Praktika & Berufseinstieg
Berufsperspektiven
Gerade durch die Exklusivität und Interdisziplinarität des Masterstudiengangs Umweltethik können sich Studierende ein interessantes Berufsprofil schaffen, das sie gegenüber Absolvent*innen anderer umweltbezogener Studiengänge auszeichnet. Das Studium qualifiziert beispielweise zu einer Arbeit in Verbänden und Vereinen, im Bereich ökologischer Erziehung und Bildung oder in Unternehmen als Umweltbeauftragte*r, die*der die Entwicklung umweltverträglicher und nachhaltiger Strategien begleitet oder in der Öffentlichkeitsarbeit agiert, um die ökologische Verträglichkeit von Unternehmensstrategien transparent zu machen.
Career Service
Viele Informationen und Angebote zum Thema Berufsorientierung, Berufseinstieg und Profilbildung für Studierende bietet der Career Service.
Gemeinsam mit dem Career Service werden immer wieder Jobtalks veranstaltet, bei dem Absolvent*innen des Studiengangs über ihren beruflichen Werdegang berichten und die Möglichkeit zum Austausch besteht.
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Allgemeine Hinweise zu Praktika
Die Studienordnung des Masters Umweltethik sieht keine Praktika vor. Es gibt also keine Pflichtpraktika, dennoch ist es sehr empfehlenswert, eigenverantwortlich während der Studienzeit ein Praktikum zu absolvieren.
Ein Praktikum im Ausland ist möglich. Allgemeine Informationen finden Sie dazu hier.
Eine Besonderheit im Masterstudiengang Umweltethik ist die gezielte Vermittlung von Erasmus-Praktika (siehe unten).
Eine Beurlaubung für ein Praktikum entsprechenden Umfangs ist möglich. Der Vorteil eines Urlaubssemesters besteht darin, dass es nicht als Fachsemester zählt und somit mögliche Fristen (z.B. Maximalstudiendauer) durch ein Praktikum nicht tangiert würden. Zu beachten ist aber, dass während eines Urlaubssemester keine Prüfungsleistungen erbracht werden können! Das betrifft auch die Abgabe einer Masterarbeit.
Weitere Informationen zur Beurlaubung finden Sie hier.
Grundsätzlich kann eine Abschlussarbeit in Zusammenhang mit Vereinen, Verbänden oder Firmen stehen.
Folgende Bedingungen sind aber zu beachten:
- Eine Abschlussarbeit ist stets selbstständig zu verfassen. Die entsprechende Organisation darf nicht direkt am Erarbeitungsprozess mitwirken, einzelne Teile übernehmen o.Ä.
- Die Themenstellung, Betreuung und Begutachtung erfolgt von Seiten der Universität.
- Eine reguläre Immatrikulation an der Uni Augsburg ist zwingend. Grundsätzlich besteht zwar die Möglichkeit, sich während der Dauer eines Praktikums beurlauben zu lassen, doch ist dabei zu beachten, dass während eines Urlaubssemesters keine Prüfungsleistungen erbracht werden können. Es müsste also von einer Beurlaubung abgesehen werden, wenn die Masterarbeit im Zuge des betreffenden Praktikums erarbeitet wird.
- In seltenen Konstellationen kann es vorkommen, dass Firmen/Organisationen hohen Wert auf Geheimhaltung legen (weil z.B. Patentverfahren betroffen sind). In solchen Fällen können Geheimhaltungsverträge zwischen der Uni und der jeweiligen Institution getroffen werden (zuständig ist Abt. IV der Zentralverwaltung). In den meisten Fällen ist jedoch ausreichend, dass auf dem Archivierungsformular bei der Abgabe der Masterarbeit angegeben wird, dass einer Einsichtnahme Dritter nicht zugestimmt wird.
Erasmus-Praktikum im Master Umweltethik
- Praktikum im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit im europäischen Ausland
- Dauer des Praktikums: 2-12 Monate
- Empfehlung Mobilitätsfenster: 2. oder 3. Master-Semester
- Finanzielle Förderung durch Erasmus möglich
- Praktikumsbeginn: jeweils Frühjahr und Herbst (vsl. März und September)
- Genauere Informationen erhalten Sie bei der Studiengangskoordinatorin Emma Dehof (E-Mail: emma.dehof@kthf.uni-augsburg.de)
Im Rahmen meines Umweltethik-Masterstudiums in Augsburg habe ich von März bis September 2025 auf Malta gelebt, um ein Erasmus+-Praktikum bei der NGO Friends of the Earth Malta zu absolvieren. Die Organisation setzt sich in den Bereichen Climate and Energy, Food, Agriculture and Biodiversity, Resource Use sowie Environmental Education and Activism ein und ist dabei vorwiegend auf lokaler Ebene aktiv, zugleich jedoch auch in ein globales Netzwerk eingebunden. Besonders gereizt hat mich das Praktikum auf Malta, weil ich schon länger Einblicke in die Arbeit abseits der freien Wirtschaft – etwa in einer NGO oder Stiftung – gewinnen wollte. Gleichzeitig habe ich mich sehr auf das Inselleben aufgrund meiner großen Begeisterung für die Unterwasserwelt und das Tauchen gefreut.
Während dieser Zeit war ich in eine Vielzahl von Projekten und Kampagnen eingebunden und konnte insbesondere im Bereich Projektmanagement wertvolle Erfahrungen sammeln. Ein zentraler Bestandteil meiner Tätigkeit war die Unterstützung bei der Planung und Koordination des Umweltfilmfestivals ĊineAmbjent sowie die Mitarbeit an der Entwicklung von Materialien für die sogenannte „Climate Emotions Toolbox“. Ziel dieses Projekts war es, insbesondere jungen Menschen Werkzeuge an die Hand zu geben, um konstruktiv mit den emotionalen Herausforderungen der Klimakrise umzugehen. Darüber hinaus war ich an Projekten zu Meeresverschmutzung und öffentlichem Zugang zu Küstenräumen beteiligt, wobei unter anderem lokale Perspektiven und Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf Overtourism und dessen Auswirkungen, diskutiert wurden. Ein weiteres Highlight war ein Projekt auf der Insel Comino, bei welchem die Ruinen der alten Bäckerei stufenweise in ein Environmental Interpretation Centre umgewandelt werden sollen. Im Rahmen eines organisierten Jugend-Campingtrips der NGO hatte ich die Möglichkeit, auf dieser unbewohnten Insel zu übernachten und dort unter anderem eine geführte Schnorchel-Tour in Kooperation mit der Organisation Sharklab Malta zu organisieren. Generell hat mir besonders gut gefallen, dass ich meinen Arbeitsschwerpunkt in Absprache mit meiner Koordinatorin flexibel gestalten konnte und so in viele unterschiedliche und spannende Projekte eingebunden war. Auch die Arbeitsumgebung selbst war außergewöhnlich: Die Räumlichkeiten von Friends of the Earth Malta befinden sich in Floriana, direkt neben der Hauptstadt Valletta, und umfassen unter anderem einen großen Community-Garten mit Blick auf den Hafen – ohne Zweifel das schönste Büro, in dem ich bisher gearbeitet habe.
Das Leben auf Malta kann insbesondere in der Hauptsaison sehr voll und heiß sein, zumal es sich um eines der am dichtesten besiedelten Länder der Welt handelt und Overtourism ein allgegenwärtiges Thema ist. Dennoch findet man abseits der bekannten Orte viele ruhige und beeindruckende Küstenlandschaften, wenn man bereit ist, ein paar Schritte weiterzugehen als die meisten anderen. Insgesamt habe ich mich während meines Aufenthalts sehr wohlgefühlt, was nicht zuletzt an dem offenen und engagierten Team von Friends of the Earth Malta lag. Es war eine sehr bereichernde Erfahrung für mich in diesem internationalen Team mit vielfältigen verschiedenen Hintergründen zusammenzuarbeiten, vereint durch die gemeinsame Motivation, sich für den Schutz der Umwelt einzusetzen.
Paulina Krauth
Bewerbungsverfahren
Bewerbungsschluss für ein Praktikum ab Herbst: 10. Juni
Bewerbungsschluss für ein Praktikum ab Frühling: 10. Dezember des Vorjahres
Folgende Unterlagen sind einzureichen:
- Lebenslauf in englischer Sprache
- aktuelles Transcript of Records (wenn mgl. in engl. Sprache)
- Kurzes Motivationsschreiben in englischer Sprache
- Warum möchten Sie im Umwelt- und Nachhaltigkeitssektor, speziell in einer NGO, arbeiten?
- Welche Fähigkeiten möchten Sie durch das Praktikum erwerben?
- Welche Aufgaben möchten Sie in der Organisation übernehmen/wobei möchten Sie unterstützen/welche Bereiche interessieren Sie besonders?
- Warum möchten Sie genau zu dieser Organisation?
- bevorzugte Dauer des Praktikums (kann nicht zwingend berücksichtigt werden)
- per E-Mail einzureichen als eine zusammenhängende PDF bei Emma Dehof (E-Mail: emma.dehof@kthf.uni-augsburg.de)
Praktikumspartner
- Estonian Green Movement in Tartu (1-2 Plätze pro Semester)
- Friends of the Earth Malta (1-2 Plätze pro Semester)