Geflüchtete – was trägt bei zur Stabilität in der Fremde?

  • Veranstaltungsdetails
  • 08.12.2022, 17:00 Uhr - 18:30 Uhr 
  • Ort: Zeughaus Augsburg, Zeugplatz 4, 86150 Ausgburg
  • Veranstalter: Volkshochschule Augsburg in Kooperation mit der Universität Augsburg und dem Kulturamt der Stadt Augsburg
  • Themenbereiche: Erziehungswissenschaft, Lehrerbildung und Psychologie, Politik und Gesellschaft
  • Veranstaltungsreihe: Studium Generale: Selbstbehauptung
  • Vortragsreihe
  • Vortragende: Matthias Schopf-Emrich, Flüchtlings- und Integrationsberater, Diakonie Augsburg
  • Eintritt: 6,00 EURO

Matthias Schopf-Emrich weiß durch seine Beratertätigkeit sehr gut, vor welchen Herausforderungen Flüchtlinge stehen. Wie man ihnen effektiv dabei helfen kann, diese zu überwinden, zeigt sein Vortrag für das Studium generale.


Immer geht es bei der Selbstbehauptung darum, in einer Lage der Bedrohung zu bestehen, und immer ist dabei die Frage nach den Bedingungen gestellt, die für eine erfolgreiche Selbstbehauptung gegeben sein müssen. In acht Vorträgen, denen sich stets die Möglichkeit zum Gespräch und zur Diskussion anschließt, wird das Rahmenthema innerhalb unterschiedlicher Wissensgebiete beleuchtet, wodurch sich höchst unterschiedliche Zugänge zu ihm ergeben.
So resultiert ein sehr vielseitiges Programm: Zur Sprache kommt die Selbstbehauptung mit Blick auf die Evolutionsbiologie, Medizin, Wirtschaft, Polizei, Sozialarbeit, Frauen in der Wirtschaft, Kulturgeschichte und Zukunftsforschung.

Seit den 1990er Jahren verzeichnet Deutschland deutlich erhöhte Flüchtlingszahlen infolge des Fall des Eisernen Vorhangs, der Balkan-Kriege, des Syrien-Kriegs ab 2015 und zuletzt aus den Krisengebieten 2021/2022 Afghanistan und Ukraine. Die Ankommenden entstammen fremden Kulturen, sprechen andere Sprachen und haben Flucht und Verlusterfahrungen hinter sich. Wie kann Sozialarbeit hier dazu beitragen, Selbsthilfepotentiale zu aktivieren, Selbstwirksamkeit wieder zu ermöglichen? Wie können Erfolgserlebnisse generiert werden? Die Voraussetzungen der einzelnen Geflüchteten sind sehr unterschiedlich, Anpassungsleistungen erfolgen oft schnell, häufig zeigen sich aber Überforderungen. Angesichts der zunehmenden Digitalisierung und Entpersonalisierung von Verwaltungsabläufen verstärken sich Situationen von Ohnmachtserfahrungen merklich (und dies gilt nicht nur für die Gruppe der Geflüchteten).
Die Mittleraufgabe der Sozialarbeit wird also umso wichtiger, will die Gesellschaft nicht Gefahr laufen, dass bestimmte Gruppen dauerhaft abgehängt werden. Es gilt, die Menschen dort abzuholen, wo sie stehen, sie nicht zu überfordern, Orientierung zu geben, im Bestfall gemeinsam Schritte und gangbare Ziele zu entwickeln, um Erfolgserlebnisse und Selbstwirksamkeit zu fördern.

Anmeldung:
Volkshochschule Augsburg
Willy-Brandt-Platz 3a
86150 Augsburg
Telefon: 0821/50265-55
Internet: www.vhs-augsburg.de

Weitere Veranstaltungen: Universität Augsburg


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