Franz Kafka - Das Schloss

K. kommt an einem Winterabend ins Dorf des Schlosses. Er ist herbestellt vom Grafen, um das Land zu vermessen. Fortan strebt K. danach, zum Schloss zu gelangen – zunächst aus Neugier, schließlich auch aus dem Verlangen heraus, sich seine nicht vollends aufgeklärte Stellung und damit verbundene Identität von dort aus bestätigen zu lassen. K., als der Fremde im Dorf, trifft hierbei auf einige skurrile Charaktere – darunter den Boten Barnabas und das Ausschankmädchen Frieda – die in unterschiedlichen Beziehungen zum Beamtenapparat des Schlosses und dem dazugehörigen Herrn Klamm, mit dem K. – wenn überhaupt –  nur auf Umwegen in Kontakt treten kann, stehen. K.s Streben nach dem Unbekannten und dem Kontakt mit Herrn Klamm, der für ihn zuständig sein sollte, wird selbst immer absurder; eine nie enden wollende Schleife aus Fremdsein und dem Warten auf Anerkennung, begleitet von der Unwahrscheinlichkeit der Motive der Hauptfigur K. überhaupt, entsteht.

Den Rahmen der Inszenierung bildet somit eine Neuformulierung des in Franz Kafkas Romanfragment auftretenden Phänomens des unzuverlässigen Erzählers – der Zuschauer wird von Beginn an mit der Figur des K. konfrontiert, welche er selbst verkörpert und zusammen mit den Schauspielern durch verschiedene Situationen begleitet. Zum Schluss wird der Spielimpuls ganz direkt an den Zuschauer weitergeleitet, womit die Signifikanz der Thematik über die Grenzen des Stückes hinaus transzendiert wird.

ZeitSpiel
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Besetzung

Nadine Klinger
Marlene Kahn
Agatha Heinold
Luca Nenning
Iris Ingerling
Corinna Sedlmeier
Verena Schmölz
Noah Burgardt
Carolina Hüttlinger
Helena Eckhard
Jan Dautzenberg
Franziska Rosenbaum
Franca Maiterth
Hannah Vonneguth
Christina Wanner

Regie

Thea Zinsius
Melanie Kiefersauer
Lucia Pobitschka

Dramaturgie

Selina Gebauer
Stephanie Siegl
Johannes Kormann

Kostüm/Ausstattung

Teresa Schwendinger
Sophie Dörich
Verena Kronberger
Dina Königl

Projektleitung

Selina Gebauer
Thea Zinsius
Melanie Kiefersauer

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