Phosphor - Licht und Leben, Feuer und Tod

Projektstart:

Projektende:

 

Projektträger:

 

Projektleiter:

 

 

 

 

01.04.2019

31.12.2020

 

Gefördert aus dem Netzwerkfonds des Wissenschaftszentrum Umwelt der Universität Augsburg

 

Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl, Lehrstuhl für Moraltheologie, Katholisch-Theologische Fakultät, Universität Augsburg

Prof. Dr. Stefan Emeis, apl. Professor für Meteologie, Universität zu Köln und Institut für Meteologie und Klimaforschung, Karlsruher Institut für Technologie

Projektbeschreibung:

Phosphor ist als Stoff sehr schillernd: er kann Licht und Leben bringen, birgt aber auch Feuer und Tod in sich. Vom Begriff her bedeutet phos-phor: Licht-träger bzw. -bringer. Sowohl in der griechischen Mythologie als auch im biblischen Kontext begegnet uns dieser Lichtbringer, in Jesaja wird daraus dann Luzifer.

 

Entdeckt wurde das chemische Element Phosphor vom Hamburger Kaufmann und Alchimisten Henning Brand, als er 1669 auf der Suche nach Feuer Urinrückstände destillierte. Heute weiß man, dass gewisse Stoffe nach nichtthermischer Anregung ein Nachleuchten (Phosphoreszenz) zeigen, allerdings gehört Phosphor nicht zu ihnen.

 

Die Ambivalenz von Phosphor zeigt sich darin, dass mit ihm eine chemische Lichtquelle verbunden ist und Leben ohne ihn nicht möglich ist, jedoch manche Phosphorarten (weißer und roter Phosphor) ebenso für militärische Belange verwendet werden können, und so in Gestalt von Phosphorbomben Feuer und Tod bringen. Phosphorderivate werden sehr häufig als Dünger verwendet, was aufgrund der ökologischen Nebenwirkungen umstritten ist. Eine ähnliche Ambivalenz zeigt sich bei phosphorhaltigen Insektiziden, deren Herstellung denen von Kampfgasen sehr nahe verwandt ist.

 

Ziel:

Die sowohl schillernde Geschichte des Elements als auch seine unterschiedlichen, sehr ambivalenten Verwendungsweisen sollen bei einer Tagung in 2020 wie auch in einem Buch für die Reihe „Stoffgeschichten“ eingehend analysiert werden. Herausfordernd und kennzeichnend für das Projekt wird sein, dass hier Beiträge aus den unterschiedlichsten Disziplinen (von der Theologie über Kultur- und Ingenieurswissenschaften bis zu verschiedenen Naturwissenschaften) notwendig sind und zusammengeführt werden.

Workshop Phosphor: Licht und Leben, Feuer und Tod vom 10. - 11. März 2020

Am 10. und 11. März 2020 findet am Wissenschaftszentrum Umwelt ein interdisziplinäres Kolloquium statt.

Nähere Informationen inklusive Zeitplan erhalten Sie hier.

 

Anmeldung: Interessenten können sich bis 28. Februar 2020 bei Frau Prof. Schlögel-Flierl per E-Mail anmelden unter

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