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Gemeinschaftsprojekt mit dem Lehrstuhl Deutsch als Zweit- und Fremdsprache Prof. Dr. Kristina Peuschel, und des Interdisziplinären Zentrums für Palliative Versorgung, Universitätsklinikum Augsburg.

 

Erläuterung

Kommunikative Fähigkeiten sind ein zentraler Bestandteil des medizinischen Alltags und entscheidend für die Qualität der Beziehung zwischen den handelnden Personen verschiedener Gesundheitsberufe und den Patient:innen. Sie stellen ein wesentliches Feld medizinischer Professionalität dar, auf dessen Grundlage sich fachliche Kompetenz weiterentwickeln kann. Für Patient:innen sind die kommunikativen Fähigkeiten der (be)handelnden Personen hochrelevant, zum Teil sogar bedeutsamer als die fachliche Kompetenz, die Patient:innen nicht so leicht beurteilen können. Diesen Anforderungen wird heute in den Curricula der medizinischen Aus- und Weiterbildung Rechnung getragen. Kommunikative Kompetenzen lassen sich nachweislich verbessern, wenn sie möglichst früh ausgebildet und dann kontinuierlich weiterentwickelt werden. 

 

Vor diesem Hintergrund wird 2021 für das interprofessionelle Team des Zentrums für palliative Versorgung des Universitätsklinikums Augsburg ein mehrteiliges, longitudinales Kommunikationsseminar „Gelingende Kommunikation im klinischen Alltag“ angeboten. Dieses folgt dem Trainingskonzept Lingva Eterna® und basiert auf den drei Säulen Präsenz, Klarheit und Wertschätzung.

Ziele

Die Fortbildungsveranstaltung wird sprachwissenschaftlich durch pre-post Gesprächsanalysen begleitet, welche die Interaktion der Mitarbeiter:innen mit den Patient:innen in den ersten Kontaktmomenten untersucht. Im Fokus stehen dabei gesprächsanalytische Kategorien wie beispielsweise Fragetyp, Fachwortgebrauch, Satzbau und die Verwendung einzelner Wortarten (z.B. Partikeln). Zusätzlich zu der sprachwissenschaftlichen Analyse werden Zusammenhänge von Stressempfinden und die Resilienzentwicklung der Teilnehmenden mittels begleitend eingesetzter Fragebögen ermittelt.

Die Ergebnisse der Sprachanalyse sollen für die Entwicklung der kommunikativen Kompetenz von Medizinstudierenden Verwendung finden.

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