Der Stifter Kurt Bösch (1907 - 2000)

© Universität Augsburg

Als Sohn eines renommierten Schweizer Architekten kam Kurt Bösch im Jahre 1907 in Augsburg zur Welt, empfing in der oberen Maximilianstraße nach eigenem Bekunden prägende erste Eindrücke "von dem, was Schönheit ist". Seine Militärzeit verbrachte er in Sion. Nach dem Ersten Weltkrieg in die Heimat des Vaters verpflanzt und in Zürich später als erfolgreicher Großkaufmann im Importgeschäft tätig, wurde er 1952 alleiniger Vorstand des Augsburger Unternehmens "ALPINE AG" (der heutigen HOSOKAWA Alpine Aktiengesellschaft & Co. OHG) in Göggingen. Die Firma wurde unter seiner Führung zu einem Weltunternehmen, das auch durch beispielhafte Sozialeinrichtungen von sich reden machte.

 

Kurt Bösch war seit 1990 Träger des Bayerischen Verdienstordens. Am 21. Januar 1999 erhielt er im Alter von 91 Jahren das Bundesverdienstkreuz aus den Händen des bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Hans Zehetmair, ausgehändigt. Einen geeigneteren Ort für dieses Ereignis könne es nicht geben, meinte dieser, als er Kurt Bösch im Senatssaal der Universität Augsburg das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte.

Außerdem war Kurt Bösch seit 1989 Ehrensenator der Universität Augsburg, international bekannter Kunstmäzen und Sammler, betrieb eine bibliophile Offizin, galt als Experte für Holzschnitte und als hochkarätiger Förderer der jungen Universität seiner Heimatstadt. Das 1986 über die schwäbische Alma mater auf einen Schlag recht reichhaltig ausgegossene Füllhorn von wohltätigen Zuwendungen aus Bürgerkreisen beinhaltete einen Solitär: die Kurt-Bösch-Stiftung.

 

Kurt Bösch verstarb im Juli 2000 im Alter von 93 Jahren. Der Augsburger Stiftungsvorstand wird sein Werk in seinem Sinne dauerhaft fortführen.

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