Ringvorlesung der Universität Augsburg
Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaft / Lehrstuhl für Amerikanistik

 

 

© Universität Augsburg

Große Werke der Literatur

 

Die Ringvorlesung, in Augsburg inzwischen eine Institution, will an interessante Literatur heranführen, das Monumentale verlebendigen und näherbringen, das Schwierige auflösen, aber auch Verständnis für das Widersprüchliche oder Sperrige wecken. Grundsätzlich sollen Werke aus verschiedenen Nationalliteraturen vorgestellt werden. Und immer geht es, bei aller wissenschaftlichen Fundierung, um Anschaulichkeit und ganz einfach Freude am Lesen. Dass die Vortragenden ihre Themen frei gewählt haben, ist dafür sicher eine gute Voraussetzung.

Große Werke des Films

 

130 Jahre nach den ersten öffentlichen Vorführungen ist der Film längst als eigenständige Kunst anerkannt, die ihre ‚Großen Werke‘ ebenso hervorgebracht hat wie die Literatur, die Musik oder die bildende Kunst. Über die Epochen- und Genregrenzen hinweg hat sich ein Kanon von Werken herausgebildet, der als Bezugsgröße für die Einordnung und Beurteilung von Filmen fungiert, der aber auch immer wieder aufs Neue befragt und revidiert werden muss. Die Ringvorlesung, die Vortragende aus verschiedenen literatur-, medien- und kunstwissenschaftlichen Disziplinen vereint, will diesen dynamischen Prozess der Kanonbildung, –fortschreibung und –revision mitgestalten, indem sie etablierte Filme neu interpretiert und aktuelle Filme für den Kanon vorschlägt.

Aktuell

PROGRAMMANKÜNDIGUNG FÜR DAS WINTERSEMESTER 2026/2027

Große Werke der Literatur XIX

 

Veranstaltungsort/-zeit: Stadtbücherei Augsburg, 18:30-20:00 Uhr

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21. Oktober 2026 | Tobias Döring (München): Marina Warner, Indigo or Mapping the Waters / Indigo oder die Vermessung der Wasser (1993)

Ein Schiffbruch mit Zuschauern, eine Insel voller Klänge, eine Familiensaga mit Zauberin und ein Meer aus Geschichten: die britische Autorin Marina Warner schlägt große Bögen zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert, zwischen Alter und Neuer Welt, von Shakespeare bis zu Malcolm X.

 

 

11. November 2026 | Nora Zapf (Augsburg): Clarice Lispector, Água viva/Aqua viva. Ein Zwiegespräch (1973)

Erfahrung schreibt sich, "kühl [...] wie ein Bach, der um sich selbst zittert". So die brasilianische Autorin Clarice Lispector in ihrem Roman, dessen an Virginia Woolf geschulter Bewusstseinsstrom das Denken als Lebensfluss poetisiert und damit das Heute erfindet.

 

 

02. Dezember 2026 | Katja Sarkowsky (Augsburg): Elif Shafak, There Are Rivers in the Sky / Am Himmel die Flüsse (2024)

Es beginnt mit einem Regentropfen im 7. vorchristlichen Jahrhundert. Zwischen Themse und Tigris spannt die türkisch-britische Autorin Elif Shafak einen Bogen vom assyrischen Reich bis in die Gegenwart und erzählt eine Geschichte, in der Wasser zum Sinnbild der Zerbrechlichkeit, aber auch der Kraft menschlichen Daseins wird.

 

 

13. Januar 2027 | Anna Kathrin Bleuler (Augsburg): Hartmann von Aue, Iwein (um 1200)

Im Zentrum des Romans steht ein Brunnen mit einer magischen Quelle, der Ort der ritterlichen Bewährung ist und den Übergang zwischen Diesseits und mythischer Anderswelt markiert. Im Vortrag werden dessen symbolische Dimensionen und narrative Funktionen vor dem Hintergrund mittelalterlicher Erzähltradition vorgestellt.

 

03. Februar 2027 | Eva Matthes (Augsburg): Caroline Wahl, 22 Bahnen (2023)

Caroline Wahls breit rezipierter Debütroman 22 Bahnen nahm Platz 1 auf den Bestsellerlisten ein und wurde bereits verfilmt. In ihrem schwierigen Alltag haben Wasser und das Schwimmen für die Protagonistin dieser Coming-of-Age-Geschichte eine zentrale Katalysatorfunktion.

Anfahrt

(c) Stadtbücherei Augsburg

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