Promotionsprojekt: Die digitale Transformation des Tourismus

Projektverantwortliche

Christina Graß, M.Sc.

Die digitale Transformation des Tourismus -   Konsequenzen und Auswirkungen smarter Technologien auf den Städtetourismus

 

Die Digitalisierung hat massiven Einfluss auf den Tourismus: Im Smart Tourism stehen durch Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) immer mehr Daten in Echtzeit zur Verfügung, die nicht nur das Verhalten der Reisenden transformieren, sondern für alle Akteure der Branche (Hotellerie, Destinationsmanagement, Reiseveranstalter etc.) Veränderungen zur Folge hat. Definiert wird der Smart Tourism häufig als ein neuer Tourismus, bei dem einen Vielzahl an Daten durch fortschrittliche Informationstechnologien (wie IoT, NFC, Beacons, Virtual Reality, Augmented Reality, Künstliche Intelligenz) gesammelt und analysiert werden. Entsprechende Datensätze können schließlich von den touristischen Akteuren genutzt werden, um das Reiseerlebnis der Touristinnen und Touristen zu verbessern, die Wettbewerbsfähigkeit der Reiseziele zu maximieren sowie die Effizienz des Ressourcenmanagements zu erhöhen (Gretzel 2015). In bisherigen Forschungstätigkeiten wurde eine Vielzahl an unterschiedlichen Definitionen und Modellen entwickelt, die die wesentlichen Elemente und Akteure abbilden.

 

In der Smart-Tourism-Forschung fehlt es bislang jedoch an einer grundlegenden Konzeptualisierung und insbesondere Konkretisierung des Begriffs der „Smartness“ von Destinationen. Aufgrund der Popularität des Schlagwortes „smart“ wird der Begriff Smart Tourism bisher immer verwendet, wenn es einen Bezug zu Technologie gibt. Darüber hinaus ist trotz weltweiter Aktivitäten von Smart Tourism in urbanen Destinationen über die Entwicklungen und Aktivitäten sowie zentralen Akteure in deutschen und insbesondere bayerischen Städten wenig bekannt.

 

Hier setzt das Promotionsvorhaben an, welches den Einfluss der digitalen Transformation auf den Städtetourismus untersucht und sich insbesondere der genaueren Annäherung an den Begriff der „Smartness“ von städtischen Destinationen widmet. Ziel ist es, einen Bewertungsmaßstab zu entwickeln, mit dem die „Smartness“ von Reisezielen beurteilt werden kann und damit einen konzeptionellen Beitrag zum jungen Forschungsfeld des Smart Tourism zu leisten. Zudem werden in einem zweiten Schritt mithilfe einer Case Study fünf bayerische Städte hinsichtlich Ihrer Smart-Tourism-Aktivitäten analysiert. In diesem Zuge wird einerseits der Einsatz smarten Technologien im bayerischen Städtetourismus genauer betrachtet und andererseits die Perspektiven der heterogenen Akteure aufgezeigt, die die Digitalisierung fördern, abschließend werden die bayerischen Ergebnisse im internationalen Vergleich bewertet.

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