultät finden sich in der Promotionsordnung der Fakultät.

© Universität Augsburg

Antrag auf Promotion

Der Antrag auf Promotion (Gesuch um Zulassung zur Promotion) wird üblicherweise beim Dekan der Juristischen Fakultät zu einem Zeitpunkt eingereicht, zu dem die Dissertation bereits fertiggestellt ist. Welche Unterlagen dem Antrag im einzelnen beizufügen sind, ist in § 7 Abs. 2 APromO i.V.m. § 6 PromOJur geregelt. Eine zweifache Ausfertigung der Dissertation in Fomat DIN A4 gehört dazu.

 

Wenn Zweifel bestehen, ob ein Bewerber/ eine Bewerberin die Promotionsvoraussetzungen erfüllt, kann vor Beginn der Arbeit an der Dissertation dazu eine verbindliche Teilentscheidung des Promotionsausschusses herbeigeführt werden, sofern bereits ein Hochschullehrer/ eine Hochschullehrerin der Fakultät als Betreuer/ Betreuerin einer etwaigen Promotion gefunden wurde.

Im Rahmen des Antrages auf verbindliche Teilentscheidung ist der Nachweis über die Ablegung der zur Promotion berechtigenden Prüfung nach § 6 APromO i.V.m. § 5 PromOJur zu führen.

 

Prüfungsleistungen

Dissertation

Die Dissertation muss eine eigenständige, wissenschaftliche Leistung und einen Beitrag zum Fortschritt der Wissenschaft darstellen. Sie wird in der Regel in deutscher Sprache abgefasst. Wenn die Begutachtung der Arbeit hinreichend gewährleistet ist, können Ausnahmen davon zugelassen werden. Als Dissertation kann ausnahmsweise auch eine bereits veröffentlichte Schrift des Bewerbers anerkannt werden, wenn sie von besonderer wissenschaftlicher Bedeutung ist. Über das Vorliegen dieser Voraussetzung entscheidet der Fakultätsrat.
Das Thema der Dissertation wird in der Regel im Zusammenwirken zwischen dem Bewerber/ der Bewerberin und dem betreuenden Hochschullehrer gefunden. Das Betreuungsverhältnis verpflichtet den betreuenden Hochschullehrer, den Bewerber/ die Bewerberin angemessen zu beraten. Doktoranden sind darüber hinaus zur Teilnahme an den Veranstaltungen des Graduiertenzentrums der Fakultät herzlich eingeladen.

Mündliche Prüfung

Zum ordentlichen Promotionsverfahren gehört nach Einreichung und Begutachtung der Dissertation eine in der Regel in deutscher Sprache durchzuführende mündliche Prüfung. In ihr soll der Bewerber/ die Bewerberin zeigen, dass er/sie eine gründliche rechtswissenschaftliche Bildung und die Fähigkeit zu einem selbständigen wissenschaftlichen Urteil besitzt. Sie erfolgt in Form einer Disputation und ist im ersten Teil eine Verteidigung der Dissertation. In einem zweiten Teil der insgesamt 60 minütigen Prüfung diskutiert der Bewerber/ die Bewerberin mit der Prüfungskommission eine These, die nicht in einem Zusammenhang mit der Dissertation stehen darf und aus einem anderen Rechtsgebiet als diese stammen muss. Die Mitglieder der Prüfungskommission werden vom Vorsitzenden des Promotionsausschusses bestimmt. Ihr gehören neben dem betreuenden Hochschullehrer zwei weitere mitwirkungsberechtigte Lehrpersonen an.

Gesamtnote der Promotion

Die Gesamtnote der Promotion wird aus der Note der Dissertation und der Note der mündlichen Prüfung gebildet. Dabei wird das Ergebnis der Dissertation doppelt gewichtet. Die Notenskala einer erfolgreichen Promotion geht von "summa cum laude" ("0" bis "0,3") bis "rite" ("2,7" bis "3,3"). Eine nicht bestandene Promotion wird mit "insufficienter" ("4") bewertet.

Veröffentlichung

Die Dissertation ist innerhalb von zwei Jahren nach Bestehen der mündlichen Prüfung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zuvor muss jeder Gutachter/ jede Gutachterin in der abschließenden Würdigung seines/ ihres Votums eine Erklärung abgeben, ob die Dissertation in der eingereichten Fassung veröffentlicht werden kann. Das Gleiche gilt im Falle der nachträglichen Erfüllung von Auflagen. Der Vorsitzende des Promotionsausschusses entscheidet schließlich über die Genehmigung der Veröffentlichung (Druckreifevermerk).

Dissertationen können aktuell in drei Formen veröffentlicht werden. In jedem Fall ist die Anzahl der an der Fakultät abzugebenden Pflichtexemplare sowie die Vorgaben der Universitätsbibliothek zu beachten:

 

  • Publikation in einem Verlag

Bei Publikation in einem Verlag ist eine Auflage von mindestens 150 Exemplaren sicherzustellen. Die Verbreitung gilt in diesem Fall als vom Verlag garantiert, an der Fakultät sind 8 Pflichtexemplare abzugeben (zwei für die Fakultät, sechs für die Universitätsbibliothek).

 

  • Druckpublikation ohne Verlag (Copy-Druck)

Im Fall einer Druckpublikation ohne Verlag sind 40 Exemplare als Pflichtexemplare an der Fakultät abzuliefern.

 

  • Elektronische Publikation über den Hochschulschriftenserver OPUS Augsburg

Im Fall einer elektronischen Publikation  reichen vier kopierfähige Pflichtexemplare sowie eine elektronische Version.

 

 

 

Ansprechpartner für die Promotion

Dr. Dorit Pries
Verantwortliche Mitarbeiterin für den Studiengang Rechts- und Wirtschaftswissenschaften
Juristische Fakultät
Ursula Eberle
Sekretariat Fakultätsverwaltung [u.a. Promotionsangelegenheiten, Lehraufträge]
Juristische Fakultät

Suche