Qualifikationsarbeiten

Promotions- und Habilitationsprojekte

Dr. Tamara Zeyer: Mein erster Deutschkurs: Eine empirische Studie zum beruflichen Einstieg von DaF-Lehrkräften (Habilitation, Arbeitstitel)

Die Heterogenität des Unterrichts im DaFZ-Kontext ist enorm und stellt damit eine große Herausforderung insbesondere für angehende Lehrkräfte dar. Riemer hebt das vielfältige Berufsfeld DaF/DaZ in der Welt der Vermittlung der L2 Deutsch sowie die damit verbundene Problematik der Ausgangslage für DaF und DaZ hervor. Sie äußert Zweifel daran, allgemeine Aussagen zur Professionalität von DaF-/DaZ-Lehrkräften treffen zu können (vgl. Riemer 2018, 132). Dennoch können Erkenntnisse über die einzelnen Bereiche der Unterrichtspraxis und Lehrtätigkeit zur Vervollständigung des Professionsverständnisses beitragen. Legutke, Saunders und Schart betonen die Notwendigkeit von Forschungsansätzen, die „die Herausbildung des Professionswissens über längere Zeiträume hinweg verfolgen, individuelle Verläufe in den Blick nehmen und vor allem Methoden der Datenerhebung integrieren, die den Aspekt der Könnerschaft berücksichtigen“ (Legutke, Saunders, Schart 2022, 23). Die Komplexität des Aufgabenfeldes von DaF/DaZ-Lehrpersonen und die Vielfalt der Schwerpunktsetzungen in der Lehrkräftebildung tragen dazu bei, dass die Erforschung der Professionalisierungsprozesse nur in ausgewählten Aspekten zu leisten ist. Darüber hinaus erleben angehende Lehrkräfte ihren beruflichen Einstieg häufig als Einzelkampf: „Nicht selten sind DaF/DaZ-Lehrpersonen weitgehend auf sich allein gestellt, wenn es um die Reflexion ihrer Unterrichtserfahrungen und die damit einhergehende Weiterentwicklung ihrer Lehrkompetenzen im Schulalltag geht“ (Schramm 2020, 693).

Das Erkenntnisinteresse konzentriert sich auf die Entwicklungsprozesse bei der Herausbildung professioneller Kompetenzen von angehenden Lehrkräften in der Einstiegsphase. Im Forschungsprojekt wird untersucht, wie Lehrkräfte ihre ersten praktischen Erfahrungen im DaF-Unterricht sammeln, wie dadurch ihre didaktischen Entscheidungen beeinflusst werden und auf welche Ressourcen sie bei der Vor- und Nachbereitung des Unterrichts zurückgreifen. Die explorative Begleitstudie mit dem Fokus auf Entwicklungsprozesse im Laufe der ersten unterrichtlichen Erfahrungen soll einen tieferen Einblick in die Unterrichtspraxis angehender Lehrkräfte ermöglichen, auf deren Basis Unterstützungsmaßnahmen für den Berufseinstieg zukünftiger Lehrkräfte entwickelt werden. (Annahme als Habilitandin: April 2025)
 
Literatur:
Legutke, Michael; Saunders, Constanze; Schart, Michael (2022): „Zwischen den Disziplinen: Anmerkungen zur Fachspezifik des Professionswissens von Fremdsprachenlehrkräften“. In: Zeitschrift für Fremdsprachenforschung 33 (1), 3–28.
Riemer, Claudia (2018) Zur Rolle und Professionalität von DaF-/DaZ-Lehrer*innen. In: Burwitz-Melzer, Eva; Riemer, Claudia & Schmelter, Lars (Hrsg.) Rolle und Professionalität von Fremdsprachenlehrpersonen. Tübingen, Günter Narr. 131-142.
Schramm, Karen (2020): „Social video-Austausch über extensiven DaF-Leseunterricht. Vielfalt und Gemeinsamkeiten von Lehrpersonen im internationalen LEELU-Projekt“. In: Muroi, Yoshiyuki (Hrsg.): Einheit in der Vielfalt? Germanistik zwischen Divergenz und Konvergenz. München: Iudicium, 693–705.
 

 

Chen Zhang: Arbeitsaufträge im Rahmen der Lehr- und Instruktionssprache im digital gestützten Präsenzunterricht (Dissertation, Arbeitstitel)

Digitale Unterrichtsformate und das Fremdsprachenlernen mit digitalen Medien sind in den letzten Jahren immer mehr thematisiert worden (z. B. Würffel 2019; BAMF 2023). Medienbasierte Aufgaben haben im heutigen Fremdsprachunterricht eine hohe Relevanz. Durch die Verknüpfung mit digitalen und interaktiven Kommunikationsmedien haben insbesondere kooperative Schreibaufgaben eine motivierende und realistische Wirkung auf die Lernenden (vgl. Sorrentino 2017). Im Vergleich zur häufig diskutierten digitalen Ausstattung und Integration von Medienkompetenz sowie inhaltlichen Qualität von Aufgaben wird die didaktische Gestaltung von Arbeitsaufträgen im Unterricht wenig in den Blick genommen (vgl. Kürzinger et al. 2018; Neuberg & Schlenker 2021). Aufgrund der Komplexität der zu bearbeitenden Aufgaben und der sprachlichen Schwierigkeit des Lerngegenstandes kommt Arbeitsaufträgen im Fremdsprachunterricht eine besondere Bedeutung zu. Es ist daher wichtig, den Arbeitsauftrag im Unterrichtsdiskurs angemessen einzuführen und ihn sprachlich sowie inhaltlich möglichst konkret wiederzugeben. Die Arbeit konzentriert sich darauf, wie DaF/DaZ-Studierende als angehende Lehrkräfte ihre Arbeitsaufträge im digital gestützten Präsenzunterricht gestalten. (Beginn: April 2023)

 

Literatur

BAMF – Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (2023). Leitlinien für digitales Lehren und Lernen in Integrations- und Berufssprachkursen. Nürnberg: BAMF.

Kürzinger, A., Pohlmann-Rother, S., Hess, M., & Lipowsky, F. (2018). Aufgabenstellungen und ihre Bedeutung für die Textqualität von Schülerinnen und Schülern im Anfangsunterricht. Unterrichtswissenschaft, 46(3), S. 327–343.

Neuburg, C., & Schlenker, L. (2021). Gestaltung von Arbeitsaufträgen mit Digitalisierung als Hilfsmittel oder Lerngegenstand. In T. Köhler, E. Schoop, N. Kahnwald & R. Sonntag (Hrsg.), Digitale Partizipation in hybriden Realitäten und Gemeinschaften. Workshop Gemeinschaften in Neuen Medien (GeNeMe) 2021 (S. 112–120). Dresden: TUDpress.

Sorrentino, D (2017). Förderung fremdsprachlicher Textkompetenz durch kooperatives computergestütztes Schreiben im DAF-Unterricht. Lingue Linguaggi, 23, S.307-323.

Würffel, N (2019). Differenzierung fördern mit digitalen Medien. Neue und weniger neue Ansätze für den Einsatz digitaler Medien im DaF/DaZ-Unterricht. In E. Peyer, T. Studer & I. Thonhauser (Hrsg.), IDT 2017 (S. 123–139). Berlin: Erich Schmidt Verlag.

 

 

Erika Fabricia Coutinho Lucena: Authentische Mündlichkeit im Deutsch als Fremdsprache-Unterricht brasilianischer Universitäten (Dissertation, Arbeitstitel)

Gängige Anliegen unter Fremdsprachenlernenden und insbesondere von Deutschlernenden beziehen sich auf Schwierigkeiten bei der mündlichen Sprachproduktion. Diese Schwierigkeiten nehmen noch zu, wenn man sich die Kluft vergegenwärtigt, die zwischen den Registern der gesprochenen und der geschriebenen Sprache besteht. In dieser Hinsicht ist ein zentrales Postulat der vorliegenden Studie, dass linguistische Forschungsergebnisse zur Mündlichkeit in den Bereich des Deutschen als Fremdsprache integriert werden und dadurch zur Weiterentwicklung des Faches beitragen können. In diesem Kontext wird untersucht, ob und wie konzeptionelle Mündlichkeit im Rahmen der Ausbildung von Deutschlehrkräften an brasilianischen Universitäten vermittelt wird. Ebenso drängt sich die Frage auf, wie die Ergebnisse der linguistischen Forschung zur Mündlichkeit zur Optimierung des Deutsch als Fremdsprache-Unterrichts eingesetzt werden können. Um die Fragestellungen zu beleuchten, verfolgt diese Arbeit methodisch den empirischen Design-Based Research-Forschungsansatz, wobei sowohl quantitative als auch qualitative Methoden Anwendung finden. Das Dissertationsvorhaben zielt darauf ab, einerseits eine empirische Annäherung an das Phänomen des Erwerbs einer authentischen Mündlichkeit im Deutsch als Fremdsprache Unterricht durch germanistische Lehramsstudierende und zukünftige Lehrpersonen in Brasilien zu schaffen. Andererseits wird versucht, durch den für diese Studie gewählten Forschungsansatz ein konkretes Programm zur Unterstützung der genannten Studierendengruppe zu entwickeln. Insgesamt soll mit der Dissertation ein Beitrag zur Professionalisierung der zukünftigen DaF-Lehrkräfte in Brasilien geleistet werden.

 

 

Ludwig Lier: Professionalisierung von Lehrkräften für den Bereich der Berufssprachkurse (Dissertation, Arbeitstitel)

Sprache spielt in beruflichen Kontexten eine zentrale Bedeutung und es ist kaum möglich, ohne sie beruflich handeln zu können. Diesem Umstand wollen die mittlerweile etablierten Berufssprachkursen des BAMF, die in das Gesamtprogramm Sprache eingebettet sind, Rechnung tragen (vgl. BAMF 2022). Für diese Kurse werden gut qualifizierte Lehrkräfte benötigt, an die noch vielfältigere Anforderungen gestellt werden, als dies im Integrationskurs bereits der Fall ist: „Die Qualifikation der Lehrkräfte zählt zu den wichtigsten Einflussfaktoren für einen erfolgreichen Sprachunterricht […].“ (Fernandes et al. 2020, S. 5) Zudem rücken Professionalisierungsprozesse immer stärker in das Bewusstsein der Forschung: „Die Frage nach dem Professionswissen stellt sich in DaFZ in besonderer Weise, da Bedarfe, Zielgruppen, regionale und sprachliche Ausgangssituationen weltweit sehr vielfältig sind.“ (Feike et al. 2023, S. 7)

Für die Lehrkräfteprofessionalisierung wird ein Kompetenzmodell erarbeitet, dass die mannigfaltigen Kompetenzbereiche aufzeigt, die eine Lehrkraft für ihre Tätigkeit im Berufssprachkurs benötigt.  Zudem wird auf Basis dieses Kompetenzmodells untersucht, wie Professionalisierungsprozesse bei Lehrkräften verlaufen, die sich für die herausfordernde Aufgabe des Unterrichtens in Berufssprachkursen vorbereiten.

 

Literatur:

BAMF (2022): Deutsch für den Beruf. Online verfügbar unter https://www.bamf.de/DE/Themen/Integration/ZugewanderteTeilnehmende/DeutschBeruf/deutsch-beruf.html?nn=282656.

Feike, Julia; Janíková, Věra; Ohta, Tatsuya; Peuschel, Kristina; Saunders, Constanze; Schart, Michael (2023): Professionalisierung erleben, gestalten, begleiten und erforschen. In: KONTEXTE Internationales Journal zur Professionalisierung in Deutsch als Fremdsprache (1), S. 1–20.

Fernandes, Nicole; Heine, Antje; Wagner, Nina (2020): Konzeption mit einem Kompetenz- und Anforderungsprofil für Lehrkräfte. Additive Zusatzqualifizierung für Lehrkräfte in Berufssprachkursen. Online verfügbar unter https://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Integration/Integrationskurse/Lehrkraefte/konzeption-fuer-die-zusatzqualifikation-von-lehrkraeften-bsk-pdf.pdf.

 

Katharina Heiler: Videobasierte Förderung gendersensibler professioneller Wahrnehmung angehender DaZ-Lehrkräfte (Dissertation, Arbeitstitel)

 

Die Forschung zu gendersensiblem DaZ-Unterricht befindet sich noch in den Anfängen. Dabei wird Gender als bedeutende gesellschaftliche Kategorie gerade im Kontext Migration relevant, da Gender immer auch mit weiteren Differenzmerkmalen wie z.B. Sprache und natio-ethno-kulturelle Zugehörigkeit zusammenwirkt (vgl. Peuschel 2018: 353ff.).

Um ethnosexistische Zuschreibungen und damit einhergehende Diskriminierung im DaZ-Unterricht lehrkraftseitig nicht zu perpetuieren, ist eine Reflexion dieser Umstände sowie der eigenen Involviertheit in Machtverhältnisse unabdingbar. Nötige Voraussetzung ist im ersten Schritt Fachwissen sowie ein Bewusstsein, um die Kategorie Geschlecht in vielfältigen Bereichen zu erkennen, zu dekonstruieren und sprachlich zu reflektieren. Dabei gilt es, intersektionale Ansätze zu berücksichtigen, um der Verflechtung verschiedener Diskriminierungsformen Rechnung zu tragen (vgl. Bieker & Schindler 2022: 58). Schmidt (i.V.) leistet hier mit der Prägung des Begriffs des „migrantisierten Geschlechts“ und der Herausarbeitung von Gelingensbedingungen für gendersensiblen DaZ-Unterricht einen wichtigen Beitrag.
Eine Forschungslücke besteht hinsichtlich der Ausbildung angehender Lehrkräfte für einen gendersensiblen DaZ-Unterricht. Deshalb soll im vorliegenden Dissertationsvorhaben untersucht werden, wie Lehrkräfte ausgebildet werden müssen, damit sie auf die Anforderungen eines gendersensiblen DaZ-Unterrichts vorbereitet sind. Primär gilt es hierfür, die gendersensible professionelle Wahrnehmung zu fördern.
Professionelle Wahrnehmung ist eine wichtige Fähigkeit innerhalb der beruflichen Kompetenz. Als Bindeglied zwischen der professionellen Kompetenz und tatsächlichem professionellen Handeln wird professionelle Wahrnehmung durch affektiv-motivationale und kognitive Ressourcen wie auch durch Professionswissen beeinflusst. Sie gilt als Voraussetzung für professionelles Handeln in situationsspezifischen beruflichen Situationen (vgl. Behling et al., 2019; Blömeke et al., 2015).
Im Rahmen der Dissertationsstudie soll folgende Fragestellung untersucht werden:
Wie konstituiert sich die gendersensible professionelle Wahrnehmung angehender DaZ-Lehrkräfte und inwiefern ergeben sich Änderungen durch eine videobasierte Intervention?
Daraus ergeben sich folgende Unterfragen:
  • Bestandsaufnahme: Welche Aspekte von Gender nehmen angehende Lehrkräfte wahr?
  • Intervention: Welche Veränderungen ergeben sich in der professionellen Wahrnehmung angehender Lehrkräfte durch eine videobasierte Intervention?
  • Implikation: Welche Folgerungen können daraus für die Förderung gendersensibler professioneller Wahrnehmung in der DaZ-Lehrkräftebildung abgeleitet werden?
Unter gendersensibler professioneller Wahrnehmung wird dabei die Fähigkeit (angehender) Lehrkräfte verstanden, geschlechtsbezogene Aspekte im DaZ-Unterricht wahrzunehmen und angemessen unter Einbezug von Professionswissen zu interpretieren. Sie bildet eine zentrale Voraussetzung für gendersensibles professionelles Handeln im Sinne eines diskriminierungskritischen DaZ-Unterrichts.
Im ersten Schritt werden aufbauend auf eine Literaturrecherche zu Aspekten von Gender Videovignetten von DaZ-Unterricht mit Aspekten von Gender erstellt. Die Videovignetten zeigen eine typical practice, d.h. Ausschnitte aus realitätsnahen Unterrichtssituationen. In den Videovignetten werden sogenannte Areas of Interest definiert, welche die Aspekte von Gender umfassen und essenziell für die Auswertung des anschließenden Eye-trackings sind.
Nach einer Pilotierung der Datenerhebung wird die gendersensible professionelle Wahrnehmung angehender Lehrkräfte mittels dieser Videovignetten erhoben (Prätest). Dafür tragen die Forschungspartner:innen beim Betrachten der Videovignetten eine Eye-Tracking-Brille. Die Blickdaten des Eye-tracking dienen als Stimulus für ein anschließendes Lautes Denken. Die so erhobenen Daten werden mittels Heatmaps und qualitativer Datenanalyse nach Kuckartz (2024) ausgewertet und trianguliert. Anschließend nehmen die angehenden Lehrkräfte an einer bereits existierenden videobasierten Intervention zur Förderung gendersensibler professioneller Wahrnehmung teil (vgl. Heiler 2025). Mit dem darauffolgenden Posttest, der analog zum Prätest verläuft, wird untersucht, ob und wie sich die gendersensible professionelle Wahrnehmung verändert hat.

  Literatur

Behling, F., Förtsch, C. & Neuhaus, B. J. (2019): Sprachsensibler Biologieunterricht – Förderung professioneller Handlungskompetenz und professioneller Wahrnehmung durch videogestützte live-Unterrichtsbeobachtung. Eine Projektbeschreibung. In: Zeitschrift für Didaktik der Naturwissenschaften, 25(1), 307–316.
Blömeke, S., Gustafsson, J.-E., & Shavelson, R. J. (2015): Beyond dichotomies: Competence viewed as a continuum. In: Zeitschrift für Psychologie, 223(1), 3–13.
Bieker, N. & Schindler, K. (2022): Potenziale eines geschlechterreflektierenden Deutschunterrichts für DaZ-Lernende. In: Dannecker, W. & Schindler, K. (Hg.): Diversitätsorientierte Deutschdidaktik. Theoretisch-konzeptionelle Fundierung und Perspektiven für empirisches Arbeiten. Bochum: Universitätsbibliothek der Ruhr-Universität Bochum, 51-68. https://doi.org/10.46586/SLLD.223
Heiler, K. S. (2025): Diskriminierungskritische professionelle Wahrnehmung fördern – Evaluation zweier videobasierter Lehr-Lern-Szenarien. In: Lykhnenko, O., Matthies, J., Roelcke, T. & Teufele, L. (Hg.): Deutsch als Fremdsprache – Mehrsprachigkeit, Fachkommunikation, Digitalisierung und Kultur: Internationale Nachwuchstagung 2024 an der Technischen Universität Berlin. Berlin: Springer, 133-150. https://doi.org/10.1007/978-3-662-70351-9_7
Kuckarzt, U. (2024): Qualitative Inhaltsanalyse. Methoden, Praxis, Umsetzung mit Software und künstlicher Intelligenz. Weinheim u.a.: Beltz Juventa.
Peuschel, K. (2018): Aspekte von Gender in der Sprach(aus)Bildung Deutsch (als zweite, dritte und Folgesprache). In: Dirim, İ. & Wegner, A. (Hg.): Normative Grundlagen und reflexive Verortungen im Feld DaF_DaZ*. Leverkusen: Verlag Barbara Budrich, 344-362.
Schmidt, L. (i.V.): Das migrantisierte Geschlecht. Eine kritisch-empirische Studie zu gendersensiblem DaZ-Unterricht für Erwachsene.

Matanat Isgandarova: Der Einsatz und die Effektivität KI-gestützter Lernprogramme zur Förderung des Wortschatzerwerbs im Deutschunterricht bei erwachsenen Migranten (Dissertation, Arbeitstitel)

Die Integration von Migrant_innen in die deutsche Gesellschaft stellt eine der zentralen Herausforderungen der Gegenwart dar. Der Erwerb der deutschen Sprache spielt dabei eine entscheidende Rolle, da er nicht nur die Kommunikation erleichtert, sondern auch den Zugang zu Bildung, Arbeitsmarkt und sozialem Leben ermöglicht. In den letzten Jahren hat die Integration von KI im Bildungsbereich erheblich an Bedeutung gewonnen. Besonders im Deutschunterricht für Migrant_innen könnte der Einsatz solcher Technologien einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Wortschatzerwerbs leisten. Die Migrant_innen stehen vor der Herausforderung, die deutsche Sprache schnell und effektiv zu erlernen, um im schulischen und gesellschaftlichen Leben erfolgreich zu sein. Traditionelle Lehrmethoden stoßen hierbei oft an ihre Grenzen, weshalb innovative Ansätze dringend benötigt werden. Durch den Einsatz dieser innovativen Tools wird das Lernen personalisierter, interaktiver und lebensnaher gestaltet. Ziel der Studie ist es, den Lernfortschritt der Teilnehmenden zu erfassen und die Wirksamkeit der eingesetzten Programme systematisch zu untersuchen.

Literatur
Burgess, M. (2021). Künstliche Intelligenz. Cornerstone.
Kerres, M. (2018). Digitale Medien und Bildung: Über die Herausforderungen einer digitalen Bildungspolitik. Springer VS.
Schiefner-Rohs, M., & Thöle, K. (Hrsg.). (2020). Digitalisierung in Schule und Unterricht: Forschungszugänge und Befunde. Springer VS.
  
2026
Laura Schmidt: Das migrantisierte Geschlecht. Eine kritisch-empirische Studie zu gendersensiblem DaZ-Unterricht für Erwachsene. (Dissertation, Erstgutachterin: Prof.in Dr.in Kristina Peuschel, Zweitgutachterin: Prof. Dr. Alisha M.B. Heinemann)
 
2023

Christine Stahl: Sprachlernwirksamen Unterricht professionell wahrnehmen. Eine Mixed-Methods-Studie zu videobasierten Analysen von Lehramtsstudierenden im Fach Deutsch als Zweitsprache. (Dissertation, Erstgutachterin: Prof.in Dr.in Kristina Peuschel, Zweitgutachter Prof. Dr. Andreas Hartinger)

 

Jacques Abel Onya: DaF-Lernen übers Radio und Berufsverbleib in Kamerun: Eine empirische Absolventenstudie mit einer Schüler- und Studentengruppe in der Stadt Jaunde. (Dissertation, Erstgutachterin: Prof.in Dr.in Kristina Peuschel, Zweitgutachter: Prof. Dr. Klaus Maiwald)

 

2021

Elaine Cristina Roschel Nunes: Entre "becos sem saídas" e o "pulo do gato": Criatividade Local e mentoria na formação inicial de professores de alemão no Brasil. https://doi.org/10.11606/T.8.2021.tde-11032022-212301 (Dissertation, Betreuung / orientação: Prof. Dr. Dörthe Uphoff, Universidade de São Paulo; Zweitbetreuung / co-orientação: Prof.in Dr. Kristina Peuschel, Universität Augsburg)

 

 

  • Die im Dezember 2021 verteidigte Dissertation von Elaine Cristina Roschel Nunes "Entre 'becos sem saídas' e o 'pulo do gato': Criatividade Local e mentoria na formação inicial de professores de alemão no Brasil" (Zwischen "Sackgassen" und "Katzensprung": Lokale Kreativität und Mentoring in der Erstausbildung von Deutschlehrern in Brasilien) wurde 2023 mit dem "Luiz Antônio Marcuschi"-Preis für Dissertationen und Diplomarbeiten der Nationalen Vereinigung für postgraduale Studien und Forschung in Literatur und Linguistik (ANPOLL) ausgezeichnet. Der "Luiz Antônio Marcuschi"-Preis wird für wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet der Linguistik verliehen. Bei der letzten Ausgabe wurden Dissertationen und Diplomarbeiten angenommen, die zwischen Februar 2020 und Februar 2023 verteidigt werden. Angesichts der ersten Erfahrungen von Studierenden auf dem Weg zum Lehrerberuf wird ein Betreuungs- und Mentorenprogramm im Rahmen der ersten Unterrichtserfahrungen in dieser Arbeit vorgeschlagen, das Teil des Lehrplans im Studium sein kann und durch öffentliche Maßnahmen und Aktionen unterstützt wird.
    Mehr: https://www.teses.usp.br/teses/disponiveis/8/8144/tde-11032022-212301/pt-br.php

 

 

Santina Wey: Sprachsensibler Geographieunterricht. Ergebnisse einer quasi-experimentellen Interventionsstudie im Design-Based Research (Dissertation, veröffentlicht 2022 als "Wie Sprache dem Verstehen hilft: Ergebnisse einer Interventionsstudie zu sprachsensiblem Geographieunterricht", https://link.springer.com/book/10.1007/978-3-658-36038-2, Erstgutachter: Prof. Dr. Jan Christoph Schubert, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg; Zweitgutachterin: Prof.in Dr.in Kristina Peuschel, Universität Augsburg)

 

2020

Isabella Wlossek: Das Ausland als Lern- und Experimentierfeld. Eine explorative Studie zu Langzeitauslandsaufenthalten im Jugendalter. [Dissertation, erschienen: Wlossek, Isabella (2020): Das Ausland als Lern- und Experimentierfeld. Eine explorative Studie zu Langzeitauslandsaufenthalten im Jugendalter. Baden-Baden: Academia (Beiträge zur Pädagogik 8).] (Dissertation, Erstgutachterin: Prof. Dr. Wiebke Waburg, Universität Koblenz-Landau, Zweitgutachter: PD Dr. habil. Gunther Dietz, Universität Augsburg)

 

2017

Gunther Dietz: Mit fremden Ohren – theoretische Grundlagen und didaktische Perspektiven des fremdsprachlichen Hörverstehens unter besonderer Berücksichtigung des Dekodiertrainings. Habilitationsschrift an der Philologisch-Historischen Fakultät der Universität Augsburg (angenommen 6/2017, unveröffentlicht)

 

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