Große Werke der Literatur / Große Werke des Films
Ringvorlesung der Universität Augsburg
Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft / Lehrstuhl für Amerikanistik
Große Werke der Literatur
Die Ringvorlesung, in Augsburg inzwischen eine Institution, will an interessante Literatur heranführen, das Monumentale verlebendigen und näherbringen, das Schwierige auflösen, aber auch Verständnis für das Widersprüchliche oder Sperrige wecken. Grundsätzlich sollen Werke aus verschiedenen Nationalliteraturen vorgestellt werden. Und immer geht es, bei aller wissenschaftlichen Fundierung, um Anschaulichkeit und ganz einfach Freude am Lesen. Dass die Vortragenden ihre Themen frei gewählt haben, ist dafür sicher eine gute Voraussetzung.
Große Werke des Films
130 Jahre nach den ersten öffentlichen Vorführungen ist der Film längst als eigenständige Kunst anerkannt, die ihre ‚Großen Werke‘ ebenso hervorgebracht hat wie die Literatur, die Musik oder die bildende Kunst. Über die Epochen- und Genregrenzen hinweg hat sich ein Kanon von Werken herausgebildet, der als Bezugsgröße für die Einordnung und Beurteilung von Filmen fungiert, der aber auch immer wieder aufs Neue befragt und revidiert werden muss. Die Ringvorlesung, die Vortragende aus verschiedenen literatur-, medien- und kunstwissenschaftlichen Disziplinen vereint, will diesen dynamischen Prozess der Kanonbildung, –fortschreibung und –revision mitgestalten, indem sie etablierte Filme neu interpretiert und aktuelle Filme für den Kanon vorschlägt.
Aktuell
PROGRAMMANKÜNDIGUNG FÜR DAS SOMMERSEMESTER 2026
Große Werke des Films V
Veranstaltungsort/-zeit: Stadtbücherei Augsburg, 18:30-20:00 Uhr
22. April 2026 | Max Richter (Augsburg): Park Chan-wook, Decision to Leave / Die Frau im Nebel (2022)
Als sich der schlaflose Ermittler in seine Hauptverdächtige verliebt, weicht die Lösung des Kriminalfalls Täuschung, Illusion und Begehren. Zwischen Murder-Mystery und Porträt einer Obsession entwirft Park Chan-wook einen Neo-Noir, der Klischee und Subtilität kunstfertig vereint.
24. Juni 2026 | Ina Hagen-Jeske (Augsburg): Gary Winick, Bride Wars – Beste Feindinnen (2009)
Vom Antrag bis zum makellosen Brautlook wetteifern zwei Freundinnen um die perfekte Hochzeit. Sie mutieren zu sogenannten Bridezillas, die fast das Wesentliche aus dem Blick verlieren. Eine Komödie zwischen Kapitalismuskritik und stereotypen Geschlechterrollen.
15. Juli 2026 | Matthias Löwe (Augsburg): Charlie Chaplin, Modern Times (1936)
Charlie Chaplins Klassiker Modern Times (1936) handelt von ausbeuterischer Fließbandarbeit und der Great Depression in den USA. Zugleich ist Modern Times ein nostalgischer Stummfilm, mit dem sich Chaplin vergeblich gegen den Siegeszug des Tonfilms in Hollywood wehrte.