Die vergangenen großen Hochwasserereignisse sowie die extrem trockenen und heißen Sommer der letzten Jahre haben vielen Menschen deutlich vor Augen geführt, dass der Klimawandel mit seinen Folgen auch in Mitteleuropa immer deutlicher spürbar wird und das Leben der Menschen stark beeinflussen wird. Ungeachtet vielfältiger politischer Bemühungen und einer weltweit wachsenden Wahrnehmung der Dringlichkeit von Emissionsminderungen steigen die Treibhausgasemissionen ungebremst an. Der Klimawandel gilt als eine der größten globalen Herausforderungen der Menschheit. Sowohl unser vergangenes als auch gegenwärtiges Handeln beeinflussen entscheidend das Klima und die Lebensbedingungen zukünftiger Generationen.

Aktive, nachhaltige Klimapolitik erfordert angesichts der Unumkehrbarkeit der sich bereits deutlich abzeichnenden Veränderungen von Klima und Umwelt die Entwicklung und Implementierung konkreter Anpassungsstrategien. Um Wohlstand, Gesundheit, wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, Biodiversität und ein friedliches Zusammenleben langfristig zu sichern, müssen Ökosysteme, Gesellschaft und Wirtschaft widerstandsfähiger werden gegenüber den Auswirkungen des globalen Klimawandels.

Klimaresilienz ist die Reduzierung von Verwundbarkeiten und die Stärkung der Widerstands- und Anpassungsfähigkeit gegenüber den Folgen des Klimawandels. Klimaresilienz muss dabei eine Spannbreite umfassen, die von Ökosystemen und menschlicher Gesundheit über Gesellschaft und Wirtschaft bis hin zu Politik und Rechtsprechung reicht. Klimaresilienz erfordert eine umfassende Transformation.

Ziel der Forschung des Zentrums für Klimaresilienz ist es, wissenschaftliche Grundlagen zu erarbeiten sowie ganzheitliche und umsetzbare Strategien auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene zu entwickeln, die Anpassungen an die unabwendbaren Folgen des Klimawandels aufzeigen.

Neuigkeiten

25. Juni 2021

Vorstand für das Zentrum für Klimaresilienz

Für das im Dezember 2020 neu gegründete Zentrum für Klimaresilienz hat die Universität einen fünfköpfigen Gründungsvorstand berufen. Dieser baut zusammen mit der Geschäftsstelle die Struktur und die Forschungsaktivitäten zum Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels weiter aus. Bestehende Expertise wird dabei mit zehn zusätzlichen Professuren erweitert.

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15. Juni 2021

Wasser-Ressourcenpreis 2021 für Prof. Dr. Harald Kunstmann

Die Rüdiger Kurt Bode-Stiftung verleiht den mit 100.000 Euro dotierten Wasser-Ressourcenpreis 2021 an Prof. Dr. Harald Kunstmann, Lehrstuhlinhaber Regionales Klima und Hydrologie an der Universität Augsburg und stellvertretender Leiter des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung - Atmosphärische Umweltforschung des Karlsruher Instituts für Technologie, dem KIT-Campus Alpin.

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15. Dezember 2020

Universität Augsburg gründet Zentrum für Klimaresilienz

Die Universität Augsburg hat ein Zentrum für Klimaresilienz gegründet. Hier werden bereits bestehende Schwerpunkte zur Erforschung des Klimawandels durch neun weitere Professuren ergänzt. Ziel der Forschung wird sein, ganzheitliche und umsetzbare Strategien zur Anpassung an die unabwendbaren Folgen des Klimas zu entwickeln und zwar auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene.

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Forschungskonzept

Das Forschungskonzept des Zentrums für Klimaresilienz orientiert sich an der notwendigen Inter- und Transdisziplinarität einer umfassenden Klimaresilienz-Forschung und stellt die Interaktionen von Mensch, Klima und Umwelt in den Fokus. Es umfasst

 

Naturwissenschaftliche Klimaforschung

in den Bereichen Atmosphäre und Ökosysteme sowie Boden- und Wasserressourcen

Humangeographische und soziologische Forschung

zu klimawandelbedingten sozial-ökologischen Transformationen

Umweltmedizinische Forschung

zu den Wechselwirkungen zwischen Klima, Umwelt und Gesundheit wie z.B. Infektionskrankheiten, nicht-kommunizierbare Erkrankungen und ihren Folgen

Versorgungsforschung

zur Schaffung klimaresilienter Gesundheitssysteme

Historische Forschung

zum Umgang früherer Gesellschaften mit klima- und umweltinduzierten Krisen

Bildungsforschung und Klimakommunikation

Politikwissenschaftliche Forschung

zu Klimapolitik und Governance in Mehrebenensystemen

Forschung zur Gestaltung eines klimaresilienten Wirtschafts- und Finanzsystems

Rechtswissenschaftliche Forschung zur Krisenresilienz

Aufbau und Integration in die Universität

Die Forschung des Zentrums für Klimaresilienz an der Universität wird fakultätsübergreifend, inter- und transdisziplinär umgesetzt unter Beteiligung der Fakultäten für

und in enger Kooperation mit dem Wissenschaftszentrum Umwelt und dem Resource Lab der Mathematisch-Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Augsburg.

 

 

Vernetzung

Das Zentrum kann auf bestehende Strukturen und Netzwerke mit nationalen und internationalen universitären Verbünden, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Bundes- und Landesbehörden zurückgreifen. Durch wissenschaftliche Sichtbarkeit und konzertierte Öffentlichkeitsarbeit wird das Zentrum eine entscheidende übergeordnete gesellschaftsrelevante Aufgabe wahrnehmen, indem es eine wissenschaftlich fundierte Entscheidungsunterstützung für Gesellschaft, Wirtschaft und Politik ermöglicht.

 

 

Fakultätsübergreifender Aufbau und Integration des Zentrums für Klimaresilienz © Universität Augsburg
Wenn es um die Lösung der Klimakrise geht, müssen alle wissenschaftlichen Disziplinen an einem Strang ziehen. Wir leisten seit Jahren international exzellente Forschung zum Thema Klimawandel. Deshalb bündeln wir unsere Kräfte jetzt in einem universitären Zentrum für Klimaresilienz.

Präsidentin Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel

Die bereits vorhandene interdisziplinäre und internationale Expertise im Bereich Klimaresilienz an der Universität Augsburg wird komplementiert durch insgesamt zehn neu zu schaffende Professuren, zwei davon im Rahmen des bestehenden Forschungsschwerpunktes der Environmental Health Sciences.

Vizepräsident Prof. Dr. Malte Peter

Neue Professuren

Die bereits vorhandene disziplinäre, interdisziplinäre und internationale Expertise im Bereich Klimaresilienz an der Universität Augsburg – dies sind bereits 25 Professuren – wird komplementiert durch insgesamt zehn neue Professuren. Über die High Tech Agenda Bayern werden dabei acht neue Professuren eingerichtet: 

  1. Universitätsprofessur für Urbane Klimaresilienz
  2. Universitätsprofessur für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Klimapolitik
  3. Universitätsprofessur für Umweltsoziologie mit Schwerpunkt Sozial-Ökologische Transformation, Resilienzdesign und Klima
  4. Universitätsprofessur für Resilient Operations
  5. Universitätsprofessur für Klimaresilienz von Kulturökosystemen
  6. Universitätsprofessur für Umweltökonomie
  7. Universitätsprofessur für Öffentliches Recht und Krisenresilienz
  8. Universitätsprofessur für Climate Finance

 

Diese werden um zwei weitere Professuren im Rahmen des Forschungsschwerpunkts Environmental Health Sciences erweitert:

  1. Universitätsprofessur für Health System Resilience
  2. Universitätsprofessur für Climate Change and Global Health

Integration in die Lehre

Das Zentrum für Klimaresilienz ermöglicht den Ausbau der bereits etablierten Masterstudiengänge Klima- und Umweltwissenschaften, Geographie, Umweltethik, Sozialwissenschaften (Konflikte in Politik und Gesellschaft) und des Modellstudiengangs Medizin. Angestrebt wird zudem der Aufbau eines neuen überfakultären Masterstudiengangs “Klimaresilienz”. Dies wird begleitet von einer engen Zusammenarbeit mit dem neuen internationalen Doktorandenkolleg “Um(welt)denken. Die Environmental Humanities und die ökologische Transformation der Gesellschaft” im Rahmen des Elitenetzwerks Bayern. 

 

Geschäftsstelle

Dr. Clemens Heuson
Geschäftsführer
Zentrum für Klimaresilienz
  • Telefon: +49 821 598-6418
  • E-Mail:
Kathrin Auhuber
Assistentin Geschäftsführung
Zentrum für Klimaresilienz
  • Telefon: +49 821 598-6417
  • E-Mail:

Vorstand

Prof. Dr. Harald Kunstmann
Direktor
Zentrum für Klimaresilienz
Prof. Dr. Claudia Traidl-Hoffmann
stellvertretende Direktorin
Zentrum für Klimaresilienz
Prof. Dr. Axel Tuma
stellvertretender Direktor
Zentrum für Klimaresilienz
Prof. Dr. Elke Hertig
stellvertretende Direktorin
Zentrum für Klimaresilienz
Dr. Anja Kalch
Vertreterin des wissenschaftlichen und künstlerischen Mittelbaus
Zentrum für Klimaresilienz

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