Netzwerke
An der Heisenberg Professur der Globalen Umweltgeschichte und Environmental Humanities gibt es Verbindungen zu den folgenden Netzwerken:
Netzwerk Umweltgeschichte
Um-Welt umgibt den Menschen in seinem alltäglichen Dasein. Sie ist über, unter, um und in uns. In der Umweltgeschichte gilt sie als historische Grundkategorie und eröffnet die Erforschung vergangener Sinnzuschreibungen, Ereignisse und Strukturen der wechselhaften Beziehung zwischen Mensch und dem Rest der Natur.
Umweltgeschichte an der Universität Augsburg reicht von der Antike bis zur Gegenwart und von der historischen Erfassung von Klimawandel, Essgewohnheiten und Kontamination zur ökologischen Ökonomie der Aufklärung. Sie ist regional wie auch global verankert.
Das Netzwerk Umweltgeschichte trifft sich regelmäßig am Institut für Europäische Kulturgeschichte (IEK). Wer Interesse an der historischen Erforschung der Wechselbeziehungen zwischen Mensch und dem Rest der Natur hat, ist herzlich eingeladen.
Lesekreis Umweltgeschichte
Der Lesekreis Umweltgeschichte trifft sich zweimal pro Semester, um über klassische oder aktuelle Texte der Umweltgeschichte zu diskutieren. Die Veranstaltung ist offen für alle Interssierten. Die Diskussionen finden auf Englisch statt und auch die gelesenen Texte sind auf Englisch. Alle Materialien werden auf Digicampus im Kurs "Environmental History Reading Group" bereitgestellt.
Im Sommersemester 2026 trifft sich der Lesekreis am 15.05.2026 (14:00-16:00, Text: Emily O'Gorman, Wetlands in a Dry Land: More-Than-Human Histories of Australia's Murray-Darling Basin (Melbourne University Press, 2024) und am 16.07.2026 (15:00-17:00, Text: Fernand Braudel, The Mediterranean and the Mediterranean World in the Age of Phillip II (Harper & Row, 1972)). Die Treffen finden jeweils im Büro-Center-Messe (BCM), Alter Postweg 101, Raum 9019 statt.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: Jan Brinkmann ( jan.brinkmann@uni-a.de, Raum 218 WZU) oder Harrision Croft ( harrison.croft@uni-a.de, Raum 9017 BCM)
Internationales Dokorand:innenkolleg "Um(welt)Denken"
Um(Welt)Denken ist ein Wortspiel aus dem Begriff "Umwelt" und dem Verb "umdenken". Der Name des Projekts leitet sich von der Notwendigkeit ab, die Beziehungen zwischen dem Menschen und der Welt, die wir als Spezies bewohnen, neu zu überdenken. Das Internationale Doktorand:innenkolleg (IDK) Rethinking Environment, eine Partnerschaft zwischen der Universität Augsburg und der Ludwig-Maximilians-Universität München, bringt junge Wissenschaftler und erfahrene Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, um neue Wege für die ökologische Umgestaltung der Gesellschaft zu erkunden.
Das Internationale Doktorandenprogramm "Rethinking Environment: The Environmental Humanities and the Ecological Transformation of Society" wird gefördert durch das Elitenetzwerk Bayern.
Research Project "Deadly Dreams"
Das Forschungsprojekt "Deadly Dreams" ist ein transdisziplinäres sozial- und kulturgeschichtliches Netzwerk, das Umweltgifte im Alltag zwischen 1850 und 2024 untersucht. Sie untersuchen die kulturelle Beziehung der Menschen zu Umweltgiften im Laufe der Zeit und in einer Vielzahl von Bereichen des privaten, beruflichen und politischen Lebens.
Deadly Dreams ist ein Netzwerk der Environmental Humanities unter der Leitung von May-Brith Ohman Nielsen, die Professorin für Geschichte an der Universität Agder und Professorin für Geschichtsdidaktik an der Universität Karlstad ist.
Das Hauptziel des Forschungsprojekts ist es, mit neuen und fortgeschrittenen Erkenntnissen aus den Geistes- und Sozialwissenschaften dazu beizutragen, die Herausforderungen, die sich durch die allgegenwärtigen Umweltgifte ergeben, zu historisieren, zu verstehen und zu bewältigen. Das Forschungsnetzwerk umfasst mehr als 11 wissenschaftliche Einrichtungen und mehr als 20 Forscher. Zusammen vertreten sie 14 verschiedene Forschungsbereiche.
Andrea von Braun Stiftung
Die Andrea von Braun Stiftung setzt sich für die die gegenseitige Stärkung von Mensch und Natur und sowie den Schutz der Natur ein, dabei sollen primär vernachlässigte Ökosysteme und Projekte im Fokus stehen. Professor Simone M. Müller ist derzeit Vorsitzende des Kuratoriums.
Um dies zu erreichen födert die Stiftung Projekte in ökologischen Grenzgebieten. Dabei handelt es sich beispielsweise um Naturbasierten Umwelt- und Klimaschutz, regionale sowie internationale praxisnahe Projekte. Ebenfalls wichtig ist dabei die Interdisziplinäre Arbeit, die verschiedene Fachrichtungen und Blickwinkel miteinander vereinigten soll.
Northern Borders Project
Das Northern Borders Project ist in den Environmental Humanities verankert und untersucht die Entstehung von Grenzen im nördlichen Polarraum vom 18. Jahrhundert bis heute. Besonders wird dabei der sozio-ökologische Kontext betrachtet. Ebenfalls wird der Einfluss, den die Grenzen auf die Entwicklung des dortigen Lebens genommen haben und auch heute noch nehmen, in den Fokus gerückt.
Um diese Ziele zu erreichen wird auf bereits bestehender Forschung in den Bereichen der Umweltgeschichte und historischen Geographie aufgebaut, sowie eine intensive und interdisziplinäre, Zusammenarbeit mit in den untersuchten Gebieten ansässigen Communnities und Institutionen angestrebt.
Dr. Andreas Mentrup-Womelsdorf, wissenschaftlicher Mitarbeiter (Post-Doc) an der Professur für Globale Umweltgeschichte und Environmental Humanities, ist Teil dieses Projekts, welches im NiCHE (Network in Canadian History & Environment) angesidelt ist.