FORUMOST im Dialog

– Deutsch im östlichen Europa

 

Jedes Semester begrüßen wir Gäste aus dem In- und Ausland, die im Rahmen der Vortragsreihe "ForumOst im Dialog – Deutsch im östlichen Europa" zu Themen mit Bezug zu Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa sprechen. Die Themenschwepunkte kommen aus den Bereichen Sprachkontaktforschung, Minderheitensprachen, Lehrerbildung, Interkulturelle Kommunikation und Europäische Kulturgeschichte.

 

Einladungen zu aktuellen Vorträgen finden Sie unter Aktuelles sowie als Aushang an der Universität.
Die Vorträge finden in der Regel mittwochs um 17:30 Uhr statt.

Aktueller Vortrag

„Heimatstadt seiner deutschen Bewohner und Metropole an der Sprachgrenze“.
Die frühere deutsche Minderheit in Pilsen/Plzeň
 

Vortrag von Christoph Mauerer (Westböhmische Universität Pilsen)
am Dienstag, 22. Juni 2021, 16:15 – 17:45 Uhr

 

Der Vortrag ist Teil der Vorlesung „Variation im Deutschen“ und findet online über ZOOM statt.

Bitte melden Sie sich per E-Mail für Details und Zugang zur Veranstaltung.

 

 

Zum Vortrag:

 

Die Großstadt Pilsen, die nur etwa 70 Kilometer von der bayerischen Grenze entfernt liegt, war und ist das bedeutendste Zentrum Westböhmens. In der Stadt selbst gab es bis 1945 auch deutschsprachige Bewohner, die aber eine kleine Minderheit darstellten. Die angrenzende westböhmische Region des Egerlands hingegen war überwiegend deutsch besiedelt.

Wie wirkte sich diese besondere geographische Lage auf die in Pilsen gesprochenen Varietäten des Deutschen aus? Welche Spracheinstellungen pflegten die ‚Pilsner Deutschen‘ bzw. ‚Deutschen in Pilsen‘? Und nicht zuletzt, wie war ihr Verhältnis zum Tschechischen und zur tschechischen Mehrheitsgesellschaft der Stadt? Ergebnisse aus aktuellen interdisziplinären (anthropologisch-linguistischen) Forschungen an der Westböhmischen Universität Pilsen versuchen Antworten auf diese Fragen zu geben.

 

Vergangene Vorträge

  • Zum Thema „Das Phänomen „Goethe-Zitat“: von klassischen Weisheiten bis zu „Entflügelten Worten““ sprach Dr. Svitlana Shkvarchuk (Jurij-Fedkowytsch-Universität in Tscherniwzi/Czernowitz) am Dienstag, 19.11.2019.

    Eine Kooperation Professur für Neuere deutsche Literaturwissenschaft (Prof.in Bettina Bannasch), der Professur für Variationslinguistik und DaZ/DaF (Prof. Alfred Wildfeuer) und des Forschungs- und Kooperationszentrums FORUMOST,
    im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Augsburg – Czernowitz – Pilsen.

 

  • Zum Thema „Die Persönlichkeit des Baumeisters der Spätgotik – viele offene Fragen“ sprach Mgr. Hynek Látal, Ph.D. (Südböhmische Universität Budweis) am Mittwoch, 23.10.2019.

    Eine Kooperation des Lehrstuhls für Kunstgeschichte (Prof.in Andrea Gottdang) und des Forschungs- und Kooperationszentrums FORUMOST,
    im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Augsburg – Budweis (Prof. Mathias Mayer)

 

 

  • Am Dienstag, 04. Juni 2019, sprach Dr. Liudmyla Tomniuk von der Nationalen Jurij-Fedkowytsch-Universität Czernowitz/Ukraine zum Thema „Kommunikation und sprachliche Variation in deutschen Haftanstalten“

    Der Vortrag fand im Rahmen der Vorlesung „Variation im Deutschen“ (Professur für Variationslinguistik, DaZ/DaF)
    als Teil der Germanistischen Institutspartnerschaft Augsburg – Czernowitz – Pilsen statt.
© Universität Augsburg

Am Mittwoch, 17.01.2018, sprach Jan König, M.A. von der Südböhmischen Universität Budweis zum Thema
„Der Prager deutsche Schriftsteller Franz Carl Weiskopf als kultureller Mittler“

 

Zum Vortrag:
Die Prager deutschen Autoren gelten als Mittler zwischen dem deutschsprachigen und slawischen Kulturraum. Einer der unbekannteren Autoren dieser Gruppe ist Franz Carl Weiskopf, der in der DDR vor allem als antifaschistischer Schriftsteller gelesen worden ist. Neben dieser politischen Ebene ist in seinem Werk aber auch eine interkulturelle Lesart angelegt, die hier im Mittelpunkt des Vortrages stehen soll. Dabei soll der Begriff des Mittlers beleuchtet und im Kontext der Prager deutschen Literatur erläutert werden.

 

Eine Kooperation des Forschungs- und Kooperationszentrums FORUMOST und
des Lehrstuhls für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft

im Rahmen der Germanistischen Institutspartnerschaft Augsburg – Budweis.

© Universität Augsburg

Am Mittwoch, 25.04.2018, sprach Mgr. Andrea Königsmarková von der Westböhmischen Universität Pilsen zum Thema
„Die Landschaft im Wandel – Zur Interdisziplinären Forschung des Kulturerbes in der Tachauer Region“

 

Zum Vortrag:
Der Grenzraum der Region Tachau ist ein ausgezeichnetes Beispiel für die Darstellung vieler geschichtlicher, kultureller und auch sprachlicher Wandlungen, die das tschechische Grenzgebiet während des zwanzigsten Jahrhunderts erlebte.
Der Vortrag bietet einen Überblick zur aktuellen interdisziplinären (anthropologisch-archäologisch-germanoslawistischen) Forschungsarbeit an der Westböhmischen Universität Pilsen. Ziel der Arbeit ist es, die ausgewählten Alltagsaspekte der „großen“ historischen Ereignisse zu identifizieren, wobei regionale und lokale Besonderheiten berücksichtigt werden und der Sitten sowie der sprachlichen Gestaltung und der Überlieferung der Texte aus diesem Bereich besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.

 

Eine Kooperation des Forschungs- und Kooperationszentrums FORUMOST,
der Professur für Variationslinguistik und
des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg.

© Universität Augsburg

Am Mittwoch, 17.01.2018, sprach Johann Wellner vom Forschungszentrum DiMOS (Universität Regensburg) zum Thema
„Die deutschen Dialekte der Bukowina“

 

Zum Vortrag:
Direkt im Grenzraum zwischen Mittel-, Südost- und Osteuropa gelegen, gilt die Bukowina seit jeher als kultureller und ethnischer Schmelztiegel.
Seit Ende des 18. Jahrhunderts bereicherte auch die deutsche Sprache die reichhaltige Kultur des ehemaligen Habsburger Herzogtums, dessen Höhepunkt in literarischer Form wohl Paul Celan darstellt. Vielfältig waren auch die Mundarten, welche die deutschsprachigen Siedler mit in die Bukowina nahmen.
Der Vortrag behandelt insbesondere diese vom akuten Aussterben bedrohten deutschen Dialekte, eingebettet in den historischen Hintergrund der österreichischen Bukowina, der Herkunft der Siedler sowie mögliche Perspektiven des Sprachstandes.

 

Eine Kooperation des Forschungs- und Kooperationszentrums FORUMOST,
der Professur für Variationslinguistik und
des Bukowina-Instituts an der Universität Augsburg.

© Universität Augsburg

Am Mittwoch, 15.11.2017, sprach Prof. Nelu Bradean-Ebinger von der Corvinus Universität Budapest zum Thema
„Die deutsche Sprache im Karpatenbecken“

 

Zum Vortrag:
Laut Angaben des Bundesministeriums des Innern leben derzeit noch rund 500.000 Deutschsprachige in Ostmittel- und Südosteuropa.
Im sogenannten Karpatenbecken (ung. Kárpátmedence) ließen sich die ersten deutschen Siedler schon im 9. Jahrhundert nieder und lebten seither meistens nebeneinander mit den ortsansässigen Völkern zusammen, aber auch oft gegeneinander.
Der Vortrag thematisiert u. a. die historischen Entwicklungen, die aktuelle Situation der deutschen Sprache in diesem Raum sowie Entwicklungstendenzen und Möglichkeiten für die Zukunft.

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