Forschung

Das Bewusstsein für die ökologische Krise hat vor allem seit den 1970er Jahren in verschiedenen sozial- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen - von Geschichte und Philosophie bis zu Anthropologie und Literatur - Einzug gehalten. Es führte zu einer sorgfältigeren Reflexion über Konzepte von Natur, der Beziehungen zwischen Menschen und dem Rest der Natur, sowie der Beschäftigung mit Fragen von globaler Umweltgerechtigkeit und Verantwortung. Gleichzeitig hat das wachsende ökologische Bewusstsein in diesen Disziplinen zu sehr unterschiedlichen wissenschaftlichen Reaktionen in Bezug auf Theorien und Methode sowie Themen und geografische Schwerpunkte geführt.


In den letzten Jahrzehnten hat sich der Begriff Environmental Humanities herausgebildet, um diese wachsende Verbindung zwischen Umweltgeschichte, Ökokritik, Umweltethik und politischer Ökologie zu erfassen und gleichzeitig Debatten zu integrieren, die bisher weitgehend von unterschiedlichen disziplinären Kontexten geprägt waren.


Die DFG-Heisenberg Professur beteiligt sich an den Environmental Humanities sowohl mit konkreten, empirischen Forschungsprojekten im Rahmen interdisziplinärer Umweltgeschichte wie auch mit Projekten auf theoretischer und konzeptioneller Ebene: Welchen Wert hat die Vergangenheit bei Debatten um das Anthropozän? Und was bedeutet in diesem Kontext Interdisziplinarität?

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