Antisemitismus: Eine Herausforderung für das Strafrecht

Am 28. Mai 2024 endete die dreiteilige, intradisziplinäre Veranstaltungsreihe "Antisemitismus und Recht" mit einem Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heger (Humboldt Universität zu Berlin). Das Thema der erneut gut besuchten Veranstaltung lautete: "Der 'richtige' Umgang mit Antisemitismus als (straf-)rechtliche Herausforderung in der Bundesrepublik Deutschland". 
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In seinem Überblick über den strafrechtlichen Umgang mit Antisemitismus in der Bundesrepublik Deutschland zeigte Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Heger zunächst historische Entwicklungslinien auf. Im Zentrum seiner strafrechtlichen Überlegungen stand sodann der Tatbestand der Volksverhetzung (§ 130 StGB), der in den 1990er Jahren durch die Einbeziehung der sog. "Auschwitz-Lüge" eine entscheidende Erweiterung erfahren hatte. Der Referent ging auf aktuelle Problematiken ein (z.B. antisemitische Kunst auf der Documenta, antisemitisches Relief an der Stadtkirche Wittenberg, Protestformen gegen die israelische Militäraktion in Gaza) und analysierte abschließend Gesetzesvorhaben zur Erweiterung des § 130 StGB. 

Die Veranstalter der Reihe (Prof. Dr. Phillip Hellwege, Prof. Dr. Arnd Koch, Prof. Dr. Daniel Wolff) danken den Zuhörerinnen und Zuhörern für ihre Teilnahme sowie für die wertvollen Diskussionsbeiträge.

 

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Die Veranstalter

Lehrstuhlinhaber
Prof. Dr. Phillip Hellwege M.Jur. (Oxford) – Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Wirtschaftsrecht und Rechtsgeschichte
Ordinarius
Prof. Dr. Arnd Koch - Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Risiko- und Präventionsstrafrecht sowie Juristische Zeitgeschichte
Juniorprofessor für Öffentliches Recht
Juristische Fakultät

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