Themensamstag “Augsburg - Forschung zur Region”

  • Veranstaltungsdetails
  • 05.06.2021, 10:00 Uhr - 12:00 Uhr 
  • Ort: Digitaler Pop-Up-Store im Livestream, online, Augsburg
  • Veranstalter: Universität Augsburg
  • Themenbereiche: Medien und Kommunikation, Politik und Gesellschaft, Geschichte
  • Veranstaltungsreihe: Themensamstage im Pop-up-Store (Zwischenzeit)
  • Vortragsreihe
  • Vortragende: Apl. Prof. Dr. Regina Dauser, Prof. em. Wolfgang E. J. Weber, von Moritz Schweiger

In drei Vorträgen geht es um Augsburg als Druckerstadt im 16. Jahrhundert, um den „Orient“ in Augsburg und um ein Hologramm der ehemaligen Augsburger Börse.


Die Universität Augsburg gibt an Themensamstagen Einblicke in ausgewählte Forschungsfragen. Samstag, 05. Juni, widmen sich drei Forschende der Universität Augsburg nun der Stadt selbst. In drei Vorträgen geht es ab 10.00 Uhr um Augsburg als Druckerstadt im 16. Jahrhundert, um den „Orient“ in Augsburg und um ein Hologramm der ehemaligen Augsburger Börse.

Den Auftakt macht um 10.00 Uhr der Kurzvortrag von Apl. Prof. Dr. Regina Dauser über „'Neue zeittungen' aus Augsburg – die Lechmetropole als Kommunikations- und Nachrichtenzentrum im 16. Jahrhundert“. Mit der Entwicklung von Augsburg am Beginn der Neuzeit zu einem der wichtigsten deutschsprachigen Informations- und Nachrichtenzentren über Entwicklungen in Europa und Übersee beleuchtet die Historikerin ein eher unbekanntes Kapitel der Stadtgeschichte. Der Vortrag informiert über Forschungen zu Nachrichten „made in Augsburg“.

Ab 10.30 Uhr referiert Prof. em. Wolfgang E. J. Weber zum Thema „Augsburg und der 'Orient': Spuren und Wirkungen einer wechselhaften Beziehung.“ Sein Kurzvortrag beginnt in der Römerzeit, als Kamele am Lech standen und die Stadt von Syrern regiert wurde, und zieht dann weiter durch die Geschichte: Im Mittelalter fiel ein Augsburger Bischof im Kampf gegen arabische Invasoren in Süditalien, im 16. Jahrhundert war die Stadt ein Zentrum der Türkenpublizistik und der Fertigung von Geschenken für den Sultan, damit dieser gegenüber dem Reich friedlich blieb. Dann wurden Stadt und Region punktuell sowohl in die Zurückdrängung der Osmanen aus Europa als auch in die Aneignung neuen Orientwissens einbezogen. Die Industriestadt entwickelte zeitweilig intensive Handelsbeziehungen, die über die Arbeitskräfteimmigration schließlich in die 'Einwanderung des Orients' als wesentliches Element heutiger Multikulturalität mündete. Der Vortrag bietet einen kurzen Einblick in diese wenig bekannte historische Dimension der Region.

Visionär wird es um 11.00 Uhr mit dem abschließenden Kurzvortrag von Moritz Schweiger, Doktorand der Kommunikationswissenschaft am Arbeitsbereich Medienrealität. Er wird das Projekt „DIGISTA – die digitale Stadt“ vorstellen, in dessen Rahmen unter anderen ein Augmented Reality-Experiment auf dem Rathausplatz durchgeführt wurde, bei dem ein Hologramm der alten Augsburger Börse erstellt wurde.



Das Programm ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht notwendig. Der Zugang zum Stream erfolgt über den Link http://uni-a.de/to/gespraechsraum. Die Anmeldung erfordert einen Namen (es muss kein Klarname verwendet werden) und eine E-Mail- Adresse (diese wird nicht gespeichert und ist nicht von der Universität einsehbar).

Weitere Veranstaltungen: Pop-up-Store der Universität Augsburg (Zwischenzeit)


Suche