Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Wirtschaftsstrafrecht

Das Lehrstuhl-Team

Herzlich willkommen auf den Seiten unseres Lehrstuhl-Teams! Sie finden hier
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Forschung

Der Lehrstuhl forscht hauptsächlich zu kriminalpolitischen und dogmatischen Fragen des Wirtschafts- und Medizinstrafrechts in ihren internationalen und europäischen Bezügen sowie zu den Grundlagen des Strafrechts.
- Hier finden Sie außerdem ausgewählte Publikationen und Aktivitäten sowie
- betreute Dissertationsprojekte

Lehre und Studium

Hier finden Sie die aktuellen Lehrangebote des Lehrstuhls in Digicampus sowie die monatlichen Auswertungen der juristischen Ausbildungszeitschriften und die systematisch gegliederten Sammlungen von didaktisch aufbereiteter Rspr. und didaktischen Aufsätzen.

Neuigkeiten aus dem Lehrstuhl

Dezember 2020

Kritik an Rechtsregeln zur Triage

In einem Beitrag für die "Zeitschrift für medizinische Ethik" und diversen Interviews (u.a. NZZ, Bayern 2) setzt sich Professor Kubiciel kritisch mit der herrschenden Meinung zur Triage auseinander. Dieser zufolge handelt ein Arzt in der sog. ex ante Triage stets rechtmäßig, selbst wenn er eine diskriminierende Entscheidung trifft; in der ex post Triage soll er hingegen stets rechtswidrig handeln. Kubiciel bezeichnet diese Rechtslage als „nicht hinnehmbar“, da sie Ärzten in der erstgenannten Konstellation freie Hand lasse, während sie ihren Handlungsspielraum in der zweiten Variante auf Null reduziere. Behandlungsentscheidungen sollten sich Kubiciel zufolge allein nach medizinischen Kriterien - den Erfolgsaussichten - richten, nicht nach sonstigen persönlichen Eigenschaften des Patienten.

 

Evaluierungsbericht zum Anti-Doping-Gesetz

Das Bundeskabinett hat am 2.12.2020 den Evaluierungsbericht zum Anti-Doping-Gesetz mit seinen Resultaten und Schlussfolgerungen beschlossen. Grundlage der vom Bundesjustizministerium mit dem Bundesinnen- und Bundesgesundheitsministerium durchgeführten Evaluation war eine wissenschaftliche Studie, die Professor Kubiciel mit seiner Leipziger Kollegin Hoven auf Beschluss des Deutschen Bundestages zwischen Oktober 2019 und Juni 2020 durchgeführt hat. Beide Wissenschaftler haben sämtliche Akten deutscher Staatsanwaltschaften ausgewertet, die Verfahren zum sog. Selbstdoping betreffen, und 18 Interviews mit ExpertInnen der Staatsanwaltschaften, der Gerichte, des Bundeskriminalamts, der Zollbehörden sowie von Sportverbänden und Athletenvereinigungen geführt.

Mehr zum Bericht erfahren Sie auf der Seite der Bundesregierung sowie auf der Seite des BMJV.

 

Besprechung der zweiten Raser-Entscheidung

Ferner erschien im Dezember eine Besprechung der zweiten Raser-Entscheidung des BGH von Professor Kubiciel in der Juristenzeitung, die sich kritisch mit der topischen Argumentation der Gerichte bei der Feststellung des bedingten Tatvorsatzes auseinandersetzt.
 

 

November/Dezember 2020

Virtuelle Vortragsreihe: Aktuelles Strafrecht im Fokus

In den letzten drei Jahren hat es sich das Institut zur Tradition werden lassen, unsere Studierenden an drei Abenden über aktuelle kriminalpolitische und strafrechtswissenschaftliche Fragestellungen zu informieren. Auch im kommenden Semester ist es uns gelungen, hochkarätige Referentinnen und Referenten für drei spannende Themen zu gewinnen. Aufgrund der gegenwärtigen Lage werden die Vorträge zwar live, aber digital (mittels Videotechnik und Streaming) durchgeführt werden.

 

Dienstag, 17.11.2020, 18 Uhr (s.t.)
Die Triage als strafrechtliches Problem
Referent: Prof. Dr. Till Zimmermann, Universität Trier

 

Videoaufzeichnung des Vortrags von Professor Zimmermann vom 17. November 2020:

"Die Triage als strafrechtliches Problem" Prof. Dr. Till Zimmermann

 

 

Dienstag, 24.11.2020, 18 Uhr (s.t.)
Kindersoldaten – Phänomen und strafrechtliche Herausforderung
Referentin: Dr. Laura Neumann, Vertretungsprofessorin Universität Leipzig

 

Videoaufzeichnung des Vortrags von Dr. Neumann vom 24. November 2020:

"Kindersoldaten – Phänomen und strafrechtliche Herausforderung" Dr. Laura Neumann

 

 

Dienstag, 1.12.2020, 18 Uhr
Sexualisierte Gewalt gegen Kinder
Referentin: Prof. Dr. Tatjana Hörnle, M.A. (Rutgers), Geschäftsführende Direktorin des Max-Planck-Instituts zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht, Freiburg i. Br.

 

Videoaufzeichnung des Vortrags von Professorin Hörnle vom 01. Dezember 2020:

"Sexualisierte Gewalt gegen Kinder" Prof. Dr. Tatjana Hörnle, M.A. (Rutgers)

 

 

 

Plakat "Aktuelles Strafrecht im Fokus 2020" © Universität Augsburg

November 2020

Digitale Schwangerschaftskonfliktberatung während und nach der Pandemie

Die Schwangerschaftskonfliktberatung gem. § 219 StGB bildet die verfassungsrechtliche Grundlage des § 218a StGB, der Schwangeren einen straffreien Abbruch innerhalb der zwölf Wochen der Schwangerschaft ermöglicht. Während der ersten Welle der CoVid-19-Pandemie stellte sich die Frage, was Frauen tun sollen, die wg. geschlossener Beratungsstellen, Reisebeschränkungen oder aus individuellen (gesundheitlichen) Gründen eine Reise zu den (oft weit entfernten) Beratungsstellen nicht antreten können.
Im März fielen daher ad hoc Entscheidungen, die u.a. eine Beratung per Telefon oder WhatsApp, Facetime etc. ermöglichten, obwohl die ganz herrschende Meinung in der Rechtswissenschaft eine „räumliche Nähe“ zwischen BeraterIn und Schwangeren verlangt und eine telefonische Beratung explizit ausschließt.
Ein von Prof. Kubiciel im Auftrag von donum vitae e.V. verfasstes Rechtsgutachten zeigt auf, dass eine Präsenzberatung weder verfassungs- noch strafrechtlich erforderlich ist. Die Konfliktberatung soll Frauen keine Hürden in den Weg legen, sondern ihnen ein Hilfsangebot unterbreiten. Dies ist auch auf einigen, indes nicht allen digitalen Wegen möglich. Das Gutachten macht aber auch deutlich, dass selbst in der Ausnahmelage der Pandemie geltendes Verfassungs- und Strafrecht nicht einfach außer Kraft gesetzt werden darf. Forderungen, auf die Konfliktberatung kurzerhand zu verzichten, wie sie im Frühjahr zu vernehmen waren, sind daher zurückzuweisen. Die Folgen der Pandemie sind innerhalb des geltenden Verfassungsrahmens zu bewältigen, nicht durch dessen Außerkraftsetzung.

Nähere Informationen finden Sie hier: https://www.donumvitae.org/service/rechtsgutachten

 

 

Goltdammer's Archiv 9/2020 © Universität Augsburg

Oktober 2020

Der Beleidigungstatbestand: Partielle Reform oder grundlegende Revision?

Im Oktober erschien in Goltdammer’s Archiv für Strafrecht ein Aufsatz von Dr. Großmann, in dem er die im Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität vorgesehene Änderung von § 185 StGB analysiert und auf die Reformvorschläge des Bayerischen Staatsministeriums der Justiz eingeht. Der Beitrag schließt mit einem eigenen Formulierungsvorschlag für eine Neufassung des Beleidigungstatbestands. Nach dem Entwurf von Dr. Großmann sollte der Anwendungsbereich von § 185 StGB auf besonders gravierende Beleidigungsformen begrenzt und die Begehung „einfacher“ Beleidigungen im Übrigen entkriminalisiert werden. 

 

Neuigkeiten aus der Lehre

Transfer

Nach seiner Tätigkeit als Strafverteidiger in einer auf das (internationale) Wirtschaftsstrafrecht spezialisierten Sozietät hat Professor Kubiciel eine umfangreiche Beratungstätigkeit entfaltet.

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Augsburger Papiere zur Kriminalpolitik

Die "Augsburger Papiere zur Kriminalpolitik" (APzK) enthalten Stellungnahmen zu aktuellen kriminalpolitischen Fragestellungen. Sie gehen hervor aus Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen des Bundes und der Länder oder zu Initiativen der Europäischen Union.

Lehrbeauftragte

Hier finden Sie alle Lehrbeauftragten, die dem Lehrstuhl Prof. Dr. Dr. h.c. Michael Kubiciel zugeordnet sind:

- Prof. Dr. Werner Leitner
- Dr. Christoph Ebert
- Dr. Szabolcs Petrus
- Dr. Klaus Winkler

Lehrstuhlinhaber | Geschäftsführender Direktor des Instituts für die gesamte Strafrechtswissenschaft
Prof. Dr. Dr. h. c. Michael Kubiciel - Lehrstuhl für Deutsches, Europäisches und Internationales Straf- und Strafprozessrecht, Medizin- und Wirtschaftsstrafrecht

Kontakt Sekretariat:

Tel.: +49 (0) 821 598-4561
Email: inge.rystau@jura.uni-augsburg.de

 

Wegen der Pandemie ist der Lehrstuhl z. Zt. nur begrenzt telefonisch erreichbar. In dringenden Fällen senden Sie uns bitte eine E-Mail. Bleiben Sie gesund!

 

 

Hausanschrift:

Universitätsstraße 24
Gebäude H - Zimmer 2035
86159 Augsburg

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