Internationale Gesellschaft für Schulbuch- und Bildungsmedienforschung e.V.

Ankündigung 2022

Jetzt schon vormerken: Die nächste Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für Schulbuch- und Bildungsmedienforschung e.V. (IGSBi) findet vom 7. bis zum 9. Oktober 2022 an der Universität Würzburg (Deutschland) statt. Sie steht unter dem Titel: „(Dis-)Kontinuitäten und Wandel von Wissensbeständen in Bildungsmedien“. Der Call for Papers ergeht vor Ende des Jahres 2021 und wird auf dieser Homepage veröffentlicht.

IGSBI-Symposium 2021

Am 2. Oktober 2021 veranstaltete die Internationale Gesellschaft für Schulbuch- und Bildungsmedienforschung e.V. (IGSBi) ein Zoom-Symposium zum Thema „Die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf Schule, Lernen und Bildungsmedien“. Prof. PhD Fien Depaepe (Katholische Universität Leuven, Belgien) bot in ihrem grundlegenden Beitrag zur „Wirksamkeit technologiebasierter Lernumgebungen, insbesondere im Kontext der Corona-Pandemie, und deren Akzeptanz durch Lehrkräfte und Schüler*innen“ einen eindrücklichen Überblick über den Forschungsstand. PhD Stefania Carioli (Universität Urbino, Italien) gab im zweiten Hauptvortrag einen guten Einblick in die Reaktionen und Maßnahmen des Bildungswesens (Staat, Kommunen, Verlage) in Italien auf die Corona-Pandemie. Anschließend berichtete Dr. Maren Saiko über die Erfahrungen in den Produktions- und Vertriebsabläufen eines großen deutschen Bildungsmedienverlages während der Pandemie und stellte einige spezifische Initiativen vor. Schließlich boten vier Lehrkräfte aus Deutschland und Estland Einblicke in ihre Unterrichtserfahrungen während der Pandemie, mit besonderem Fokus auf die Rolle und den Einsatz traditioneller und digitaler Bildungsmedien. Die Beiträge führten zu angeregten und aufschlussreichen Diskussionen.

 

 

"Nation, Nationalismus und Schule im zeitgenössischen Europa" – Webinar am 15. März 2021

Die für 2020 geplante gemeinsame Tagung von IGSBi, Spes (Società di politica educazione e storia) und Spicae (Società internazionale per la storia comparata dell′educazione) in Parma, die wegen der Corona-Pandemie nicht vor Ort stattfinden konnte, wurde am 15. März 2021 in Form eines komprimierten Webinars durchgeführt. Das Organisationskomitee in Parma, Prof. Dr. Luciana Bellatalla und Prof. Dr. Piergiovanni Genovesi, hatte ein inhaltsreiches Programm zu den Aspekten „Educational theories and didactical media", „Nation, Nationalism and Europe in primers and secondary history textbooks" und „Cultural, biological and racial stereotypes" zusammengestellt. Die Beiträger*innen aus Deutschland, Italien, Lettland, den Niederlanden, der Russischen Föderation und der Schweiz stellten in jeweils zehn Minuten die Quintessenz aus längeren Vorträgen vor, die für angemeldete Teilnehmer*innen vorher im Internet abrufbar waren. Die Präsentationen lösten lebhafte und gehaltvolle Diskussionen aus. Eine Veröffentlichung der Beiträge ist geplant.

 

 

Newsletter der Interessengemeinschaft Fibeln

Soeben erschienen: Newsletter No. 17 der Interessengemeinschaft Fibeln (RP SIG) vom Juli 2021

Neuerscheinungen

Eva Matthes / Stefan T. Siegel / Thomas Heiland (Hrsg.): Lehrvideos – das Bildungsmedium der Zukunft? Erziehungswissenschaftliche und fachdidaktische Perspektiven (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2021)

Der Internetmarkt mit Lehrvideos auf kommerziellen Plattformen wie YouTube und TikTok sowie auch auf Bildungsplattformen boomt, und repräsentative Studien zeigen die wachsende Bedeutung von Lehr-/Erklärvideos in Forschung und Praxis. Zunehmend werden diese auch in der universitären Ausbildung und im schulischen Unterricht eingesetzt.

Dieser Sammelband bündelt multidisziplinäre Perspektiven auf diese bisher häufig vernachlässigten Bildungsmedien. Nach wie vor existieren zahlreiche offene Fragen: Was sind genau Lehrvideos? Was sollten wir über die Anbietenden dieser Bildungsmedien (bspw. Erklärvideokanäle auf YouTube) wissen? Was sind Qualitätskriterien für diese Videos? Welche Chancen, Herausforderungen, Grenzen und möglicherweise auch Gefahren sind mit dem Einsatz von Lehrvideos verbunden?

Mit diesem Band verfolgen wir das Ziel, einen Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen zu leisten und Klarheit sowie Transparenz zu schaffen. Dazu umfasst der Band

(1) grundlegende – in die Thematik – einführende Beiträge,

(2) Analysen von Erklärvideos aus domänenspezifischer Perspektive und

(3) Beiträge zu Lehrvideos in der Lehramtsausbildung und in der universitären Weiterbildung.

 

 

   

Oliver Mayer-Simmet: Offene Lehr-Lernmittel (OER) für den Geschichtsunterricht. Marktlage, Nutzungsmotive und fachspezifische Qualitätsanforderungen (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2021)

Lehr-Lernmittel spielen in Bildungs- und Lernprozessen eine wichtige Rolle. Dies gilt auch für das wachsende Angebot an Open Educational Resources (OER), dem sich heute Lehrende und Lernende gegenüber sehen. Damit stellt sich die Frage, welche Qualitätsmerkmale gegeben sein müssen, damit OER als didaktisch geeignet gelten können.

Die vorliegende Arbeit betrachtet das Phänomen OER für den Geschichtsunterricht. Die Arbeit betreibt in Bezug auf OER Grundlagenforschung und erschließt die Thematik erstmals in ihren wesentlichen Zügen für die deutsche Geschichtsdidaktik. Dabei orientiert sich die Arbeit an einem bereits bestehenden allgemeindidaktischen Augsburger Forschungsansatz (in dieser Reihe: Neumann und Fey, beide 2015), welchen sie versucht, in das fachspezifische bzw. geschichtsdidaktische Denken zu „übersetzen“. Die Arbeit blickt auf das Marktangebot im Internet, analysiert die Nutzungsmotive der Geschichtslehrkräfte und stellt ein geschichtsdidaktisches Instrument zur Diskussion, das Geschichtslehrkräfte bei der fachspezifischen Überprüfung von OER unterstützen will.

 

 

 

Kristina Schippling: Zur Vermittlung von Film im Schulbuch. Eine diskursanalytische Studie zur pädagogischen Subjektivierung (Bad Heilbrunn: Klinkhardt 2021)

Film und Medien beeinflussen die Alltagswelt von Kindern und Jugendlichen stärker als je zuvor. Gleichzeitig finden sich kaum aktuelle Forschungsansätze zur Filmpädagogik, sodass der vorliegende Band zum Thema „Film“ in der Schule eine Lücke schließen kann und erstmalig eine historisch vergleichende Studie zu Lernmitteln und Schulbüchern enthält, deren Inhalte in Hinblick auf die Subjektkonstituierung untersucht werden.

Es stellt sich die zentrale Forschungsfrage, wie in Lehrbüchern mit filmpädagogischen Inhalten Schüler*innen und implizit auch Lehrer*innen adressiert und subjektiviert werden. Im theoretischen Teil der Arbeit wird ein Fragenkatalog mit Themenkomplexen, die sich an der Philosophie Michel Foucaults orientieren, entwickelt, der auch methodisch als Heuristik für weitere filmpädagogische Studien genutzt werden kann. Im empirischen Teil der Arbeit werden aus der Diskursanalyse des Schulbuchmaterials insgesamt fünf inhaltliche Dimensionen herausgearbeitet, anhand derer sich die Konstituierung und Positionierung der Subjekte nachvollziehen und strukturieren lassen und mit deren Hilfe die impliziten Subjektkonzepte aus den Lernmedien rekonstruierbar sind.

Die Arbeit spezifiziert Althussers Konzept der Anrufung und Foucaults Überlegungen zur Subjekttheorie auf das Thema „Film“ in der Schulpädagogik und verhilft zu einer handhabbaren, methodischen Anwendung der philosophischen Ansätze.

 

 

 

 


 

 

 

 

 

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