Das KI-Produktionsnetzwerk Augsburg ist ein Verbund der Universität Augsburg mit dem Fraunhofer-Institut für Gießerei-, Composite- und Verarbeitungstechnik IGCV sowie dem Zentrum für Leichtbauproduktionstechnologie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel ist eine gemeinsame Erforschung KI-basierter Produktionstechnologien an der Schnittstelle zwischen Werkstoffen, Fertigungstechnologien und datenbasierter Modellierung.

Vision des KI-Produktionsnetzwerks

Die Vision des KI-Produktionsnetzwerks ist eine hochmodulare werkstoffoptimierte Produktion. Dabei sollen KI-Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette adressiert werden. Künstliche Intelligenz soll dabei eine zentrale Rolle bei der Prozessoptimierung und -regelung, dem werkstoffgerechten Design von Produkten sowie der Planung von Produktionsprozessen spielen. Das KI-Produktionsnetzwerk soll die notwendigen Technologien erforschen und den Unternehmen helfen, diese Ansätze schnell in ihrem Umfeld umzusetzen

Querschnittsthemen

Ausbildung und Weiterbildung

Durch neu geschaffene KI-Aus- und Weiterbildungsprogramme sollen Experten und Fachkräften von Morgen ausgebildet und den Zugang zur Anwendung von Methoden der KI in der Produktion erleichtert werden.

Interdisziplinäre Modellierung und Simulation

Ein interdisziplinäres Team erforscht Methoden, Technologien und Tools von der multiphysikalischen Simulation bis hin zu datenbasierten und hybriden Modellen gestützt durch maschinelles Lernen.

Ausgründungen und KI-Scouting

Neue Themenfelder aus dem Bereich der Forschung sollen in die industrielle Anwendung überführt werden. Hierzu wer-den geeignete Themen identifiziert und der Weg zur Marktreife unterstützt.

Forschungsschwerpunkte

Im Rahmen des KI-Produktionsnetzwerkes sollen verschiedene thematische Schwerpunkte durch die beteiligten Partner erforscht werden. Diese Schwerpunkte stellen Schlüsselelemente der übergeordneten Vision einer KI-basierten Produktion dar. Die Forschungsschwerpunkte des KI-Produktionsnetzwerks lassen sich in die zwei Bereiche „Werkstoffe & Produktionstechnologie“ (verantwortet durch die Mathematisch-Naturwissenschaftlich Technischen Fakultät) sowie „Digitalisierung & Selbstorganisation“ (verantwortet durch die Fakultät für Angewandte Informatik) unterteilen.

 

Werkstoffe und Prozesstechnik

Der Bereich Werkstoffe & Produktionstechnologie umfasst den Einsatz von KI für werkstoff- und prozessnahe Themen. Dies beinhaltet die ganzheitliche Betrachtung von Produktionsprozessen und Wertschöpfungsnetzwerken angefangen bei Werkstoffentwicklung und Design. Durch den Einsatz künstlicher Intelligenz sollen Prozesse resilient gestaltet und datenbasiert optimiert werden.

 

Digitalisierung und Selbstorganisation

Der Bereich Digitalisierung & Selbstorganisation setzt den Fokus auf Methoden der künstlichen Intelligenz zur Digitalisierung von Werkstoffen, Produkten Prozessen und Produktionsnetzwerken. Neben dem Konzept des Digitalen Zwillings sollen Methoden zur Selbstorganisation von Prozessen sowie die die Rolle des Menschen in einer KI-basierten Produktion erforscht werden.

 

© Universität Augsburg
CC BY-NC-ND

Lernende Fertigungsprozesse & Closed-Loop Produktion

Basierend auf Daten aus Prozess- oder Zustandsüberwachungssystemen sollen Fertigungsprozesse durch Methoden des maschinellen Lernens optimiert und darüber hinaus in Echtzeit selbstadaptiv geregelt werden.

Selbstorganisierende Prozessroutenplanung

Vernetzte, modulare Fertigungszellen bilden die Infrastruktur eines Produktionsnetzwerks. Für eine optimale Auslastung sollen sich Anlagen selbst konfigurieren und autonome Systeme die Planung von Prozessrouten übernehmen.

Resiliente Werkstofftechnologien und Wertschöpfungsnetzwerke

Um die Werkstoffe der Zukunft reproduzierbar und standortübergreifend in gleichbleibender Qualität herstellen zu können sind widerstandsfähige und anpassungsfähige technische Systeme notwendig.

Digitale Zwillinge für Produkt, Werkstoff, Prozess und Produktionsnetzwerk

Für die Umsetzung digitaler Technologien ist eine datengestützte Beschreibung von Objekten, Ressourcen und Prozessen notwendig. Digitale Zwillinge bilden die digitale Repräsentation des physischen Bauteil-, Anlagen- und Prozesszustands.

Generative Designmethoden und Werkstoffentwicklung

Um das Potential generativer Designmethoden komplexer Materialien ausschöpfen zu können, werden Methoden der künstlichen Intelligenz genutzt. Diese helfen beim Verständnis komplexer Wirkzusammenhänge basierend auf Prozess- und Charakterisierungsdaten.

Human Centered Production Technologies

In einer KI-gestützten Produktionsumgebung ändert sich die Rolle des Menschen. Dabei soll die Souveränität des Menschen gesichert und seine Expertise sowie sein Potential zur Optimierung komplexer Vorgänge genutzt werden um so optimal mit den Produktionstechnologien zusammenzuarbeiten.

Forschungsinfrastruktur

Den Kern des gesamten Produktionsnetzwerkes bildet eine technologische Forschungsinfrastruktur, welche ein verteiltes, modulares und selbstorganisierendes Produktionsnetzwerk in industriellem Maßstab umsetzt. Diese Skala ist notwendig, um fertigungstechnologische Herausforderungen direkt auf der relevanten Skala zu adressieren, um industrienahe Daten in ausreichender Menge und guter Qualität zu akquirieren und um Unternehmen eine überzeugende Plattform zur Integration der erforschten Technologien zu bieten.

Unsere Vision ist es, die KI-basierte Produktion der Zukunft zu erforschen und den Unternehmen zu helfen, diese Ansätze schnell in ihrem Umfeld umzusetzen

Prof. Dr. Markus Sause, Direktor des KI-Produktionsnetzwerk

Auf mehreren tausend Quadratmetern werden modernste Produktionstechniken erforscht und mit den neuesten KI-basierten Methoden kombiniert. Beteiligt ist daran ein 50-köpfiges interdisziplinäres Team aus den Ingenieurwissenschaften, der Produktionstechnologie, der Werkstofftechnik, der Informatik und der angewandten Mathematik.

Vizepräsident Prof. Dr. Malte Peter

28. Januar 2021

Den Werkstoff im Blick: Millionenförderung für Augsburger KI-Produktionsnetzwerk

KI-basierte Produktion der Zukunft erforschen und den Unternehmen helfen, diese Ansätze schnell in ihrem Umfeld umzusetzen – so lautet zusammengefasst der Auftrag an das KI Produktionsnetzwerk Augsburg. Dieses nimmt im Januar 2021 seine konkrete Arbeit auf, nachdem noch im Dezember 2020 das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst weitere Details zur Umsetzung verkündete.

15. Dezember 2020

Zentrum für experimentelle Methoden der Datenerhebung und Analysen

Die Universität Augsburg gründet im Dezember 2020 das Centre for Advanced Analytics and Predictive Sciences (CAAPS). Das CAAPS vereint (Mess-)Daten erhebende und Daten verarbeitende Schwerpunkte der Universität Augsburg in einem multidisziplinären Zentrum. Das Zentrum erhält große Unterstützung durch die bayerischen Förderprogramme HTA, HTA+ sowie den Innovationsfond.

27. November 2020

Künstliche Intelligenz in der Produktion

Seit seiner Ankündigung am 24. September durch Ministerpräsident Dr. Markus Söder hat das Produktionsnetzwerk Künstliche Intelligenz (KI) an Fahrt aufgenommen. Die Universität Augsburg plant ein Produktionsnetzwerk, das regionalen Unternehmen praktische Möglichkeiten bieten wird, von den Forschungserfolgen der Augsburger KI-Experten zu profitieren.

24. September 2020

"Echter Kick für die Universität"

Die Universität Augsburg erhält durch den Freistaat Bayern deutlich verstärkte Unterstützung, Ministerpräsident Dr. Markus Söder sprach von einem "echten Kick" für die Universität: zusätzliche 33 Professuren, vorrangig im Bereich anwendungsorientierte Technologie, werden hier neu entstehen, Investitionen für ein neues Rechenzentrum zeitlich vorgezogen.

Direktorium

Direktor KI-Produktionsnetzwerk
Mechanical Engineering
  • Telefon: +49 821 598 - 69161
  • E-Mail:
  • Raum 2012 (Gebäude W)
Vizepräsident für die Bereiche Innovation, Transfer und Allianzen
Universität Augsburg
  • Telefon: +49 821 598-5126
  • E-Mail:
  • (Gebäude A)

 

 

Weitere Mitglieder des Direktoriums

Lehrstuhlinhaber
Materials Engineering
  • Telefon: +49 821 598 - 69220
  • E-Mail:
  • Raum 3011 (Gebäude W)
Professor
Professur für Softwaremethodik für verteilte Systeme
  • Telefon: +49 821 598 - 2118
  • E-Mail:
  • Raum 3001 (Gebäude N)
Institutsdirektor
Institut für Software & Systems Engineering
  • Telefon: +49 821 598 2174
  • E-Mail:
  • Raum 3049 (Gebäude N)
Lehrstuhlinhaber
Hybride Werkstoffe
  • Telefon: + 49 821 598 - 69160
  • E-Mail:
  • Raum 2013 (Gebäude W)

Beteiligte Institutionen

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