CAAPS Forum
CAAPS bei der Langen Nacht der Wissenschaft 2026
Hightech im Taschenformat: Interdisziplinäre Zusammenarbeit am Spiralseparator
In einem gemeinsamen Vortrag befassten sich Prof. Janina Bahnemann und Prof. Malte Peter aus dem CAAPS bei der Langen Nacht der Wissenschaft 2026 in Augsburg mit dem Thema "Lap-on-a-Chip: Interdisziplinäre Zusammenarbeit am Spiralseparator".
"Lap-on-a-Chip"-Systeme sind miniaturisierte Geräte, in denen komplexe Laborprozesse auf eine mikrofluidische Plattform übertragen werden können - echte Hightech-Lösungen im Taschenformat. Solche Systeme lassen sich zum Beispiel in der Diagnostik oder bei biologischen Trennverfahren nutzen und eröffnen neue Wege für schnelle, effiziente Analysen, z.B. von Blutproben, direkt vor Ort.
Das Beispiel eines Spiralseparators - eines hochauflösend 3D-gedruckten Systems, das Partikel oder Zellen entlang eines gebogenen Miniaturkanals separiert - verdeutlicht eindrucksvoll, warum interdisziplinäre Zusammenarbeit so wichtig ist:
- Die Technische Biologie steuert das biologische Verständnis der Proben und deren Verhalten in mikrostrukturierten Umgebungen bei, genauso wie das Know-how im 3D-Druck und Design. Die gezielte Datenerhebung ist hierbei ein unerlässlicher Baustein für valide mathematische Modelle.
- Mathematik und Datenanalyse helfen, Strömungsmodelle und getrennte Partikelverteilungen zu simulieren und zu optimieren. Dazu gehören die Entwicklung und Validierung mathematischer Modelle für mikrofluidische Prozesse, die als Grundlage für Simulationen dienen. Diese Simulationen liefern wiederum Input für die Forschung der Technischen Biologie.
CAAPS bei der Public Climate School
Mit der Public Climate School (PCS) öffneten die Universität Augsburg und die Technische Hochschule Augsburg in Kooperation mit der Stadt Augsburg vom 24. bis 28. November 2025 eine große Zahl an Lehrveranstaltungen, die sich mit verschiedenen Aspekten rund um das Klima befassen, für die Öffentlichkeit. Das CAAPS war diesmal mit einem Vortrag von Prof. Michael Resch (HLRS) dabei. Eingeladen wurde er vom CAAPS Mitglied Prof. Michael Schlottke-Lakemper zum Thema KI und Klima: geht das?
Künstliche Intelligenz erlebt einen Boom mit weitreichenden Folgen für Wissenschaft und Gesellschaft. Experten warnen vor steigenden Hardwarepreisen und dem Ende des klassischen Hochleistungsrechnens. Klimaschützer sorgen sich um den wachsenden Energiehunger bis hin zur Reaktivierung alter Kernkraftwerke. Abseits ethischer Fragestellungen wendet sich der Vortrag dem nüchternen Thema zu, ob KI ein Klimakiller ist - oder ob ihr Betrieb und ihre Nutzung auch positive Klimaeffekte ermöglichen können.
Michael Resch ist Professor für Höchstleistungsrechnen und Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart (HLRS). Er studierte Technische Mathematik und promovierte in Ingenieurwissenschaften. Seit 2003 leitet er das HLRS und das Institut für Höchstleistungsrechnen der Universität Stuttgart. Seine Forschungsschwerpunkte sind Höchstleistungsrechnen, Wissenschaftstheorie der Simulation, digitale Methoden in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie die Rolle des Digitalen in der Kunst.
Datum: 24.11.2025
Uhrzeit: 16:00
Ort: Hörsaal III Gebäude C
Dozierende: Prof. Michael Schlottke-Lakemper (High-Performance Scientific Computing)
Referent:in: Prof. Dr. Michael M. Resch, Direktor des Höchstleistungsrechenzentrums Stuttgart
Lehrveranstaltung: Höhere Mathematik I
Rundgespräch Angewandte Mathematik
Vertreterinnen und Vertreter deutscher Universitäten und Repräsentanten von Gesellschaften und Interessensverbänden diskutierten vom 2. bis 3. Mai 2024 über drängende Fragen von Forschung und Lehre in der angewandten Mathematik.