12.01. - 02.02.2021

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Bereits zum siebten Mal findet im Wintersemester 2020/21 die Vortragsreihe „Stadtgeschichte(n)“ des Jakob-Fugger-Zentrums der Universität Augsburg in Kooperation mit dem Fugger und Welser Erlebnismuseum statt.

 

Aufgrund der derzeitigen Corona-Krise finden die Vorträge in diesem Jahr als Online-Veranstaltungen via Zoom statt. 

 

In diesem Jahr steht die Reihe unter dem Thema „Goldenes Augsburg? Arm und Reich in der Europäischen Expansion“ und beleuchtet aus verschiedenen Perspektiven den Reichtum der Fugger und Welser. Sie schlagen dabei einen Bogen vom Umgang mit gesellschaftlichen Krisen und der Rolle von Stiftungen in den „Fuggerzeiten“ über die Quellen der Reichtümer der Augsburger Handelsfamilien bis hin zur Entschlüsselung von kolumbianischen Felsmalereien, die auf die ersten Begegnungen mit den Welser-Konquistadoren hindeuten. 

 

Der Eröffnungsvortrag von Dr. Lange-Krach wird unter dem Titel „Stiften gehen! Wie man aus Not eine Tugend macht“ - Armut und Reichtum in der Sonderausstellung zum Fuggereijubiläum“ die fassettenreiche Entstehung dieser Sonderausstellung vorstellen. Dabei werden trotz historischer Distanz und kulturellen Unterschieden zur „Fuggerzeit“ Parallelen zur Gegenwart deutlich. Denn auch die damalige Gesellschaft war mit existenziellen Krisen wie Klimawandel, Seuchen und Wertewandel konfrontiert. Wie man damals auf diese Krisen reagierte und weshalb gerade Stiftungen verbindende, urmenschliche Phänomene sind, möchte die Ausstellung erlebbar machen.

Für den zweiten Vortrag konnte Prof. Dr. Häberlein gewonnen werden, der bereits zum zweiten Mal die Stadtgeschichte(n)-Reihe mit seiner Expertise über die Fugger und Welser bereichern wird. In diesem Jahr wird er die Reichtümer der Fugger und Welser genauer beleuchten. Denn intensive Forschungen der letzten Jahrzehnte ermöglichen es heute die viel diskutierte Frage nach den Quellen des Reichtums der großen Augsburger Handelshäuser differenziert zu beantworten.


Im Abschluss-Vortrag wird Dr. Denzer die Zuhörenden in die Zeit zwischen dem 16. Jahrhundert bis ins jüngere Dryas vor 12.000 Jahren nach Kolumbien mitnehmen und dort die Felsmalereien von La Lindosa vorstellen. Anhand von Foto- und Filmmaterial werden die Kontakte der indianischen Bevölkerung mit Europäern, der Welser-Expedition 1535-1538, rekonstruiert. Interessant ist neben der oft verblüffenden künstlerischen Qualität der Malereien die lange Zeitspanne, in der diese Stätten genutzt wurden. 


 

Stadtgeschichte(n) als virtuelles Format

Aufgrund der derzeitigen Corona-Situation finden die diesjährigen Vorträge der Stadtgeschichte(n)-Reihe nicht wie sonst in Augsburger Räumlichkeiten statt, sondern werden in den virtuellen Raum verlegt. Das Format der digitalen Zoom-Veranstaltung erlaubt es damit die Vorträge einer breiten Augsburger Öffentlichkeit zugänglich zu machen ebenso wie weiteren Interessierten.

 

Die Anmeldung zu den Vorträgen ist über die jeweiligen Unterseiten möglich. Daraufhin wird eine Einladung mit einem Zoom-Link an alle Teilnehmenden versendet. Ohne eine weitere Installation und gemütlich zu Hause auf dem Sofa sind alle herzlich eingeladen, den Vorträgen beizuwohnen und anschließend in den gemeinsamen Austausch zu treten. 

 

 

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