Veranstaltungen
Veranstaltungen im Sommersemester 2026
Interdisziplinäre Vortragsreihe am Zentrum für Klimaresilienz
Die Vorträge werden per Zoom übertragen.
Dr. Anselm Vogler, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Univ. Hamburg (IFSH)
Zeit: 30.04.2026, 14:00 Uhr
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Der Klimawandel und die globale Ökosystemkrise produzieren vielschichtige Sicherheitsrisiken für Ökosysteme, Menschen und Staaten. Wie kommen diese Unsicherheiten zustande? Wie reagieren Staaten sicherheitspolitisch darauf? Welche Rolle spielt dabei das Militär? Und wie können friedensfördernde Maßnahmen das Spannungsverhältnis zwischen dem Klimawandel und Unsicherheit beeinflussen? Der Vortrag geht auf diese Fragen aus der Perspektive der umweltbezogenen Friedens- und Konfliktforschung ein.
Dr. Johannes Cullmann, Institute for Water Education (Delft), ehemaliger WMO-Wasserdirektor
Zeit: 07.05.2026, 16:00 Uhr
Ort: ZWW Auditorium
Prof. Dr. Jan Börner, Institute for Food and Resource Economics, Universität Bonn
Zeit: 28.05.2026, 16:00 Uhr
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Kohlenstoffausgleiche aus der Forstwirtschaft und die damit verbundenen (oft freiwilligen) Märkte haben an Glaubwürdigkeit verloren, da mehrere Studien ergeben haben, dass Initiativen zur Generierung von Ausgleichszertifikaten ihre Ziele bei weitem verfehlt haben. Unterdessen überarbeiten Zertifizierungsstellen ihre Überwachungs- und Validierungsmethoden, und der Schutz tropischer Wälder ist nach wie vor stark unterfinanziert. Nach einer erneuten Betrachtung der Hauptursachen für die Glaubwürdigkeitskrise konzentriert sich dieser Vortrag auf die technologischen und institutionellen Voraussetzungen, die gegeben sein müssen, um das Vertrauen in Initiativen zur Kohlenstoffbindung in der Forstwirtschaft wiederherzustellen, und erörtert alternative Modelle für die Finanzierung von Kohlenstoff und Naturschutz.
Jan Börner ist Professor für Ökonomie der nachhaltigen Landnutzung und Bioökonomie an der Universität Bonn und verfügt über angewandte Forschungserfahrung in Lateinamerika, Afrika und Europa. Seine aktuelle Forschungsagenda reicht von der Evaluierung und Bewertung von Umweltpolitiken und -programmen mit Schwerpunkt auf Landnutzungsänderungen bis hin zur Rolle des globalen Handels, der Konsumgewohnheiten und des technologischen Wandels bei der Beeinflussung der Bereitstellung von Ökosystemleistungen aus ökologisch sensiblen Landschaften.
Dr. Charlotte Weatherill, Environmental Politics, University of Manchester
Zeit: 17.06.2026, 17:30 -19:00 Uhr
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
In diesem Vortrag wird Dr. Charlotte Weatherill die Politik der Klimavulnerabilität, ihre Wurzeln in kolonialer und imperialer Gewalt sowie ihren Zusammenhang mit Widerstand erörtern. Ihr Argument lautet, dass die Politik der Klimavulnerabilität paternalistisch und entwicklungspolitisch geprägt ist und auf einer Konzeption von Vulnerabilität aufbaut, die sowohl rassistisch als auch geschlechtsspezifisch geprägt ist und auf historischen, kolonialen imaginären Geografien und imperialer Politik beruht.
Ausgehend von einem neuen Buch, das 2026/27 bei Liverpool University Press erscheinen wird, wird dieser Vortrag zunächst ihre Kritik an der Vulnerabilität skizzieren und dabei auf feministische Argumente rund um Paternalismus und Viktimisierung zurückgreifen. Anschließend wird eine Alternative vorgestellt: eine Aufgliederung des Begriffs der Vulnerabilität in die Konzepte der Prekarität, das auf den Arbeiten politischer Ökonomen aufbaut; der „Grievability“, das auf den Arbeiten von Judith Butler aufbaut; und des „Islanding“, eines Widerstandskonzepts, das auf den Pazifikstudien basiert. Zusammengenommen stellt dies den Vulnerabilitätsdiskurs auf den Kopf und versucht, Vulnerabilität in eine radikale Politik des Klimaschutzes einzuordnen.
Der Vortrag wird in Kollaboration mit dem Institut für Sozialwissenschaften abgehalten.
Dr. Arne Reck, Fachgebiet Umweltrecht und Partizipation, Unabhängiges Institut für Umweltfragen (UfU)
Zeit: 25.06.2026, 14:00 Uhr
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Klimaresilienz kann nur mit dem Boden gelingen – ob in der urbanen Klimaanpassung oder in der Landwirtschaft. Innerhalb der Themenstränge partizipative Klimaanpassung und regenerative Landwirtschaft arbeitet das UfU dazu an praxisnahe Lösungen, bei denen die Frage des Bodenschutzes meist eine zentrale Rolle spielt.
Im Rahmen des Vortrags werden unsere aktuellen Aktivitäten innerhalb beider Themenstränge vorgestellt: von naturbasierten Lösungen im urbanen Berliner Kontext bis hin zu Carbon-Farming-Ansätzen in Kasachstan. Dabei sollen auch mögliche zukünftige Handlungsfelder beleuchtet werden – beispielsweise die Frage, wie Bodenschutz im Rahmen von One Health gestärkt werden kann und welche spannenden Kooperationsmöglichkeiten sich daraus ergeben.
Prof. Dr. Indira Cavacante da Rocha Marques, Fachgebiet Geographie, Universidade Federal do Pará und Prof. Dr. Gilberto de Souza Marques, Fachgebiet Wirtschaftswissenschaften, Universidade Federal do Pará
Zeit: 14.07.2026, 16:00 Uhr
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Vortragssprache: Deutsch/Portugiesisch (Simultanübersetzung)
„Prof. Dr. Gilberto de Souza Marques und Prof. Dr. Indira Cavalcante da Rocha Marques berichten über ihre Arbeit im Rahmen des Forums ‚Amazonas für Wahrheit, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung‘.“ Dieses Forum setzt sich für die Aufarbeitung von Menschenrechtsverletzungen an indigenen Bevölkerungen während der Militärdiktatur ein und engagiert sich zugleich für die Einrichtung einer Nationalen Wahrheitskommission. Vor diesem Hintergrund beleuchtet der Vortrag die Rolle von Unternehmen, die in enger Zusammenarbeit mit dem brasilianischen Staat an schweren Menschenrechtsverletzungen beteiligt waren. Besonders betroffen waren indigene Völker aus dem Amazonasgebiet, darunter die Cinta Larga, Tupi Kagwahiva, Waimiri-Atroari und Tukano. Ziel der Repression war es, Infrastrukturprojekte in ihren Territorien durchzusetzen und den Zugang zu natürlichen Ressourcen zu sichern. Der Staat unterstützte die beteiligten Unternehmen durch öffentliche Gelder, Steuervergünstigungen und Konzessionen für den Rohstoffabbau, wodurch die Ausbeutung der Ressourcen erheblich erleichtert wurde. Abschließend richtet sich der Blick auf die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um Erinnerung, Verantwortungsübernahme und Entschädigung. Dabei werden sowohl die wichtige Rolle der Forschung in diesen Prozessen beleuchtet als auch die aktuelle politische Lage im Vorfeld der Präsidentschaftswahl im Herbst 2026 diskutiert.
Der Vortrag wird in Kollaboration mit dem Institut für Sozialwissenschaften abgehalten.
Brownbag Seminare
Dr. Harison Kipkulei, KvK
Zeit: 21.05.2026, 12:00-12:45
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Ilia Zheltov, Climate Finance
Zeit: 21.05.2026, 12:45 - 13:30
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Dr. Malte Welling; Dr. Sebastian Purwins; Saskia Rupp; Paulina Gotz, BMFTR Nachwuchsgruppe ArboRes
Zeit: 25.06.2026, 12:00 - 12:45
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Maximilian Pieper, WZU
Zeit: 25.06.2026, 12:45 - 13:30
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Marie Fischer, Climate Politics
Zeit: 16.07.2026, 12:00 - 12:45
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz
Anna Maier, Environmental Economics
Zeit: 16.07.2026, 12:45 - 13:30
Ort: Raum 1201/1202, Zentrum für Klimaresilienz