Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Kriminologie und Sanktionenrecht

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Lehre und Studium

Hier erfahren Sie alles zu den Lehrangeboten des Lehrstuhls.

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Forschung

Es gibt viele spannende Themen - wir forschen vor allem in den hier erwähnten Gebieten ...

Bücher im Regal

Aktuelle Meldungen

Neue internationale Publikation ...

In einem englischsprachigen Artikel im "International Journal of Law, Crime and Justice" hat sich Prof. Kaspar gemeinsam mit Panagiotis Derisiotis mit den Chancen und Risiken des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz im Strafrecht auseinandergesetzt. Der Beitrag ist Open Access erschienen und über das Klicken des Pfeillinks verfügbar.

Innocence Project Deutschland -

Heute, am 2. Oktober, ist Wrongful Conviction Day – der internationale Aktionstag, der auf Fehlurteile, ihre Ursachen und ihre Folgen für unschuldig verurteilte Menschen und ihre Familien aufmerksam macht.
Fehlurteile haben unterschiedliche Ursachen. Falsche Geständnisse, fehlerhafte Zeugenaussagen, problematische forensische Gutachten oder Fehler bei Ermittlungen können dazu beitragen, dass Menschen für Taten verurteilt werden, die sie nicht begangen haben.
Und die Folgen enden nicht mit einem Freispruch. Jahre in Haft können nicht zurückgegeben werden. Die Auswirkungen auf Familie, Gesundheit, berufliche Perspektiven und das Vertrauen in andere Menschen können Betroffene noch lange nach ihrer Entlassung begleiten.
Ein Rechtsstaat zeigt sich nicht daran, dass er keine Fehler macht. Sondern daran, wie er sie findet und korrigiert.
Genau daran arbeiten wir beim Innocence Project Deutschland:
mit unabhängiger Fallarbeit, Forschung und Fortbildungen für Menschen, die im Strafverfahren Verantwortung tragen. Wir wollen mögliche Fehlurteile aufarbeiten – und zugleich dazu beitragen, ihre Ursachen besser zu verstehen und Fehler künftig zu verhindern.
Der Wrongful Conviction Day steht deshalb für uns für drei Dinge:
Aufklärung. Reform. Gerechtigkeit.
Was ein Fehlurteil für einen Menschen bedeutet, endet nicht mit einem Freispruch. Darüber haben wir gestern in unserem Live-Talk mit Amanda Knox gesprochen.
Live-Talk mit Amanda Knox ansehen: https://www.youtube.com/watch?v=ot2xOvf-hu4&t=1989s
Amanda Knox berichtet über ihre Erfahrungen mit Vernehmungen, Haft und dem Leben nach ihrem Freispruch. Im Gespräch geht es außerdem darum, wie falsche Geständnisse entstehen können, welche Folgen ein Fehlurteil langfristig hat und welche Fragen sich daraus für das deutsche Strafverfahren ergeben.
Diese Arbeit braucht Zeit, Expertise und Unabhängigkeit. Und sie braucht Unterstützung. Engagieren Sie sich gemeinsam mit uns gegen Fehlurteile.
Werden Sie Fördermitglied! https://innocence-deutschland.de/foerdermitglied-werden
Und lassen Sie uns gemeinsam gegen Fehlurteile kämpfen.
Mit den besten Grüßen
Das Team des Innocence Project Deutschland

Gedenken an Claus Roxin

Am Wochenende des 18./19. September nahm Prof. Kaspar am Gedenk-Symposium für den 2025 verstorbenen Claus Roxin in Berlin teil. Im Rahmen der denkwürdigen und bewegenden Veranstaltung, die von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Luis Greco (Humbold-Universität Berlin) organisiert wurde, beleuchteten zahlreiche Vortragende aus dem In- und Ausland das Schaffen Claus Roxins, des weltweit bekanntesten und einflussreichsten deutschen Strafrechtswissenschaftlers. In Prof. Kaspars Vortrag wurden Roxins Gedanken zu den Rechtsfolgen der Straftat analysiert. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung waren sich einig, dass die Stimme Roxins im Einsatz für ein liberales, humanes und rational begründetes Strafrecht fehlen wird.

Gedenken an Claus Roxin

Japanische Delegation von Strafrechtlern zu Gast in Augsburg

Am Montag, den 14.9.2026 empfing Prof. Kaspar eine hochrangige Delegation japanischer Strafrechtsprofessoren in Augsburg, um mit ihnen über das deutsche Jugendstrafrecht zu sprechen. Die Gruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Mutsumi Kurosawa von der Meiji-Universität Tokyo interessierte sich dabei vor allem für die Behandlung sog. Heranwachsender, also der Altersgruppe der 18- bis 21jährigen Straftäter.

Japanische Delegation von Strafrechtlern zu Gast in Augsburg

Neuerscheinung Casebook "Strafrecht Allgemeiner Teil" in der 3. Auflage 2026

Das Casebook stellt anhand der Leitentscheidungen des BGH die zentralen Rechtssätze des Allgemeinen Teils des Strafrechts dar und ordnet sie in ihren rechtlichen Kontext ein. Nach einer kurzen Darstellung des Sachverhalts und der sich hieraus ergebenden rechtlichen Probleme folgen die maßgeblichen Entscheidungsgründe. Die Entscheidung selbst wird sodann in ihren juristischen Kontext eingeordnet, der Streitstand voll entfaltet und die dazu vertretenen Ansichten prägnant dargestellt. Die Darstellung schließt mit Hinweisen zur Vertiefung. Transferfragen dienen der Überprüfung des Gelernten.

Das Buch richtet sich an Studierende im Grund- und Hauptstudium, die sich ein Rechtsgebiet anhand der Leitentscheidungen erschließen wollen und an Examenskandidat:innen zur Vorbereitung auf die Prüfung.

Das von Prof.Dr. Johannes Kaspar und Prof. Dr. Tobias Reinbacher ist bei NomosCasebook unter ISBN 978-3-7560-0200-9 in der 3.Auflage 2026 erhältlich.

Rückschau Prozessrollenspiel

Auch im Sommersemester 2026 fand wieder die Veranstaltung „Prozessrollenspiel Strafverfahren“ unter der Leitung von RAin Dr. Lajtkep, RAin Dr. Schaal und RA Dr. Schreiber am Lehrstuhl von Prof. Dr. Kaspar statt. Unterstützung kam auch wieder durch Herrn Dr. Zehendner von der Staatsanwaltschaft Augsburg.
Die 16 Teilnehmenden erhielten zunächst in einer 4-teiligen Vortragsreihe durch die PraktikerInnen wertvolle Einblicke in die Strafjustiz. Dabei wurde neben Verteidigung, Staatsanwaltschaft und Gericht auch die Opfervertretung thematisiert. Ein Schwerpunkt der Veranstaltung ist der Fokus auf den Täter-Opfer-Ausgleich, der in der regulären Ausbildung oft zu kurz kommt und sowohl für TäterInnen als auch für das Opfer eine besondere Form der Beeinflussung des Strafprozesses darstellt.
Der besondere Höhepunkt des Prozessrollenspiels war wie immer die Durchführung simulierter Hauptverhandlungen auf Basis von vier abwechslungsreichen Originalakten. In authentischer Gerichtsatmosphäre, dank der Räumlichkeiten des Landgerichts Augsburg, konnten die Studierenden die vier echten Fälle selbst verhandeln. Neben Gericht, Staatsanwaltschaft, Nebenklagevertretung und Verteidigung wurden auch die Rollen der Angeklagten sowie der ZeugInnen von den TeilnehmerInnen selbst erfüllt. Sie zeigten dabei neben juristischem Gespür auch beachtliches schauspielerisches Talent.
Die Veranstaltung bot Raum, das im Studium erworbene (straf-)prozessuale Wissen praktisch anzuwenden und gleichzeitig wertvolle Erfahrungen sowie praxistaugliche Tipps für die zukünftige juristische Laufbahn in lockerer Atmosphäre zu sammeln.
- Maren Holzapfel, Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Prof. Kaspar

„Besonders gut gefallen hat mir, dass wir die Fälle nicht nur theoretisch besprochen, sondern tatsächlich in einem Gerichtssaal und in Roben nachgespielt haben. Das Tragen der Robe hat überraschend viel bewirkt. Man hat sich direkt stärker in die eigene Rolle hineinversetzt, die Situation ernster genommen und sich noch mehr als Teil einer Gerichtsverhandlung gefühlt. Dadurch konnte man ein deutlich besseres Gefühl dafür entwickeln, wie eine Verhandlung vor Gericht abläuft, wie die Beteiligten miteinander umgehen und wie es sich anfühlt, selbst vor Gericht aufzutreten.“ - Feedback einer Studierenden

Auf der Spur von Fehlurteilen - Werden Sie Teil des Innocence Projects Deutschland!

Immer wieder sorgen Fehlurteile und Justizirrtümer in den Medien und der gesellschaftli-chen Diskussion für Aufsehen – die Fälle Gustl Mollath, Ulvi Kulac oder Harry Wörz, um nur einige Beispiele zu nennen, haben das Vertrauen in die Justiz erschüttert. Irren ist menschlich – aber im Bereich der Strafjustiz sind Fehler jedenfalls dann, wenn sie sich nicht zu Gunsten, sondern zu Lasten des Angeklagten auswirken, besonders folgenreich und po-tenziell existenzvernichtend. Den Ursachen von solchen Fehlurteilen wird bislang zu wenig nachgegangen, und die an sich erforderliche Kultur eines offenen Umgangs mit möglichen Fehlern scheint in der Justiz mitunter nicht besonders stark ausgeprägt zu sein. Das könnte auch einer der Gründe sein, warum der Rechtsbehelf der Wiederaufnahme des Verfahrens gem. §§ 359 ff. StPO, der zur Korrektur von bereits rechtskräftigen, aber möglicherweise fehlerhaft ergangenen Urteilen gedacht ist, von der Justiz eher restriktiv gehandhabt wird. Zugleich sind nur wenige Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger auf die Vorbereitung und Begleitung von Wiederaufnahmeverfahren spezialisiert; auch in der Ausbildung spielt dieser wichtige Themenbereich nur eine geringe Rolle.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf den Pfeillink

Impressionen Sommersemester 2026 "Prozessrollenspiel Strafverfahren"

Das Urteil wird verkündet
Das Urteil wird verkündet © Universität Augsburg
Der Nebenklagevertreter trägt vor
Der Nebenklagevertreter trägt vor © Universität Augsburg
Eine Zeugin wird befragt
Eine Zeugin wird befragt © Universität Augsburg
Die Robenrollen stellen sich vor
Die Robenrollen stellen sich vor © Universität Augsburg
Gruppenfoto der Teilnehmenden
Gruppenfoto der Teilnehmenden © Universität Augsburg
Plädoyer der Verteidigerin
Plädoyer der Verteidigerin © Universität Augsburg
Verhandlung vor dem Schwurgericht
Verhandlung vor dem Schwurgericht © Universität Augsburg
Prof. Dr. Johannes Kaspar
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