Lehrstuhl für Amerikanistik

Herzlich willkommen am Lehrstuhl für Amerikanistik!

Die Amerikanistik an der Universität Augsburg versteht die Vereinigten Staaten als einen Kulturraum, der sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit von transnationalen und transkulturellen Prozessen geprägt ist und war. Wir verstehen Amerikastudien oder Amerikanistik deshalb als „Nordamerikastudien“, was bedeutet, dass wir uns nicht nur auf US-amerikanische Literaturen und Kulturen konzentrieren, sondern auch auf andere auf dem amerikanischen Kontinent produzierte Texte – ein integraler Bestandteil unserer Forschung und Lehre sind so beispielsweise Texte aus Kanada oder den Grenzgebieten zwischen den USA und Mexiko.

 

News

  • Ab Semesterbeginn Winter 2020/2021 ist das Sekretariat Amerikanistik wieder telefonisch erreichbar; und zwar zu folgenden Zeiten:
     

    • Dienstag
      13:00 bis 15:30 Uhr (nicht am 23.03.2021) 

    • Mittwoch

      13:00 bis 15:30 Uhr

    • Donnerstag

      08:00 bis 11:00 Uhr

       

      Bitte beachten: Kurzfristige Änderungen sind jedoch trotzdem möglich.

    • Weiter Infos finden Sie unter: Team/Sekretariat
       

  • Eine Kontaktaufnahme pre Mail ist natürlich jederzeit möglich. sekretariat.amerikanistik@philhist.uni-augsburg.de
  • Bitte beachten Sie, dass es aufgrund der derzeitigen Situation zu Verzögerungen bei der Bearbeitung kommen kann.
  • Alle Sprechstunden finden bis auf Weiteres digital statt. Bitte informieren Sie sich zu den einzelnen Terminen auf den persönlichen Seiten der Lehrenden.

 

 

 

Vorträge etc.

Große Werke der Literatur XVI

...in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Augsburg

 

Ringvorlesung der Universität Augsburg

Sommersemester 2021

Mittwochs, 18:30 Uhr

 

Bereits zum zweiten Mal findet die Augsburger Ringvorlesung „Große Werke der Literatur“ nun online statt. An fünf Terminen zwischen Mai und Juli 2021 stellen unsere Vortragenden bemerkenswerte literarische Werke des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Den Auftakt macht Alexander Wöll am 5.5. mit seinem Vortrag über Daniil Charms‘ poetisches Werk.

 

Die Termine im Sommersemester 2021 im Überblick:

5. Mai 2021, 18:30 Uhr | Alexander Wöll (Potsdam): Daniil Charms' poetisches Werk

19. Mai 2021, 18:30 Uhr | Lut Missinne (Münster): Louis Paul Boon, Der Kapellekensweg

9. Juni 2021, 18:30 Uhr | Doris Eibl (Innsbruck): Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos

23. Juni 2021, 18:30 Uhr | Martin Middeke (Augsburg): James Joyce, Ulysses

14. Juli 2021, 18:30 Uhr | Maximilian Gröne (Augsburg): Igiaba Scego, La mia casa è dove sono [Wo ich bin, bin ich zu Hause]

 

Programmflyer Große Werke der Literatur Sommersemester 2021

 

Gegenwärtig sind pandemiebedingt alle Vorträge als digitale Veranstaltungen geplant. Nähere diesbezügliche
Informationen zu den Einzelvorträgen finden Sie jeweils eine Woche im Voraus auf dieser Seite.

 

 

5. Mai 2021, 18:30 Uhr | Alexander Wöll (Potsdam): Daniil Charms' poetisches Werk

 

Daniil Charms‘ genial-absurde Texte sind bis heute unübertroffen. Alte Omas fallen wie in Christian Morgensterns von schwarzem Humordurchzogenen „Galgenliedern“ aus dem Fenster. Kinder als Lebend-Tote erinnern an Monster aus den Gothic novels von Nikolaj Gogol‘. In seinen vermeintlich autobiografischen Texten parodiert Charms lustvoll Lev Tolstoj’s moralische Erziehungsfantasien und schreibt doch selbst Kinderliteratur völlig anderer Art. Wie in Lewis Carrolls verrücktem Wunderland wird die gesamte Logik der Welt mit mathematischer Präzision auf den Nullpunkt fokussiert. Über seine Begeisterung für Koffer, Schränke, Kisten und Truhen entwickelt er seine Maxime "Die Kunst ist ein Schrank", die jeder als eine Verballhornung des berühmten Slogans der russischen Formalisten "Die Kunst ist ein Verfahren" durchschaut. Einer Zeit des stalinistischen Terrors setzt er seine poetische Freiheit der Gedanken entgegen und schafft mit der Figur des kleinen Vova auf der Weihnachtsfeier, der mit einer Kinderrassel glücklich Lärm macht, eine Allegorie auf Russland zwischen Allem und Nichts. Sein sprachliches Meisterwerk voller Witz, Humor und Ironie soll in diesem Vortrag erkundet werden.

 

 

19. Mai 2021, 18:30 Uhr | Lut Missinne (Münster): 

Louis Paul Boon, Der Kapellekensweg

 

Der Kapellekensweg (1953, orig. De Kapellekensbaan of de 1ste illegale roman van Boontje) stammt aus der Feder des flämischen Schriftstellers Louis Paul Boon (1912–1979) und bildet mit Sommer in Ter-Muren (1956, orig. Zomer te Ter-Muren) eine zweiteilige Buchreihe. Der Kapellekensweg, vom Autor „eine Pfütze, ein Meer, ein Chaos“ genannt, ein „Roman, in den du alles holterdipolter reinkippst“, ist einer der großen Klassiker der niederländischsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Haupthandlung spielt sich im 19. Jahrhundert ab, zur Zeit des aufkommenden Sozialismus, und handelt von der zehnjährigen Ondine, die in kleinbürgerlichen Verhältnissen aufwächst und vom sozialen Aufstieg träumt. Ihre Bemühungen, ihr Scheitern und auch der Entstehungsprozess des Romans selbst werden von einer Gruppe von Freunden kommentiert, zusätzlich wird ein Pastiche auf den mittelalterlichen „Vos Reynaerde“ in den Text gewoben. Der Roman wurde mit dem Wort „onfatsoenlijk” – unverschämt – bedacht, und wurde mit seiner wirbelnden Sprache und seinem Reichtum an Wortspielen und volkstümlichen Redensarten bereits drei Mal ins Deutsche übersetzt.

9. Juni 2021, 18:30 Uhr | Doris Eibl (Innsbruck):
Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos

 

In ihrem 2020 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Heldinnenepos zeigt die 1964 in Offenbach am Main geborene und seit 1983 in Frankreich lebende literarische Übersetzerin und Autorin Anne Weber, wie man eine vergessene Figur der Zeitgeschichte der flüchtigen Erinnerung entreißt und ihr literarisch neues Leben einhaucht. Der eigenwillige Gesang, der das außergewöhnliche Leben der 1923 in der Bretagne geborenen Kommunistin, Widerstandskämpferin und Ärztin Anne Beaumanoir, genannt Annette, als eine von politischem Kampf und Gefahr, Hoffnung und Enttäuschung geprägte Odyssee erzählt, erteilt der klassischen Biographie eine klare Absage. Die versifizierte und verdichtete epische Form des Textes lässt keine Zweifel offen: Anstatt eine ohnehin nicht fassbare Wahrheit des Lebens der Anne Beaumanoir vorzugeben, verwebt die Autorin erinnerte Nahaufnahmen (aus Gesprächen mit Anne Beaumanoir und deren Autobiografie Wir wollten das Leben ändern, 2 Bde., 2019 und 2020) und überantwortet Leerstellen ihrer Vorstellungskraft.

 

 

23. Juni 2021, 18:30 Uhr | Martin Middeke (Augsburg): 

James Joyce, Ulysses

 

Ulysses, vollständig zum ersten Mal im Jahre 1922 erschienen, stellt das monumentale Meisterwerk des irischen Schriftstellers James Joyce (1882-1941) dar. Der Roman gilt zu Recht als einer der bedeutendsten und formalästhetisch radikalsten und innovativsten Romane der Weltliteratur. Die Irrfahrt von Joyces modernem Odysseus Leopold Bloom findet an einem einzigen Tag, am 16. Juni 1904 in Dublin statt. Folgen wir nun Joyces und Blooms Weg durch Dublin, so wird sich eine Sinnsuche, eine archetypische und bei aller strukturellen und erzähltechnischen Komplexität zugleich tief bewegende und lebensbejahende Reise durch das Menschliche zeigen, der keine Seite eben dieser Menschlichkeit fremd ist.

14. Juli 2021, 18:30 Uhr | Maximilian Gröne (Augsburg):

Igiaba Scego, La mia casa è dove sono

 

Eine nähere Beschreibung dieses Vortrags folgt.

 

 

 

 

Große Werke der Literatur XVI, Wintersemester 2020/21

Die traditionsreiche Augsburger Ringvorlesung „Große Werke der Literatur“  (XVI) fand bereits im Wintersemester 2020/21 wegen der anhaltenden Corona-Krise in digitaler Form statt. Die Vorträge wurden per Video über das Internet übertragen.

 

 

Große Werke der Literatur XVI

Aufzeichnung von Antje Kleys Vortrag zu Lincoln im Bardo am 21.10.2020

 

 

Am 21.10.2020 fand der Auftaktvortrag der diessemestrigen Ringvorlesung „Große Werke der Literatur“ statt, in dem Antje Kley (FAU Erlangen-Nürnberg) zu George Saunders’ preisgekrönten Roman Lincoln im Bardo sprach. Die Aufzeichnung des Vortrags über diese originell und satirisch erzählte, barock vielstimmige Geschichte einer einzigen Nacht mitten im amerikanischen Bürgerkrieg, in der Präsident Lincoln seinen gerade verstorbenen elfjährigen Sohn Willie betrauert, finden Sie unter folgendem Link:

 

https://www.youtube-nocookie.com/embed/CdzbuqEptE8

 

Große Werke der Literatur XVI
Aufzeichnung von Dr. Hubert Zapfs Vortrag zu Emily Dickinsons Gedichten am 13.01.2021

 

Der dritte Vortrag von Herrn Prof. Dr. Hubert Zapf zu Emily Dickinsons Gedichten fand am 13.01.2021 statt. Den Link zur Aufzeichnung des Vortags auf YouTube finden Sie unter:

 

https://www.youtube.com/watch?v=rUAXJlVHXJs

 

 

Emily Dickinson ist ein bemerkenswertes Beispiel für das in der Literaturgeschichte wiederkehrende Phänomen, dass »große Werke der Literatur« nicht zu Lebzeiten ihrer Autor/innen als solche erkannt, sondern vielmehr erst in der Langzeitrezeption entsprechend gewürdigt werden. Mittlerweile ist Dickinson zu einer Kultfigur eigen-ständiger experimenteller Lyrik geworden, die gerade in ihrer radikalen Mehrdeutigkeit ständig an Geltung und Aktualität gewonnen hat. Der Vortrag beleuchtete ausgewählte Gedichte Dickinsons aus verschiedenen Themen und Perspektiven, die sich in ihnen überkreuzen – Spätromantik und Frühmoderne, Tod und Transzendenz, Liebe und Selbstbestimmung, Frau und Gesellschaft, Kunst und Natur, Erkenntnis und Kreativität.

 

 

 

Neuerscheinungen

Große Werke der Literatur XV

 

Herausgegeben von Günter Butzer, Katja Sarkowsky

und Hubert Zapf

A.Francke Verlag, 2020

ISBN (kartoniert): 978-3-7720-8705-9

 

Der Band setzt die Reihe von Interpretationen großer Werke der Literatur fort, die aus einer Ringvorlesung an der Universität Augsburg hervorgegangen sind. Er versammelt Aufsätze zur deutschen, US-amerikanischen, estnischen, italienischen, karibischen und französischen Literatur und umspannt einen Zeitraum vom Mittelalter bis zur Gegenwart. Enthalten sind Beiträge von Klaus Wolf (Dietmar von Aist, Minnelieder), Rotraud v. Kulessa/Daria Perocco (Terracina, Discorsi sopra le prime stanze de‘ canti d‘Orlando furioso), Dieter Schulz (Thoreau, Walden or Life in the Woods), Hans Vilmar Geppert (Fontane, Cécile; Irrungen, Wirrungen; Stine), Till Kuhnle (Céline, Voyage au bout de la nuit), Günter Butzer/Cornelia Wörmann (Schwitters, Ursonate), Helmut Koopmann (Hesse, Das Glasperlenspiel), Heide Ziegler (Th. Mann, Doktor Faustus), Hubert Zapf (Miller, Death of a Salesman), Joachim Jacob (Bachmann, Enigma), Frank Mardaus (Luik, Der siebte Friedensfrühling), Annika McPherson (Walcott, Omeros), Eva Matthes (Herrndorf, Tschick) und Dennis Mahoney (Hummel, Motherland).
 


Große Werke der Literatur XV

 

 

 

 

Ideology in Postcolonial Texts and Contexts

 

Herausgegeben von Katja Sarkowsky und Mark Stein

Reihe: Cross Cultures

Brill/Rodopi, 2020

ISBN (Festeinband): 978-90-04-42805-8

 

 

Ideology in Postcolonial Texts and Contexts reflects that critiques of ideological formations occur within intersecting social, political, and cultural configurations where each position is in itself ‘ideological’ – and subject to asymmetrical power relations. Postcolonialism has become an object of critique as ideology, but postcolonial studies’ highly diversified engagement with ideology remains a strong focus that exceeds Ideologiekritik. Fourteen contributors from North America, Africa, and Europe focus (I) on the complex relation between postcolonialism, postcolonial theory, and conceptualizations of ideology, (II) on ideological formations that manifest themselves in very specific postcolonial contexts, highlighting the potential continuities between colonial and postcolonial ideology, and (III) on further expanding and complicating the nexus of postcolonial ideology, from veiling as both ideological practice and individual resistance to home as ideological construct; from palimpsestic readings of colonial photography to aesthetics as ideology.

 

Ideology in Postcolonial Texts and Contexts

Nachexil / Post-Exile

 

Herausgegeben von Bettina Bannasch und Katja Sarkowsky

Reihe: Exilforschung, 38

De Gruyter, 2020

ISBN (Broschur): 978-3-11-068687-6

 

Der Begriff des Nachexils ist in den letzten Jahren im Kontext unterschiedlicher Literaturen zu einem wichtigen analytischen Begriff avanciert. Scheint er zunächst mit dem Begriff der Postmigration weitgehend identisch und mit der Diaspora eng verwandt, so enthält er jedoch eine Reihe zentraler Implikationen, die ihn von beiden Konzepten prinzipiell unterscheiden und die entsprechend für das Verständnis des Nachexils wesentlich sind.
Der Band setzt sich zum Ziel, die Facetten der kulturellen Verarbeitung nachexilischer Erfahrungen in unterschiedlichen sprachlichen, geographischen und historischen Kontexten herauszuarbeiten. Mögliche Themen beinhalten das Spannungsfeld von Exil, Nachexil und Diaspora; autobiographische Deutungen des Exils aus der Erfahrung des Nachexils; vergleichende Lektüren fiktionaler Verarbeitungen nachexilischer Erfahrungen; neue Perspektiven auf Begriff und Verständnis des Nachexils durch den neueren Postmigrationsdiskurs.

 

Nachexil / Post-Exile

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