Mobilität - Kulturkontakt - Austauschbeziehungen

Auch Fragen der Mobilität, des Austauschs und der Zirkulation von Gütern und Wissen widmet das Institut seit seiner Gründung große Aufmerksamkeit. Sie gehen von einer Grundannahme der Kulturgeschichte aus, dass nämlich Weltdeutungs- und Sinnstiftungssysteme nie konstant sind, sondern durch Berührung mit alternativen Systemen immer wieder in Frage gestellt und neu ausgehandelt werden, also einem stetigen Wandel unterliegen. Friedliche wie konflikthafte Begegnungen sind somit ein wichtiges Themenfeld der Kulturgeschichte, das Aufschluss gibt über die Art und Weise, wie Menschen ihre Kontakte gestalten, sich auf dieser Grundlage neu über sich selbst und ihre Welt verständigen und sich Elemente bislang unbekannter kultureller Systeme aneignen. Dazu gehört auch die Frage nach den jeder Aneignung zugrunde liegenden Übersetzungsleistungen, die in ihrer Situationsgebundenheit analysiert werden müssen.

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