Tagung: Basileus eirenophylax - Friedenskultur(en) und monarchische Repräsentation in der Antike

© Universität Augsburg

Die gegenwärtige Forschung zur antiken Monarchie ist stark geprägt von der Annahme, dass eine spezifische Legitimationsbedürftigkeit monarchischer Herrschaft bestanden habe, die einen steten Zwang zum Nachweis militärischer Sieghaftigkeit nach sich zog – vielfach wird eine notwendig bellizistische Ausrichtung monarchischen Handelns apriorisch unterstellt.

Allerdings ist der Aspekt der Sieghaftigkeit im Kontext monarchischer Selbstdarstellung entsprechend zu gewichten, zumal im Zusammenhang mit den erwünschten Ergebnissen des Krieges. Eine zentrale Frage hierbei ist, ob Krieg vorrangig als Mittel zur Herstellung von Frieden oder als Weg zur Aneignung materieller Ressourcen konzeptionalisiert wird.

Die Tagung will ein beschränktes Forschungsfeld systematisch analysieren und dafür nicht die politische Praxis selbst, sondern deren Repräsentation und Reflexion in verschiedenen Medien bzw. Quellengattungen in den Mittelpunkt stellen. In den Blick genommen werden die monarchischen Traditionen des Vorderen Orients, das hellenistische Königtum, das römische Kaisertum sowie die Transformation der Spätantike zum Mittelalter.

 

Veranstalter:

Lehrstuhl für Alte Geschichte

Universität Augsburg

Universitätsstr. 10
86159 Augsburg, Germany

 

Anmeldung:

Die Vorträge und Diskussionen finden online über die Konferenzplattform Zoom statt.

Bitte schicken Sie uns Ihre Emailadresse für eine Einladung auf Ihr internetfähiges Gerät (PC, Smartphone) an: charalampos.chrysafis@uni-a.de.

Weitere Informationen zum Ablauf der Tagung erhalten Sie ebenfalls per Email.

 

Programm:

 

Dienstag 23. Februar 2021

10:00 – 10:15 Uhr Begrüßung und Einführung

 

Sektion I: Voraussetzungen und Kontexte
(Sektionsleitung: Christopher Schliephake, Augsburg)

10:15 – 12:15 Uhr
Josef Wiesehöfer (Kiel): Achaimenidenreich

Anke Ilona Blöbaum (Leipzig): Pharaonisches Ägypten (insb. Spätzeit)
Andreas Hartmann (Augsburg): Krieg und Frieden zwischen jüdischem und griechischem Denken
Johannes Engels (Köln): Koine Eirene, Eleutheria und Hegemonie im 4. bis zum beginnenden 3. Jh

 

Sektion II: Hellenistische Monarchien
(Sektionsleitung: Charalampos Chrysafis, Augsburg)

16:00 – 19:00 Uhr
Hans Joachim Gehrke (Freiburg): Der siegreiche König – revisited (Keynote)

Kostas Buraselis (Athen): Inschriften

Peter Franz Mittag (Köln): Münzprägung

Gregor Weber (Augsburg): Dichtung

Rolf Strootman (Utrecht): Feste und Umzüge

 

Mittwoch 24. Februar 2021

10:00 – 12:00 Uhr
Charalampos Chrysafis (Augsburg): Zum Stand des Projekts. Diskussion des Materials

 

Sektion III: Römisches Kaisertum von Augustus bis Diokletian

(Sektionsleitung: Andreas Hartmann, Augsburg)

16:00 – 19:00 Uhr
Ulrich Gotter (Konstanz): Der siegreiche Kaiser (Keynote)

Werner Eck (Köln): Inschriften

Carlos Noreña (Berkeley): Münzprägung Frühe und Hohe Kaiserzeit

Damien Nelis (Genf): Dichtung

 

Donnerstag, 25. Februar 2021

Sektion IV: Spätantike und frühes Mittelalter

(Sektionsleitung: Gregor Weber, Augsburg)

16:00 – 19:00 Uhr
Paul Kershaw (Virginia): Friedenskönige zwischen Spätantike und Frühmittelalter (Keynote)

Felix K. Maier (Würzburg): Literarische Quellen

Mischa Meier (Tübingen): Krieg und Friede in der Repräsentation der byzantinischen Kaiser

Wolfram Drews (Münster): Friedenskulturen im frühmittelalterlichen Spanien

 

Schlusskommentar: Veranstalter

Suche