Private Enforcement of European Competition and State Aid Law: Current Challenges and the Way Forward

(...) Das durch das Erasmus+ Programm der Europäischen Union geförderte Jean‐Monnet Centre of Excellence „European Integration – Rule of Law and Enforcement“ (INspiRE) befasst sich mit der Durchsetzung des EU-Rechts in den Mitgliedstaaten.

 

Die erste von zwei Konferenzen widmete sich der privaten Durchsetzung des europäischen Kartell- und Beihilfenrechts.Am ersten Tag wurden die Entwicklungen der jüngeren Zeit, namentlich nach Umsetzung der sog. Kartellschadensersatzrichtlinie, sowie verbleibende Hürden bei der Durchsetzung von Art. 101, 102 AEUV in verschiedenen EU-Mitgliedstaaten beleuchtet. Nach einer Vorstellung des Projekts durch Prof. Dr. Thomas M.J. Möllers und Prof. Dr. Wolfgang Wurmnest betrachteten Prof. Dr. Wulf-Henning Roth (Bonn) und Dr. Johannes Holzwarth (GD Wettbewerb) die europäische Ebene. Für die sich anschließenden Länderberichte stellten Prof. Dr. Jens-Uwe Franck (Mannheim), Dr. Erik-Jan Zippro (Amsterdam) und Prof. Dr. Florian Wagner-von Papp (University College London) den Stand in Deutschland, den Niederlanden sowie in England und Wales dar. Dr. Rafael Amaro (Paris Descartes) und Prof. Dr. Enrico Camilleri (Palermo) präsentierten die Rechtslage in Frankreich und Italien. Prof. Dr. Florian Bien (Würzburg), Dr. Tatjana Mühlbach und Dr. Ingo Brinker (beide München) saßen als Chairs den sich anschließenden Diskussionen vor.

Der zweite Tag widmete sich dem europäischen Beihilfenrecht und den dort offenen Fragen der privaten Rechtsdurchsetzung. Dr. Fernando Pastor-Merchante (IE University Madrid) stellte die europäische Perspektive dar, Luca Rossi die Sichtweise der Europäischen Kommission. Einblick in spezifisch nationale Probleme gaben Länderberichte zur Situation in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und den Niederlanden von Prof. Dr. Sebastian Unger (Bochum), Prof. Dr. François Lichère (Jean Moulin Lyon III), Prof. Dr. Roberto Caranta und Benedetta Biancardi (beide Turin), Prof. Dr. Luis Arroyo Jiménez (Castilla-La Mancha) sowie Prof. Dr. Willemien den Ouden (Leiden) und Prof. Dr. Jacobine van den Brink (Amsterdam). Dr. Ulrich Soltész, Stéphane Hautbourg (beide Brüssel) und Prof. Dr. Ferdinand Wollenschläger leiteten die Diskussion. Der Tagungsband wird in der Kluwer International Competition Law Series erscheinen.

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