Katharina Hiller

Wiss. Mitarbeiterin (Projekt LeHet)
Politische Bildung und Politikdidaktik
Telefon: +49 821 598 - 5583
E-Mail:
Raum: 3501 (D)
Adresse: Universitätsstraße 10, 86159 Augsburg

Lebenslauf

Seit 11/2015 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Politische Bildung und Politikdidaktik

 

09/2014 – 09/2015 

Schuldienst in Ingolstadt (Gymnasium)

 

08/2010 – 08/2014

Schuldienst in Bergheim/Köln (Gymnasium)

 

02/2010 – 08/2010

Schuldienst in Ingolstadt (FOS/BOS)

 

04/2010

1. Staatsexamen als Erweiterungsprüfung im Fach Sozialkunde an der Universität Erlangen-Nürnberg

 

02/2008 – 02/2010

Referendariat mit den Fächern Englisch/Geschichte (Seminarschule: Hans-Sachs Gymnasium Nürnberg), Abschluss: 2. Staatsexamen

 

10/2002 – 10/2007

Lehramtsstudium Englisch, Geschichte (Gymnasium, Sek. 1 und Sek. 2) an der RWTH Aachen, Abschluss: 1. Staatsexamen

 

10/2001 – 10/2007

Studium der Politischen Wissenschaft (Hauptfach), Geschichte und Anglistische Literaturwissenschaft (Nebenfächer) an der RWTH Aachen, Thema der Magisterarbeit: Bildungspolitische Positionen von SPD und CDU in Nordrhein-Westfalen am Beispiel der Gesamtschuldiskussion, Abschluss: Magistra Artium (M.A.)

Projekt

 

 

Förderung der Lehrerprofessionalität im Umgang mit Heterogenität an der Universität Augsburg

Publikationen

XXX

Forschung

Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel der deutschen Energiewende  –

Diagnose der Lernvoraussetzungen von Schülern und Entwicklung eines adaptiven Unterrichts zum Thema Nachhaltigkeit am Beispiel der Mobilität an Gymnasien

 (im Rahmen des LeHet Projekts, Kompetenzbereich A)

 

 

Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) erfährt eine immer profiliertere Stellung in den Lehrplänen aller Schulformen. Das vorliegende Forschungsvorhaben reagiert auf diese positive Entwicklung und möchte mit seinen Erkenntnissen BNE im Fach Sozialkunde an Gymnasien stärken. Anhand der Energiewende und des Beispiels Mobilität sollen Schüler(innen) befähigt werden im Sinne eines mündigen Bürgers und zukünftigen Konsumenten zwischen nachhaltigen und nicht nachhaltigen Entscheidungen und Handlungen zu unterscheiden und zu urteilen. Auf der Grundlage eines konstruktivistischen Lernverständnisses werden die unterschiedlichen Präkonzepte der Schüler(innen) berücksichtigt, um darauf aufbauend adaptiven Unterricht zum Thema BNE zu entwickeln.

Die Forschungsfrage der geplanten Qualifizierungsarbeit lautet dementsprechend:

Wie kann BNE durch eine gezielte, auf Fachkonzepte bezogene Diagnostik und den Einsatz adaptiver Lehr-Lernangebote an Schulen gestärkt werden?

Mit dem Einsatz von Concept Maps als Erhebungsinstrument werden die Lernvoraussetzungen der Schüler(innen) zum Aufgabenfeld der Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel der Energiewende in Deutschland erhoben, um adaptives Unterrichten unter dem Einsatz der Dilemmamethode zu ermöglichen.

Folgendes Vorgehen dient der Umsetzung der quasi experimentellen Interventionsstudie:

1.)    In einem ersten Schritt findet die Konzeption einer Concept Map als Erhebungsinstrument statt. Dieser Entwurf ist mit einer Einigung zwischen den beteiligten Lehrkräften und Wissenschaftlern auf eine gemeinsame Concept Map verbunden. Die Konstruktvalidität wird durch die gemeinsame Konzeption einer Expertenmap von beteiligten Fachlehrkräften und Wissenschaftlern erreicht, die der Korrespondenzanalyse dient.

2.)    In 10. Klassen an Gymnasien werden in einem Pretest die Lernvoraussetzungen der Schüler(innen) durch die beteiligten Lehrkräfte erhoben.

 Im Anschluss findet die Auswertung des Pretests in Form der Korrespondenzanalyse (interindividueller Vergleich zwischen Schüler - Concept Maps und Expertenmap) mit Zuhilfenahme der Open Source Software CMap durch die verantwortliche Wissenschaftlerin statt. Ziel ist dabei einen Einblick in die Präkonzepte innerhalb einer Lerngruppe zu erhalten.

3.)    Im nachfolgenden Schritt erfolgt der Aufbau eines adaptiven Lehr-Lernarrangements basierend auf den Erkenntnissen des Prestests für jede Lehrgruppe. Die Entwicklung der Unterrichtssequenz findet gemeinsam mit den beteiligten Fachlehrkräften statt.

4.)    Nach Erhebungen und Auswertung der jeweiligen Lernvoraussetzungen in den Lerngruppen kommt es zur Intervention. Die Dilemmamethode wird als Unterrichtsmethoden innerhalb einer zweistündigen Unterrichtssequenz angewendet, um der Komplexität der Thematik und den Gestaltungskompetenzen innerhalb der BNE gerecht zu werden.

5.)    In zuvor bestimmten Kontrollgruppen findet kein Treatment statt. Dies betrifft sowohl den Aspekt des adaptiven Unterrichtens als auch den Einsatz der Dilemmamethode.

6.)    Die Lerneffekte der Unterrichtssequenzen werden anschließend in einem Posttest überprüft, der den Fortschritt des Wissensaufbaus und der Urteilskompetenz sowie die Perspektiven der Entscheidungs- und Handlungskompetenz hinsichtlich der ausgewählten Nachhaltigkeits-thematik binnen einer Schuljahresfrist berücksichtigt. Er wird in denselben Lerngruppen sowie nach Möglichkeit mit denselben Lehrkräften durchgeführt werden wie der Pretest. Für diesen Posttest wird als Erhebungsinstrument adäquat zum Prestest die Concept Map zur Ermittlung des Lernerfolgs eingesetzt.

7.)    Auf der Grundlage der Ergebnisse des Posttests werden die verwendeten Lernarrangements und Maßnahmen des adaptiven Unterrichts im Hinblick auf ihre Leistungsfähigkeit reflektiert. Entsprechend ihrer Eignung werden diese identifiziert, modifiziert sowie weiter ausdifferenziert. Ziel ist es unter Einbezug der Ergebnisse typische Fehlkonzepte zur Thematik zu identifizieren und ein entsprechendes Lehrangebot zur Thematik basierend auf diesen typischen Lernvoraussetzungen zu konzipieren, die den Fachlehrkräften als Handreichung bereitgestellt werden soll, um das Aufgabenfeld BNE insgesamt im Fach Sozialkunde an Gymnasien zu stärken.

 

Zum Umgang mit Präkonzepten und zur Anwendung adaptiver Unterrichtsmethoden werden die teilnehmenden Lehrkräfte in Fortbildungen geschult.

 

 

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