Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft

„Man sollte überhaupt nur solche Bücher lesen, die einen beißen und stechen“: Ob es das Spiel, das Gewissen, die Dummheit oder die Mystik stiller Texte ist – der Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft setzt das Zitat von Franz Kafka in immer wieder neue Fragestellungen um, die die Lehre mit der Lebenswirklichkeit und die Forschung mit der Zukunft verbinden. Die hier gepflegte Forschungslandschaft bereitet das große Feld vom frühneuzeitlichen Faust bis zur Gegenwart auf, mit Akzenten in der Theorie und der Stilistik, der Ethik und der Religion. Literatur leistet nach unserem Verständnis – Aristoteles wäre hier unser Urgroßvater! – einen eigenständigen, ästhetisch gehaltvollen Beitrag zur Erkenntnis ihrer Zeit; die Lust am Lesen, Denken und Lachen gießen wir in unterschiedliche Formen, - für das Verfassen von Einführungswerken sind wir uns nicht zu schade, wir erstellen Editionen und Handbücher, aber wir schreiben auch gerne Bücher und sammeln Beiträge zu neuen Themen. Wir veranstalten Vorträge und Lesungen, wir bestücken die regionale wie die überregionale Presse, wir kooperieren mit der Stadt, den Kirchen, dem Theater und dem Zoo, suchen freilich auch den Austausch mit internationalen Partnern und vielen Verlagen:

Bücher, die beißen und stechen, bleiben am besten in Erinnerung.

 

 

Aktuelles

Neuerscheinungen

Wallstein-Verlag

Nietzsche, der Apologet der griechischen Tragödie und abtrünnige Wagnerianer, ist als höchst origineller Theatertheoretiker noch gar nicht entdeckt. Gegen die Dekadenz der Zeit zielt Nietzsche auf eine Befreiung der menschlichen Physis von Bedeutungszuschreibungen und Sinnproduktion. Im Zirkus und in der Commedia dell`arte, im Karneval und in mittelalterlichen Narrenfesten zeigt der Kulturkritiker Nietzsche Möglichkeiten auf, das schöpferische Potential der Physis freizusetzen. Das philosophische Denken verfährt selbst theatral und bringt den Denker als Possenreißer und Hanswurst, aber auch als Caesar und Erlöser zur Erscheinung. Letztlich schärft Nietzsche so auch den machtanalytischen Blick für die großen Schauspielerinnen und Schauspieler seiner Zeit - von Sarah Bernhardt bis hin zu Napoleon.

Klostermann-Verlag

Die Dialoge Platons sind Schauplätze listiger Erzählstrategien und dramaturgischer Szenarien. Die Kritik an den Dichtern geht mit einem erstaunlichen literarischen Raffinement einher, über dessen Relevanz freilich viele Diskussionen geführt wurden. Vor allem die Schriftsteller haben die Komplexität seiner Verfahrensweise kreativ aufgegriffen und fortgeführt. Die Impulse des 18. Jahrhunderts und der Romantik sind in der klassischen Moderne ausdifferenziert worden. Im Rückgriff u.a. auf Sören Kierkegaard und Rudolf Kassner zeigt sich bei Hugo von Hofmannsthal und Thomas Mann, bei Bertolt Brecht und Friedrich Dürrenmatt, besonders bei Franz Kafka und Ingeborg Bachmann, wie sehr Platon in der Sicht der Literatur als Autor der Moderne gelesen worden ist.

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