14.06.2021 | 18-20 Uhr | "Das ist natürlich schon so, dass die Gesellschaft sozusagen Fakten schafft, mit der Beteiligung der AfD, dem Unmut über die Migrationspolitik" - Rassismustheoretische Reflexionen von Gruppendiskussionen mit Journalist*innen

Prof. Dr. Karin Scherschel (Lehrstuhl Flucht- und Migrationsforschung, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt)

Spätestens mit der Iranischen Revolution 1979 entdeckten die Medien den Islam als Gegenstand der Berichterstattung. Seither sind Inszenierungen des Islam als bedrohlich ebenso Teil medialer Präsentationen wie eine Kritik an seiner eindimensionalen Darstellung. Der Vortrag beleuchtet aus rassismustheoretischer Perspektive und auf Basis empirischer Befunde die Frage, wie diskursgestaltende Medienschaffende diese Inszenierungen wahrnehmen. Die Analyse zeigt, dass u.a. Medienschaffende zwar eine differenzierte Kritik antizipieren, aber dennoch Zugeständnisse an eine Leser: innenschaft machen, die ihnen Verharmlosungen islamistischer Gewalt vorwirft.

uniinterne Veranstaltung

 

31.05.2021 | 18-20 Uhr | Racial B/Order: Europas Grenzregime und seine rassifizierte Grenzgewalt

Prof. Dr. Sabine Hess (Direktorin des Göttingen Centers for Global Migration StudiesMethodenzentrum Sozialwissenschaften)

Vor dem Hintergrund laufender Forschungsprojekte nimmt der Vortrag zentrale Dynamiken des EU-europäischen Grenzregimes in Reaktion auf den langen Sommer der Migration 2015 in den Blick. Er fragt nach den zugrundeliegenden rassialisierten Ordnung sowie rassifizierenden Effekten.

uniinterne Veranstaltung

 

29.05.2021 Tag der Friedenssicherungskräfte der Vereinten Nationen

Drei Augsburger Dozenten widmen sich Fragen nach Friedenssicherung und dem Schutz von Menschenrechten: Beteiligt sind der Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht sowie der Lehrstuhl für Politikwissenschaft, Friedens- und Konfliktforschung | 10:00 Prof. Rensmann: Friedenssicherung durch UN-Blauhelme: Eine Erfolgsgeschichte feiert Geburtstag | 10:30 Dr. Lorenzmeier: Menschenrechtsschutz als Bestandteil des Friedensschutzes | 11:00, Prof. Weller: Weltpolitik – was dürfen wir von der UNO erwarten? Digitale Veranstaltung

 

Diversity Tag 2021
Beim jährlich stattfindenden Diversity Tag der Stadt Augsburg ist die Universität Augsburg als Kooperationspartnerin vertreten durch das Büro für Chancengleichheit, das Referat für Gender und Gleichstellung und einzelne Lehrstühle. Anlässlich des diesjährigen DIVERSITY-Tages haben verschiedene Wissenschaftler*innen und Studierende Veranstaltungen auch an den Folgetagen angeboten:

 

19. 05. 2021, 16:00 – 18:00  »WIR SIND ALLE MIGRANT*INNEN. WIE WOLLEN WIR UNSER ZUSAMMENLEBEN GESTALTEN?«
Gespräch mit Dr. habil. Tanja Kloubert (Universität Augsburg) und Prof. Dr. Chad Hoggan (North Carolina State University, USA) Migration verlangt Bereitschaft zum Dazulernen, Neulernen, Umlernen – von uns allen: neu Angekommenen und schon länger hier Lebenden. In einem deutsch-englischen Gespräch zwischen zwei Migrant*innen und Wissenschaftler*innen (einer ist in Augsburg geboren, lebt aber in den USA, die zweite ist eine gebürtige Ukrainerin und lebt ihr ganzes erwachsenes Leben in Deutschland) wird die Frage gestellt, wie wir in unseren pluralen Gesellschaften im Dialog miteinander bleiben – über all unsere Differenzen (hinaus).

Digitale Veranstaltung 

 

19. 05. 2021, 18:30 – 20:30 DAS PATRIARCHAT verLernen – WIE LANGE BIST DU NOCH FEMINIST*IN? Workshop mit Katharina Cibulka
Mit ihren feministischen Installationen auf Baustellen hat die Künstlerin Katharina Cibulka international Aufsehen erregt und fragt immer wieder: Wie lange seid ihr Feminist*innen? In diesem Workshop sprechen wir über Feminismus als Gesellschaftskritik, Protest, Sensibilisierung und Aufruf zur Veränderung. Welche Stereotype und Normen müssen verlernt werden, damit wir in einer gleichberechtigten, sexismusfreien Gesellschaft leben können?
Digitale Veranstaltung 

 

21. 05. 2021, 18:00 – 20:00 ONLINE-VORTRAG »SONST KOMMEN SIE JA ALLE ...«
Migrationspolitische Mythen und steigende Obdachlosigkeit in deutschen Städten mit Prof. Dr. Lisa Riedner.
Dieser Vortrag fragt nach den sozial- und migrationspolitischen Gründen dafür, dass in deutschen Städten immer mehr Menschen – viele von ihnen Migrant*innen – auf der Straße leben müssen. Er zeigt an konkreten Beispielen, wie Ausschlüsse von sozialen Rechten zu Armut und Obdachlosigkeit führen und welche migrationspolitischen Mythen soziale Ausgrenzungspolitik informieren.

 

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