Forschung
Forschungsfelder
Die Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Weihrich beschäftigt sich mit der Synthese, Optimierung und Analyse von funktionalen High-Tech-Materialien und deren computer-gestützter Modellierung. Dazu zählt auch Grundlagenforschung an M-A-Ch-Verbindungen*, welche u.a. Anwendung als Elektrodenmaterialien, Thermoelektrika, topologische Materialien (u.a. Shandit Co3Sn2S2) oder Supraleiter finden.
Im Rahmen des interdisziplinären H2.UniA Netzwerks befasst sich die Arbeitsgruppe um Prof. Dr. Weihrich federführend mit Fragestellungen zu Wasserstofftechnologien. Ein Forschungsschwerpunkt liegt bei den Elektrodenmaterialien für die H2-Elektrolyse, sowie bei Lösungen zu systemischen und strategischen H2-Herausforderungen unter dem Aspekt der Ressourceneffizienz und Anwendung von KI-Methoden.
Des Weiteren befasst sich der Arbeitskreis zunehmend und intensiv mit Stoffkreisläufen verschiedener Ressourcen und Materialien. Unsere Projekte zielen hier darauf ab durch Recycling und Umwandlungen die Ressourceneffizienz und Verfügbarkeit zu erhöhen und zu sichern (u.a. ForCYCLE).
* M-A-Ch-Verbindungen (Hauptgruppenmetallen A, Nebengruppenmetallen M und Nichtmetallen Ch, meist Chalkogene)
Einbettung der Professur am MRM-Institut
Aktuelle Projekte
Augsburger Substanzkonsum (ASK)
Das ASK-Projekt ist eine wissenschaftliche Online-Umfrage, in welcher Zusammenhänge zwischen körperlicher und psychischer Gesundheit, Leistungsdruck und Substanzgebrauch bei Studierenden untersucht werden.
Erfasst werden sowohl legale als auch illegale, verschreibungspflichtige und nicht verschreibungspflichtige Substanzen, detaillierte Konsummuster sowie Komedikationen und mögliche Wechselwirkungen.
Die Teilnahme dauert je nach angegebenem Konsumverhalten 5 bis 20 Minuten. Sämtliche Angaben sind vollständig anonym; es werden keine personenbezogenen Daten und keine IPAdressen gespeichert. Unter allen Teilnehmenden werden 10 Gutscheinbücher „GutscheinGeniessen Augsburg“ mit über 225 Gutscheinen verlost.
Ziele der Studie:
Korrelationen zwischen Gesundheitsstatus, Stress und Substanzkonsum aufzeigen
Riskante Kombinationen (Komedikationen) und Abhängigkeitssymptome identifizieren
Informationsdefizite zu Risiken und Wechselwirkungen erkennen
Die erhobenen Daten sollen eine evidenzbasierte Grundlage für die Region Augsburg schaffen, vor allem bisher wenig erforschte riskante Kombinationsmuster sichtbar machen und so die Basis für wirksamere Präventions- und Unterstützungsangebote für Studierende bilden.
Die Umfrage ist über den folgenden Link erreichbar:
Umfrage zu Substanzkonsum und Gesundheit der Universität Augsburg
Das ASK-Projekt entstand in einer interdisziplinären Zusammenarbeit des Instituts für Materials Resource Management (MRM; Projektverantwortliche: Sarah Binder), des Bezirkskrankenhauses Augsburg (BKH) und des Zentrums für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG).
K-AXFLUX-H2
Das K-AXFLUX-H2 Forschungsprojekt ist ein Verbund der Hochschule Augsburg, Universität Augsburg und Industriepartnern und wird du wird durch das Bayerische Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert. Im Projekt soll ein Axialflussmotor mit kryogener Wasserstoffkühlung entwickelt werden, der durch eine intelligente Systemarchitektur die Effizienz eines wasserstoff-elektrischen Antriebsstrangs in Flugzeugen erheblich steigern kann. Hierbei forscht unser Arbeitskreis zu neuartigen weichmagnetischen Materialien für den Stator.
Weitere Informationen finden Sie hier.
Alkalische Wasserelektrolyse (AEL)
Wasserstoff kann einen starken Beitrag zur Decarbonisierung unserer Energiewirtschaft leisten. In der Kooperation zusammen mit dem Anwenderzentrum Material- & Umweltforschung (AMU) wird die alkalische Wasserelektrolyse zur Wasserstoffproduktion intensiv beforscht. Hierbei werden sowohl Kathoden als auch Anoden für die Wasserstoff- und Sauerstoffentwicklung beschichtet und mit breiter Analytik und elektrochemischen Methoden untersucht. Schwerpunkt hierbei liegt auf der Nanostrukturierung und Beschichtung nickelbasierter Materialien. Diese Lösungen werden mit Industriepartnern anwendungsnah entwickelt mit dem Ziel der Skalierung und einer KI-gestützten Industrialisierung.
- Telefon: +49 821 598 - 69141
E-Mail: timon.guenther@uni-auni-a.de ()
Studien zu Wasserstoff-Technologien
Zu den wesentlichen Sektoren der Wasserstofftechnlogie
- Erzeugung
- Transport und Speicherung
- Nutzung
- KI-Methoden & industrielle Produktion
werden im Rahmen von diversen Abschlussarbeiten und Seminaren Studien durchgeführt, in welche auch die Studierenden eingebunden werden. Ziele dabei sind der interdisziplinäre Wissensaufbau, sowie die Optimierung der Strategien für eine künftige emissionsfreie Energienutzung durch grünen Wasserstoff und seine Derivaten.
Um allen Interessieten Basiswissen zu den Sektoren der Wasserstofftechologien zu vermitteln, wurde im Rahmen des H2.UniA Netzwerks das H2_Digilab erarbeitet. Hier finden sich komprimiert die wichtigesten Informationen zur Erzeugung, Speicherung/Transport und Nutzung von Wasserstoff.
Abgeschlossene Projekte
ForCycle II-Projekt mit dem Bifa Umweltinstitut
Metallstaub-Fraktionen treten in vielen Bereichen der verarbeitenden Industrie auf. Die stark variierenden Zusammensetzungen und teilweise hohen Anteile kritischer Metalle erschweren eine kosteneffiziente Verwertung. Daher werden sie zunehmend zum „Problem-Staub“ für die bayerischen Gießereien und oftmals endet ein Großteil als Bergversatz auf Deponien. Das ist durch steigende Entsorgungskosten längst nicht mehr ein rein wirtschaftliches Problem, sondern belastet auch die bayerische Umwelt. Ziel des Projekts ist es, in Kooperation mit Partnern aus Wissenschaft und Industrie, praktische Wege zur Gewinnung, Aufbereitung und Verwertung für bayerische Gießereien zu entwickeln und zu realisieren, um so wichtige Ressourcen für die bayerische Wirtschaft im Stoffkreislauf verfügbar zu halten. Dies steigert die Ressourceneffizienz in Schlüsselbranchen der bayerischen Wirtschaft, sichert bisher verlorene Ressourcen, schont die Umwelt und erhöht die Wirtschaftlichkeit.
Laufzeit: 01. Juli 2019 bis 30. Juni 2022
Verantwortlicher Mitarbeiter: Dr. Christian Strakos (ehemalig)