Abstract

Die Arbeit hat zum Ziel, dramalinguistische Ansätze für einen inklusiven Italienischunterricht in der Sekundarstufe auf einer theoretischen und einer empirischen Ebene zu untersuchen. Die daraus resultierenden Erkenntnisse dienen als Beitrag eines praxistauglichen, erprobten Konzeptes der inklusiven Italienischdidaktik. Seit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in 2009 wurden schon die ersten fachdidaktischen Erkenntnisse zum Beitrag gelungener gemeinsamer Lernsettings gewonnen. Trotzdem fehlen empirische Studien über konkrete Ansätze der inklusiven fremdsprachlichen Unterrichtsgestaltung. Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich die Arbeit mit der Entwicklung eines Konzeptes zur Anwendung in inklusiven Settings. Als Grundlage des konzeptionellen Models zur Implementierung des inklusiven Unterrichts in der Praxis wird die handlungsorientierte Methode Psychodramaturgie Linguistique (Sprachdramaturgie) eingesetzt, die von dem französischen Pädagogen Bernard Dufeu und seiner Frau Marie entwickelt wurde (vgl. Dufeu 2003). Die empirische Phase des Vorhabens steht im Zeichen der Erprobung des erarbeiteten Unterrichtsmodells und orientiert sich am Design-Based-Research-Ansatz. Dabei kommen Methoden der qualitativen Forschung zum Einsatz. Die Datenerhebung erfolgt mittels teilnehmenden und videounterstützten Unterrichtsbeobachtungen. Aufbauend darauf werden einzelne halbstrukturierte Face-to-Face Interviews mit den Kindern geführt und verfilmt. Zusätzlich wird ein Fragebogen für die Lehrkraft eingesetzt. Die dazu gewonnenen Daten werden trianguliert, um den Forschungsgegenstand mehrperspektivisch zu untersuchen.

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