Arbeitsfeld

Mappa mundi (16. Jh.) | CC BY-NC-ND

Quod in quolibet idiomate est aliquid pulcrum...
Dante Alighieri

 

Die Hispanistik als philologische Wissenschaft der spanischsprachigen Länder und Kulturen widmet sich einem globalen Sprach- und Kulturkreis von einer halben Milliarde Menschen. Berücksichtigt man den kulturellen, historisch-demographisch wie geographisch angezeigten portugiesischsprachigen Horizont und Kontext der Lusitanistik, einschließlich der mesoamerikanischen, postkolonialen wie Megadiversitäts-Dimension, gilt das Interesse der Iberoromanistik dem Kulturerbe und der Lebenswelt von mehr als 700 Millionen Menschen aus mehr als 30 Ländern weltweit, wobei neben Europa und Amerika auch afrikanische Länder relevante Perspektiven und Stimmen beisteuern.

 

So umfasst das Arbeitsfeld iberoromanistischer Literatur- und Medienkulturwissenschaft, wie es in Augsburg von der Iberischen Halbinsel bis Lateinamerika transatlantisch abgeschritten wird, von mittelalterlicher Trovadordichtung, frühneuzeitlicher Erzählkunst, barockem Welttheater u. a. auch eine Vielzahl an modernen wie nachmodernen Klassikern und Filmen, die allesamt einen medialen Zugang zu iberoromanischer Kultur und Gesellschaft und ihrer Pluralität ermöglichen, wozu auch die jeweilige Berücksichtigung historio-politischer Dispositive usf. gehörte. Hierbei versteht es sich nahezu von selbst, dass zeitgemäße iberoromanistische Literatur- und Medienkulturwissenschaft nicht unilateral fragen, sondern gerade polyzentrisch und multiperspektivisch orientiert sein sollte, um Aspekte kultureller Mannigfalt mit all ihren Reichtümern und Herausforderungen verstehen und kompetent erklären zu können.

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