Prof. Dr. Johannes Burkhardt

Emeritus
Geschichte der Frühen Neuzeit
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Lebenslauf

2001 bis 2003   

Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit im Verband der Historikerinnen und Historiker Deutschlands.

1997 bis 2008

Sprecher des Graduiertenkollegs „Wissensfelder der Neuzeit. Entstehung und Aufbau einer europäischen Informationskultur“.

1991-1995

Geschäftsführender Direktor des Instituts für Europäische Kulturgeschichte.

1991-2008

ordentlicher Professor und Inhaber des Lehrstuhls für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Augsburg.

1989/90

Vertretung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Winfried Schulze für Neuere Geschichte in Bochum.

1987/88

Vertretung des Lehrstuhls von Prof. Dr. Reinhart Koselleck, für Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Historik (Theorie der Geschichte) in Bielefeld.

1984

Habilitation für Neuere und Neueste Geschichte.

1978-1986

Wissenschaftlicher Assistent bzw. Akademischer Oberrat am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte in Eichstätt.

1975/76

Forschungsstipendiat des Deutschen Historischen Instituts in Rom.

1973-74

Mitarbeiter am Institut für Historische Verhaltensforschung Stuttgart.

1971

Promotion bei Ernst Walter Zeeden.

geb. 1943

in Dresden; Studium der Geschichte, Germanistik und Philosophie in Hamburg und Tübingen.

Publikationen

Der Krieg der Kriege. Eine neue Geschichte des Dreißigjährigen Krieges, Stuttgart 2018.

In diesem „Krieg der Kriege“ hat eine hochentwickelte Kultur ihren eigenen Untergang riskiert. Angesichts einer eingangs geschilderten „Geographie des Schreckens“, der „Trinität des Todes“ und der Lebensrisiken der Kinder, Frauen und Soldaten haben Chronisten schon gezweifelt, ob es überhaupt eine Nachwelt geben werde. Hier stellt sich eine Frage, der erstmals nachgegangen wird: Hat das denn niemand kommen sehen und aufzuhalten gewusst?
 

Doch, es ist durchaus versucht worden, die Katastrophe abzuwenden. Das Buch gibt mit einem neuen Blick bisher übersehene Friedenschancen und Alternativen zu erkennen. Schon der Fenstersturz löste nicht den Krieg, sondern eine beinahe erfolgreiche Friedens- und Kongressdiplomatie aus. Selbst der militärische Macher des monströsen Krieges Wallenstein besann sich noch eines Besseren. Zum Friedensapostel geworden, verfehlte er - noch kaum bekannt -  sein Ziel nur um wenige Tage und hinterließ die roadmap, die zum Frieden führte.
 

Durch Zufälle, verpasste Zeitfenster und die falschen Amtsinhaber, aber auch durch ein europäisches Grundproblem aufgehalten, wurde gerade dieser Krieg der Kriege durch seine Länge eine einzigartige Großbaustelle des Friedens. Denn mehr als Pulverdampf und altbekanntes Kriegsgetümmel ist es die Friedenssuche, die uns heute noch etwas zu sagen hat. Richtig genutzt bietet der lange Krieg auch ein Reservoir von aktuell bleibenden Mitteln, Kriege zu beenden.
 

Herausgegebene Reihen:

Studia Augustana, hrsg. von Johannes Burkhardt, Johannes Janota und Helmut Koopmann, Augsburger Forschungen zur europäischen Kulturgeschichte, Monographien und Sammelbände mit philologischem, politologischem und historischem Schwerpunkt, Max Niemeyer Verlag Tübingen;
Colloquia Augustana, hrsg. von Johannes Burkhardt und Theo Stammen, Monographien und Sammelbände mit historischem Schwerpunkt, Akademie Verlag Berlin;
Materialien zur Fuggergeschichte, hrsg. von Johannes Burkhardt und Franz Karg;
Studien zur Fuggergeschichte, hrsg. von Johannes Burkhardt;
Historia Scientiarum, Geschichte und Politik, hrsg. von Johannes Burkhardt, Editions-Programm der Fritz Thyssen Stiftung, Verlag Olms-Weidmann;
Mitteilungen des Instituts für Europäische Kulturgeschichte, hrsg. von Johannes Burkhardt, Wolfgang E. J. Weber, Thomas M. Scheerer, Theo Stammen, Silvia Serena Tschopp.

 

 

Die vollständige Publikationsliste von Herrn Burkhardt finden Sie hier.

 

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