Herr Hubert, Sie sind als Geschäftsführer des Instituts für Fort- und Weiterbildung an der
KSH München tätig. Können Sie kurz beschreiben, wie Ihr Arbeitsalltag aussieht und welche
Aufgaben dazu gehören?
Ich darf zusammen mit einem tollen Team Weiterbildungen für Beschäftigte im Sozialsektor anbieten. Der Arbeitsalltag bringt mich in Kontakt mit vielen Menschen, u.a. Professor*innen, Lehrbeauftragten, Netzwerkpartner*innen aus Sozialen Organisationen, Kund*innen und auch mit anderen Hochschulen. Ich beobachte Trends und Märkte, bin verantwortlich für die internen Strukturen des Instituts und dafür, dass die Angebote sichtbar sind. Und natürlich geht es um die Entwicklung von neuen Programmen gemeinsam mit den Kolleg*innen.
Wie sind Sie in den Bereich der Weiterbildung gekommen und welchen Berufsweg haben Sie
ursprünglich geplant?
Der Bildungsbereich hat mich beruflich immer begleitet. Vor meiner derzeitigen Aufgabe habe ich den Bereich Entrepreneurship Education im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft geleitet, aber auch Internationale Zusammenarbeit und berufliche Bildung waren Themen, um die ich mich gekümmert habe. Da ich neue Themen immer sehr spannend finde, war mir klar: Der Weiterbildungsbereich an der KSH München reizt mich ungemein.
Welche Inhalte und Themen bringen Sie in Ihre Arbeit als Führungskraft ein?
Thematisch beschäftige ich mich mit den Schwerpunkten Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege. Aktuell beschäftigt mich der Einfluss von KI auf diese Bereiche und was das für Weiterbildungen bedeutet. KI hat aber auch für uns als Team Bedeutung. Es geht um die Fragestellung, wie wir die Struktur und die Zusammenarbeit des Instituts weiterentwickeln und wie künstliche Intelligenz uns dabei unterstützt.
Wie sehr ist Ihre jetzige Berufstätigkeit durch Ihr Studium geprägt?
Direkt wende ich Studieninhalte sicherlich nicht besonders häufig an. Mir hat das Studium jedoch geholfen, zu lernen, sich mit neuen und komplexen Sachverhalten auseinanderzusetzen. Am Ende unterscheidet sich eine pädagogische Theorie gar nicht so sehr von einem Marketingkonzept. Um wen geht es? Was ist das Ziel? Wie kommen wir dahin? Der Grundgedanke ist doch recht ähnlich.
Wo sehen Sie sich beruflich in 10 Jahren?
Die Dinge verändern sich derzeit sicherlich schneller als noch vor einigen Jahren. Ich finde das total spannend, bei Entwicklungen wie KI oder Nachhaltigkeitsthemen dabei sein zu dürfen. Da würde ich gerne auch in 10 Jahren sein: Bei den Themen, die dann aktuell sind, ganz nah dran sein.
Welche Tipps haben Sie für eine gute Work-Life-Balance?
Ich bin der Meinung, dass Resilienz und Work-Life-Balance sind sehr individuelle Themen sind. Wie das gelingt, hängt stark von Berufsfeld, persönlichen Zielen, individueller Wahrnehmung und vom eigenen Umfeld ab. Man sollte gut in sich hinein hören und ehrlich zu sich selbst sein.
Welchen Tipp können Sie Studierenden zur Berufsorientierung geben? Wie sind Sie dabei vorgegangen/was hat Ihnen geholfen?
Sammelt Erfahrungen. Probiert Dinge aus. Auch Dinge, die ihr euch vielleicht auf den ersten Blick gar nicht so sehr vorstellen könnt. Und vor allem: Vernetzt euch. Helft einander und sucht euch Hilfe. Am allerwichtigsten: Habt Spaß!
Mehr über die Person und die Möglichkeit, sich zu vernetzen:
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