Große Werke/ Vorträge etc.

GROSSE WERKE WINTER 2021/2022

Große Werke des Films

...in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Augsburg

 

Ringvorlesung der Universität Augsburg

Wintersemester 2021-22

Mittwochs, 18:30 Uhr

 

Bereits zum dritten Mal findet die Augsburger Ringvorlesung „Große Werke“ nun online statt. An verschiedenen Terminen zwischen November 2021 und Februar 2022 stellen unsere Vortragenden bemerkenswerte filmische Werke des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Den Auftakt macht Julian Werlitz am 10.11. mit seinem Vortrag über Caden Cotards Synecdoche, New York.

 

Termine im Wintersemester 2021-22 im Überblick:

  • 10. November 2021, 18:30 Uhr | Julian Werlitz: Charlie Kaufman, Synecdoche, New York (2008)
  • 24. November 2021, 18:30 Uhr | Michael Sauter: Andrej Tarkovskij, Solaris (1972)
  • 08. Dezember 2021, 18.30 Uhr | David Kerler: Black Mirror: Bandersnatch (2018)
  • 19.Januar 2022, 18:30 Uhr/ Linda Heß (Augsburg): Leo McCarey, Duck Soup die Marx Brothers im Krieg (1933)
  • 02. Februar 2022, 18:30 Uhr/ Annika McPherson (Augsburg): Steve McQueen, Small Axe (2020)

 

Gegenwärtig sind pandemiebedingt alle Vorträge als digitale Veranstaltungen geplant. Die Zugangsdaten finden Sie jeweils am Veranstaltungsabend auf unserer Startseite.

 

Sehr gerne nehmen wir Sie auch in unseren Verteiler zur Veranstaltungsreihe auf. Schreiben Sie uns dafür eine kurze Mail an shk.amerikanistik@philhist.uni-augsburg.de oder sekretariat.amerikanistik@philhist.uni-augsburg.de.

 

 

10.11.2021 | Julian Werlitz (Augsburg): Charlie Kaufman, Synecdoche, New York (2008)

 

Kann es einen Film über alles geben? Über das Leben, Tod und Krankheit, über Liebe, Familie, Glück und Schmerz? Kann man von einem Leben erzählen, ohne auch die Biografien aller Menschen, die darin vorkommen, zu berücksichtigen? Wie manchem literarischen Vorgänger bleibt auch dem US-amerikanischen Filmemacher Charlie Kaufman nur ein Umweg, indem er das Scheitern eines solchen Anspruchs zeigt: in Synecdoche, New York von 2008 versucht der Theaterregisseur Caden Cotard, sich sein Leben begreiflich zu machen, indem er es auf der Bühne inszeniert. Die Verwirrungen zwischen Imagination und Realität, die sich daraus entwickeln, stellen uns dann doch die Frage nach dem Kern des Lebens: liegt er nicht im fortwährenden, tragisch-komischen Versuch von Regie?

 

 

 

 

24.11.2021 | Michael Sauter: Andrej Tarkovskij, Solaris (1972)

 

Andrej Tarkovskij (1932-1986) zählt zu den bedeutendsten russischen Regisseuren des 20. Jahrhunderts. Der Sohn des renommierten Dichters Arsenij Tarkovskij entwickelte eine ganz eigene Bildsprache, die sich der Stilmittel der Langsamkeit und der Entschleunigung bedient und so die aktive Beteiligung des Publikums einfordert. Virtuose Kameraführung und sehr lange Einstellungen prägen Tarkovskijs Filme, die sich auf meditative Weise mit zentralen Menschheitsfragen befassen. Solaris basiert auf einem Science-Fiction Roman des polnischen Autors Stanisław Lem aus dem Jahr 1961. Namensgebend ist der Planet Solaris, von dem angenommen wird, es handele sich um eine bewusste Lebensform. Der Psychologe Kris Kelvin reist zu einer diesen Planeten umkreisenden Raumstation, um in Kontakt zu treten, sieht sich aber unter Einfluss dieser rätselhaften Präsenz mit seiner eigenen Vergangenheit konfrontiert. Bereits in Lems literarischer Vorlage sind die Begegnung mit einem radikal Anderen und die Grenzen menschlicher Kommunikation als Themen angelegt. In Tarkovskijs Händen gerät die Verfilmung zu einem oft widersprüchlichen und rätselhaften Meisterwerk, das sich auf kunstvolle Weise mit existenziellen Fragen auseinandersetzt.

08.12.2021 | David Kerler (Augsburg): Black Mirror: Bandersnatch (2018)

 

Bandersnatch (2018) ist ein für die Streaming-Plattform Netflix exklusiv produzierter interaktiver Film. Er ist Teil der britischen Serie Black Mirror (2011–2019; bisher 5 Staffeln), deren, weitestgehend eigenständige, Episoden in dystopischen Zukunftsszenarien die negativen Auswirkungen gegenwärtiger technologischer Entwicklungen und der zunehmenden Digitalisierung kritisch ausloten. Der daraus hervorgehende längere Film Bandersnatch spielt hingegen im Jahr 1984 und erzählt die Geschichte des jungen Computerspielentwicklers Stefan Butler. Dieser arbeitet fieberhaft an einem neuen Computerspiel, das nicht linear verläuft und dadurch eine Vielzahl unterschiedlicher Verläufe bzw. Enden ermöglicht. Im Laufe der Handlung wird Stefans prekärer psychischer Zustand zunehmend manifester und stellt die Unterscheidung zwischen Realität, Fiktion und Wahnvorstellung in Frage. Die Konzeption des fiktiven Computerspiels ist insofern eng mit der interaktiven Struktur des Films verknüpft, als die Zuschauer:innen dabei selbst den Fortgang der Geschichte durch diverse Entscheidungsknoten und narrative Verästelungen in vielfältiger Art und Weise beeinflussen können. Die innovative Gestaltung des Films wirft ästhetisch-strukturelle Fragen zum Genre sowie zu Aspekten des seriellen und non-linearen Erzählens auf, zur Medialität/Materialität und deren selbstreflexiven Thematisierung, und impliziert nicht zuletzt auch philosophische Themen, wie etwa die Frage nach dem freien Willen und/oder den medial-diskursiven Einfluss auf unsere Lebenswelt.

 

 

 

19.01.2022 | Linda Heß (Augsburg): Leo McCarey, Duck Soup – Die Marx Brothers im Krieg (1933)

 

In den 1930ern wurden die US-Amerikanischen Komiker Marx Brothers, Groucho, Chico, und Harpo (und Zeppo) durch ihre Filme bekannt, nachdem Sie zunächst jahrelang mit Vaudeville Shows durch die USA getourt waren und in den 1920ern am Broadway auftraten. Ihr Filmdebüt fiel zusammen mit der Ausbreitung des Tonfilms und von 1929 bis 1941 produzierten die Marx Brothers jedes Jahr einen neuen Film (mit Ausnahme von 1936). Vor Groucho, dem schlagfertigen Redner mit dem aufgemalten Schnurrbart, Chico, dem gutherzigen Trickbetrüger, und Harpo, dem stummen Harfenspieler, der sich ausschließlich durch hupende und pfeifende Pantomime verständlich macht, sind keinerlei Autoritäten sicher. Die Komik der Marx Brothers wird immer wieder als „anarchisch“ bezeichnet. Ihre Filme vereinen Slapstick, Wortwitz, Musiktheater und absolutes Chaos mit satirischer Kritik an den Institutionen der amerikanischen Gesellschaft. Duck Soup (Die Marx Brothers im Krieg, 1933), der fünfte Film der Marx Brothers, ist wahrscheinlich ihr politischster Film und seine Aufführung wurde von Mussolini in Italien verboten.

In seiner Bloßstellung der Absurditäten der Kriegsführung und politischer Eliten hat Duck Soup (7 Jahre vor Erscheinen von Charlie Chaplins Der große Diktator) auch fast ein Jahrhundert später noch Relevanz. Während Harpo als einfacher Soldat sein Leben riskieren muss, befindet sich Groucho, als korrupter Präsident Freedonias, in Sicherheit und schießt planlos auf die eigenen Leute. Doch die Satire trifft nicht nur zentrale Machtfiguren, sondern auch die breite Bevölkerung, die ihren Präsidenten trotz Inkompetenz weiterhin ernst nimmt und sich innerhalb kürzester Zeit von nationalistischen Parolen begeistern lässt.     

02.02.2022 | Annika McPherson (Augsburg): Steve McQueen, Small Axe (2020)

 

Die fünfteilige Filmanthologie Small Axe (2020) des vielfach preisegekrönten britischen Regisseurs und Videokünstlers Steve McQueen porträtiert Lebensgeschichten und soziokulturelle Bewegungen aus dem Kontext der westindischen Migration im London der 1960er bis 1980er Jahre. Einem Bob Marley Song entlehnt ist nicht nur der Titel der Reihe, sondern karibische Musik spielt in allen Teilen eine zentrale ästhetische und politische Rolle und verbindet die Thematiken des antirassistischen Widerstands, der kulturellen Vergemeinschaftung und der (Selbst-)Bildung.

Besonders der Film Lovers Rock, von McQueen mit dem britischen Schriftsteller Courttia Newland geschrieben, wird auditiv wie bildlich von einer Ästhetik getragen, die zentrale Motive aus Klassikern des britischen und karibischen Reggae-Films aufgreift und eine Hommage nicht nur an ein Genre und eine Kultur des Widerstands darstellt, sondern auch den Einfluss ‚großer‘ Filmemacher auf McQueens Werk rekontextualisiert.

GROSSE WERKE SOMMER 2021

Große Werke der Literatur XVI

...in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Augsburg

 

Ringvorlesung der Universität Augsburg

Sommersemester 2021

Mittwochs, 18:30 Uhr

 

Bereits zum zweiten Mal findet die Augsburger Ringvorlesung „Große Werke der Literatur“ nun online statt. An fünf Terminen zwischen Mai und Juli 2021 stellen unsere Vortragenden bemerkenswerte literarische Werke des 20. und 21. Jahrhunderts vor. Den Auftakt macht Alexander Wöll am 5.5. mit seinem Vortrag über Daniil Charms‘ poetisches Werk.

 

Die Termine im Sommersemester 2021 im Überblick:

05. Mai 2021, 18:30 Uhr | Alexander Wöll (Potsdam): Daniil Charms' poetisches Werk

19. Mai 2021, 18:30 Uhr | Lut Missinne (Münster): Louis Paul Boon, Der Kapellekensweg

09. Juni 2021, 18:30 Uhr | Doris Eibl (Innsbruck): Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos

23. Juni 2021, 18:30 Uhr | Martin Middeke (Augsburg): James Joyce, Ulysses

14. Juli 2021, 18:30 Uhr | Maximilian Gröne (Augsburg): Igiaba Scego, La mia casa è dove sono [Wo ich bin, bin ich zu Hause]

 

 

Programmflyer Große Werke der Literatur Sommer 2021

 

 

Gegenwärtig sind pandemiebedingt alle Vorträge als digitale Veranstaltungen geplant. Die Zugangsdaten finden Sie jeweils am Veranstaltungsabend auf unserer Startseite.

 

Sehr gerne nehmen wir Sie auch in unseren Verteiler zur Veranstaltungsreihe auf. Schreiben Sie uns dafür eine kurze Mail an shk.amerikanistik@philhist.uni-augsburg.de.

 

 

5. Mai 2021, 18:30 Uhr | Alexander Wöll (Potsdam): Daniil Charms' poetisches Werk

 

Daniil Charms‘ genial-absurde Texte sind bis heute unübertroffen. Alte Omas fallen wie in Christian Morgensterns von schwarzem Humordurchzogenen „Galgenliedern“ aus dem Fenster. Kinder als Lebend-Tote erinnern an Monster aus den Gothic novels von Nikolaj Gogol‘. In seinen vermeintlich autobiografischen Texten parodiert Charms lustvoll Lev Tolstoj’s moralische Erziehungsfantasien und schreibt doch selbst Kinderliteratur völlig anderer Art. Wie in Lewis Carrolls verrücktem Wunderland wird die gesamte Logik der Welt mit mathematischer Präzision auf den Nullpunkt fokussiert. Über seine Begeisterung für Koffer, Schränke, Kisten und Truhen entwickelt er seine Maxime "Die Kunst ist ein Schrank", die jeder als eine Verballhornung des berühmten Slogans der russischen Formalisten "Die Kunst ist ein Verfahren" durchschaut. Einer Zeit des stalinistischen Terrors setzt er seine poetische Freiheit der Gedanken entgegen und schafft mit der Figur des kleinen Vova auf der Weihnachtsfeier, der mit einer Kinderrassel glücklich Lärm macht, eine Allegorie auf Russland zwischen Allem und Nichts. Sein sprachliches Meisterwerk voller Witz, Humor und Ironie soll in diesem Vortrag erkundet werden.

 

Dieser Vortrag wurde aufgezeichnet. Über folgenden Link gelangen Sie zur Aufzeichnung des Vortrags auf YouTube:

Aufzeichnung: Daniil Charm's poetisches Werk (Alexander Wöll)

 

 

19. Mai 2021, 18:30 Uhr | Lut Missinne (Münster): 

Louis Paul Boon, Der Kapellekensweg

 

Der Kapellekensweg (1953, orig. De Kapellekensbaan of de 1ste illegale roman van Boontje) stammt aus der Feder des flämischen Schriftstellers Louis Paul Boon (1912–1979) und bildet mit Sommer in Ter-Muren (1956, orig. Zomer te Ter-Muren) eine zweiteilige Buchreihe. Der Kapellekensweg, vom Autor „eine Pfütze, ein Meer, ein Chaos“ genannt, ein „Roman, in den du alles holterdipolter reinkippst“, ist einer der großen Klassiker der niederländischsprachigen Literatur des 20. Jahrhunderts. Die Haupthandlung spielt sich im 19. Jahrhundert ab, zur Zeit des aufkommenden Sozialismus, und handelt von der zehnjährigen Ondine, die in kleinbürgerlichen Verhältnissen aufwächst und vom sozialen Aufstieg träumt. Ihre Bemühungen, ihr Scheitern und auch der Entstehungsprozess des Romans selbst werden von einer Gruppe von Freunden kommentiert, zusätzlich wird ein Pastiche auf den mittelalterlichen „Vos Reynaerde“ in den Text gewoben. Der Roman wurde mit dem Wort „onfatsoenlijk” – unverschämt – bedacht, und wurde mit seiner wirbelnden Sprache und seinem Reichtum an Wortspielen und volkstümlichen Redensarten bereits drei Mal ins Deutsche übersetzt.

9. Juni 2021, 18:30 Uhr | Doris Eibl (Innsbruck):
Anne Weber, Annette, ein Heldinnenepos

 

In ihrem 2020 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichneten Heldinnenepos zeigt die 1964 in Offenbach am Main geborene und seit 1983 in Frankreich lebende literarische Übersetzerin und Autorin Anne Weber, wie man eine vergessene Figur der Zeitgeschichte der flüchtigen Erinnerung entreißt und ihr literarisch neues Leben einhaucht. Der eigenwillige Gesang, der das außergewöhnliche Leben der 1923 in der Bretagne geborenen Kommunistin, Widerstandskämpferin und Ärztin Anne Beaumanoir, genannt Annette, als eine von politischem Kampf und Gefahr, Hoffnung und Enttäuschung geprägte Odyssee erzählt, erteilt der klassischen Biographie eine klare Absage. Die versifizierte und verdichtete epische Form des Textes lässt keine Zweifel offen: Anstatt eine ohnehin nicht fassbare Wahrheit des Lebens der Anne Beaumanoir vorzugeben, verwebt die Autorin erinnerte Nahaufnahmen (aus Gesprächen mit Anne Beaumanoir und deren Autobiografie Wir wollten das Leben ändern, 2 Bde., 2019 und 2020) und überantwortet Leerstellen ihrer Vorstellungskraft.

 

 

23. Juni 2021, 18:30 Uhr | Martin Middeke (Augsburg): 

James Joyce, Ulysses

 

Ulysses, vollständig zum ersten Mal im Jahre 1922 erschienen, stellt das monumentale Meisterwerk des irischen Schriftstellers James Joyce (1882-1941) dar. Der Roman gilt zu Recht als einer der bedeutendsten und formalästhetisch radikalsten und innovativsten Romane der Weltliteratur. Die Irrfahrt von Joyces modernem Odysseus Leopold Bloom findet an einem einzigen Tag, am 16. Juni 1904 in Dublin statt. Folgen wir nun Joyces und Blooms Weg durch Dublin, so wird sich eine Sinnsuche, eine archetypische und bei aller strukturellen und erzähltechnischen Komplexität zugleich tief bewegende und lebensbejahende Reise durch das Menschliche zeigen, der keine Seite eben dieser Menschlichkeit fremd ist.

14. Juli 2021, 18:30 Uhr | Maximilian Gröne (Augsburg):

Igiaba Scego, La mia casa è dove sono [Wo ich bin, bin ich zu Hause]

 

Igiaba Scego ist eine der profiliertesten Autorinnen der zeitgenössischen interkulturellen und postkolonialen Literatur Italiens. Sie selbst ist in Rom geboren und italienische Staatsbürgerin, ihre Eltern waren zuvor nach dem Staatsstreich von Siad Barre aus Somalia geflohen. Als Journalistin, Verfasserin von Romanen, Erzählungen und Kinderbüchern wie auch als Herausgeberin interveniert sie regelmäßig in der Diskussion um die gesellschaftliche Rolle und Identität von Zuwanderern in Italien und setzt sich für ein neues Geschichtsbewusstsein ein, das die von der Öffentlichkeit lange Zeit ausgeblendete Kolonialpolitik des Faschismus berücksichtigt. In dem autobiographischen Roman La mia casa è dove sono aus dem Jahr 2010 verbindet Scego Erinnerungen an den familiären Ursprungsort Mogadiscio mit ihrer Erfahrung der aktuellen Stadtlandschaft Roms. In dieser Überblendung gelingt es ihr, nicht nur die eigene Familiengeschichte in ihre Selbstwahrnehmung zu integrieren, sondern auch die im Zuge der Kolonialgeschichte entstandenen Verbindungen zwischen Italien und Somalia aufzudecken.

GROSSE WERKE WINTER 2020/2021

Große Werke der Literatur XVI, Wintersemester 2020/21

 

Die traditionsreiche Augsburger Ringvorlesung „Große Werke der Literatur“  (XVI) fand bereits im Wintersemester 2020/21 wegen der anhaltenden Corona-Krise in digitaler Form statt. Die Vorträge wurden per Video über das Internet übertragen.

 

 

Große Werke der Literatur XVI

Aufzeichnung von Antje Kleys Vortrag zu Lincoln im Bardo am 21.10.2020

 

 

Am 21.10.2020 fand der Auftaktvortrag der diessemestrigen Ringvorlesung „Große Werke der Literatur“ statt, in dem Antje Kley (FAU Erlangen-Nürnberg) zu George Saunders’ preisgekrönten Roman Lincoln im Bardo sprach. Die Aufzeichnung des Vortrags über diese originell und satirisch erzählte, barock vielstimmige Geschichte einer einzigen Nacht mitten im amerikanischen Bürgerkrieg, in der Präsident Lincoln seinen gerade verstorbenen elfjährigen Sohn Willie betrauert, finden Sie unter folgendem Link:

 

Aufzeichnung: Lincoln im Bardo (Antje Kley)

Große Werke der Literatur XVI
Aufzeichnung von Dr. Hubert Zapfs Vortrag zu Emily Dickinsons Gedichten am 13.01.2021

 

Der dritte Vortrag von Herrn Prof. Dr. Hubert Zapf zu Emily Dickinsons Gedichten fand am 13.01.2021 statt. Den Link zur Aufzeichnung des Vortags auf YouTube finden Sie unter:

 

 

Aufzeichnung: Emily Dickinsons Gedichte (Hubert Zapf)

 

 

Emily Dickinson ist ein bemerkenswertes Beispiel für das in der Literaturgeschichte wiederkehrende Phänomen, dass »große Werke der Literatur« nicht zu Lebzeiten ihrer Autor/innen als solche erkannt, sondern vielmehr erst in der Langzeitrezeption entsprechend gewürdigt werden. Mittlerweile ist Dickinson zu einer Kultfigur eigen-ständiger experimenteller Lyrik geworden, die gerade in ihrer radikalen Mehrdeutigkeit ständig an Geltung und Aktualität gewonnen hat. Der Vortrag beleuchtete ausgewählte Gedichte Dickinsons aus verschiedenen Themen und Perspektiven, die sich in ihnen überkreuzen – Spätromantik und Frühmoderne, Tod und Transzendenz, Liebe und Selbstbestimmung, Frau und Gesellschaft, Kunst und Natur, Erkenntnis und Kreativität.

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