Friederike Schlenker

Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Humangeographie und Transformationsforschung
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Forschungsschwerpunkte

Promotionsprojekt: Soziale Hemmnisse der kommunalen Energiewende unter besonderer Berücksichtigung

                                  kommunaler energetischer Fußabdrücke (Arbeitstitel)

 

Die mit der Energiewende einhergehende Dezentralisierung der Energiegewinnung führt dazu, dass erneuerbare Technologien stärker in die alltäglichen Aktionsräume der lokalen Bevölkerung eindringen. Diese Konfrontation führt häufig zu erheblichen lokalen Konflikten um die Angemessenheit und Ausgewogenheit von Standortentscheidungen im Energiesektor. Dabei hat sich gezeigt, dass der Widerstand gegen die Standortentscheidungen zu erneuerbaren Energien keineswegs einem einheitlichen, leicht nachvollziehbaren räumlichen Muster folgt, sondern stets von den sozialen Kontexten vor Ort abhängt. Die Unzufriedenheit mit Standortentscheidungen ist vor allem deshalb so schwer zu antizipieren, da sie von den räumlichen Werten, Identitäten, Emotionen und Symboliken abhängt, die in einem spezifischen kommunalen Mikrokosmos das gesellschaftliche Zusammenleben bestimmen.


Mit dem Ziel, die Voraussetzungen für einen sozial ausgewogenen Ausbau der Erneuerbaren Energien auf kommunaler Ebene zu erforschen, sollen daher GIS-gestützte Planungsansätze mit dem raumtheoretischen Ansatz von Lefebvre „Die Produktion des Raumes“ verknüpft werden. Als übergeordnetes Ziel gilt es dabei, einen Beitrag zur Optimierung kommunaler Planungsprozesse zu leisten, indem die Standortentscheidungen in Gemeinden nicht allein nach den übergeordneten territorial-institutionellen Rahmenbedingungen ausgerichtet werden, sondern die lokalspezifischen sozialen Kontexte aufgegriffen und in die Planungskonzepte integriert werden. Hierzu werden die zentralen Akteure der Energiewende in ein Beteiligungsverfahren eingebunden, bei dem die Restriktionsflächen und restriktionsfreien Flächen erneuerbarer Energien von den Menschen einer Kommune selbst kartiert und ausgehandelt werden. Bei dieser Form der prozessualen Partizipation stellt sich die Frage, inwieweit Kommunen ihren Energiebedarf durch die Energiepotentiale auf den eigenen kommunalen Flächen decken können, wenn nicht nur die offiziellen planungsrechtlichen Vorgaben, sondern auch die lokalspezifischen sozialen Befindlichkeiten der Anwohner miteinbezogen werden.

 

 

Weitere Forschungsschwerpunkte:

 

  • Erneuerbare Energien und Energietransformationen
  • Mensch-Umwelt-Beziehungen und Politische Ökologie 
  • Geographische Transformations- und Nachhaltigkeitsforschung

Lehrveranstaltungen

(Angewandte Filter: Semester: aktuelles | Dozenten: Friederike Schlenker | Vorlesungsarten: alle)

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