Kultur- und Wissensgeschichte des Wassers

Wasser gehört zweifellos zu den grundlegenden Ressourcen menschlicher Gemeinschaften. Es diente und dient nicht nur als Trinkwasser und somit als Lebensgrundlage, sondern auch der Bewässerung von Feldern und Gärten, als Transportmittel, als Antrieb von Maschinen und vieles mehr. Zugleich stellt es aber auch eine bedrohliche Naturgewalt dar, die sich etwa in Überflutungen manifestiert. Das Wasser zu beherrschen, es sich nutzbar zu machen und zugleich sein Bedrohungspotential zu minimieren, war somit auch in der Vergangenheit eine Herausforderung, die Konflikte hervorrufen konnte und deren Bewältigung spezifisches Wissen erforderte, das unter anderem in obrigkeitlichen Regulierungsbemühungen resultierte. Diese Beobachtungen gelten auch für Augsburg, das seit dem Mittelalter über eine komplexe Wasserwirtschaft verfügte, die inzwischen zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Für eine kulturhistorische Betrachtung der Wasserwirtschaft bietet sich aber vor allem eine europäisch vergleichende Analyse an. Der diesjährige Tag der Europäischen Kulturgeschichte widmet sich dieser Thematik anhand unterschiedlicher Fallbeispiele und Zugangsweisen, die vielfältige Perspektiven für künftige Forschungsvorhaben bereithalten.

 

Programm: 11. Juli 2022 13.30 bis ca. 18.00 Uhr

Ort: Raum 212, Geb. F1, Eichleitnerstr. 30, 86159 Augsburg (inkl. Möglichkeit der Online-Teilnahme. Die Anmeldung zur Veranstaltung erfolgt über folgende E-Mail-Adresse: sekretariat[at]iek.uni-augsburg.de. Nach der Anmeldung werden Ihnen die Zugangsdaten rechtzeitig vor Beginn der Veranstaltung mitgeteilt.)

 

13:30 Uhr

Impulsvortrag

Auf ein Glas Wasser

Jens Soentgen (Augsburg)

 

 

Perspektiven

Wasserwissen. Forschungsperspektiven für das IEK

Ulrich Niggemann/Lothar Schilling (Augsburg)

 

Bäche und Kanäle im Stadtwald Augsburg und deren kulturhistorische Bedeutung

Nicolas Liebig (Augsburg)

 

Diskussion

15.15 Kaffeepause

 

Wasserkulturen im Europa des 17. Jahrhunderts. Hydraulik und territoriale Herrschaft 

Christian Wieland (Schwäbisch-Gmünd)

 

Experte und Ingenieur: die Figur des Wasserphilosophen in frühneuzeitlichen Städten

Davide Martino (Cambridge)

 

„Das Meer wäscht alles Übel vom Menschen ab“? Eine Kultur- und Umweltgeschichte der Wasserverschmutzung

Simone Müller (München)

 

17.15 Schlussdiskussion

 

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