Das Meer in der Kammer. Maritime Themen und Materialien in Kunstkammern der Frühen Neuzeit

Kunstkammern waren eine Sammlungsform der Frühen Neuzeit. Ihr charakteristischer Aufbau bestand im Nebeneinander von Kunstwerken (Artificialia) und Naturobjekten (Naturalia) und zielte im Idealfall auf eine universelle Repräsentation der Schöpfung ab (der Makrokosmos im Mikrokosmos bzw. die Welt in der Kammer). Die projektierte Tagung soll beleuchten, in welcher Weise das Meer in derartigen Sammlungen repräsentiert wurde: Einerseits stammten viele Materialien typischer Kunstkammerstücke wie Korallen und Nautilus-Gehäuse aus dem Meer, andererseits konnte das Meer auch ikonographisch, etwa personifiziert durch mythologische Figuren, im Sammlungsgefüge dargestellt werden. Die Tagung reagiert damit sowohl auf das in den vergangenen Jahren gestiegene Interesse am Meer als Thema der Geschichtswissenschaften als auch auf aktuelle methodische Fragen zur Materialität als einem Schwerpunkt kulturwissenschaftlicher Forschung.

 

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