Inter-individual Differences in Multitasking: Prioritisation and Conceptualisation as Determinants of Efficient Multitasking

 

Ansprechpartner & 

 

Kooperation: Prof. Dr. Dr. Markus Raab (DSHS Köln), Dr. Rita Oliveira (LSBU London)

 

Finanzierung: DFG

 

Laufzeit: November 2018 - März 2021

 

Zielsetzung: Das vorherige Projekt DFG-Schwerpunktprogramm 1772 „Human Performance unter multiplen kognitiven Aufgabenanforderungen: Von grundlegenden Mechanismen zur optimierten Aufgabenplanung“ hat gezeigt, dass die Leistung in Doppelaufgaben durch individuell bestimmte Strategien und die Konzeption der Doppelaufgabe (entweder als zwei separate Aufgaben oder als integrierte "Super"-Aufgabe) stark beeinflusst werden kann. Die Forschungsgruppe aus Köln wird sich im Folgeprojekt auf die interindividuellen Unterschiede im Multitasking-Verhalten konzentrieren, während die Augsburger Gruppe untersucht, wie Doppelaufgaben konzeptualisiert werden, wie die Konzeptualisierung instruiert werden kann und wie unterschiedliche Konzeptualisierungen die Leistung in Doppelaufgaben beeinflussen.

 

Kurzbeschreibung: Der Einfluss von Top-Down-Mechanismen beim Multitasking ist offensichtlich, wenn die Probanden angewiesen werden, mit der linken und der rechten Hand einen 2:3-Rhythmus zu erzeugen. Diese Anweisung erzielt selten die gewünschte Kopplung zwischen den Händen. Der Rhythmus wird jedoch erfolgreich erzeugt, wenn die Hände auf sinnvolle Weise gekoppelt werden, was mit den Anweisungen erreicht werden kann, den Klang eines galoppierenden Pferdes zu erzeugen. In ähnlicher Weise hat sich gezeigt, dass ein harmonisches visuelles Feedback als Folge von nicht harmonischen Bewegungsmustern die Ausführung dieser schwierigen Bewegungen machbar macht. In der ersten Phase des Projekts werden die Mechanismen hinter diesen Phänomenen in einer Reihe von Doppelaufgabenexperimenten getestet, in denen Anweisungen, Feedback und Task-Kovariation manipuliert werden. In einer zweiten Phase bringen wir die Projekte zusammen und untersuchen, ob die Tendenz, Aufgabenanforderungen als Doppelaufgaben oder Einzelaufgaben zu konzipieren, individuell bestimmt wird, indem untersucht wird, ob Aufgabenkonzeptualisierungen auf verschiedene Arten von Doppelaufgaben übertragen werden. Die Ergebnisse des Projekts - zusammen mit den Ergebnissen der anderen Projekte des Schwerpunktprogramms - sollten zu großen theoretischen und praktischen Fortschritten auf dem Gebiet der Multitasking-Forschung führen. Die Hypothese, dass die Auswahl der Bewegungen nicht gleichzeitig erfolgen kann, wird eingehend geprüft. Wir erwarten, dass die Ergebnisse zu praktischen Überlegungen in Bereichen führen werden, in denen Multitasking-Fähigkeiten erforderlich sind oder von Vorteil sind, wie z. B. im Leistungssport, in der Chirurgie oder bei der Flugsicherung.

 

Datenerhebung: Tracking- und Reaktionszeitdaten; Fragebogen zur Aufgabenkonzeption

Datenauswertung: Matlab, Excel, SPSS

© Universität Augsburg

Förderung

DFG

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