VIVA: Vertrauen und Sympathie schaffender »lebendiger« sozialer Roboter

Informationen

Projektstart: 01.09.2018
Laufzeit: 3 Jahre
Projektträger: BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung)
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Elisabeth André
Beteiligte Wissenschaftliche Mitarbeiter: Katharina Weitz, M. Sc.  Björn Petrak, M. Sc.
Claude Toussaint

Über das Projekt

Roboter werden immer enger mit uns Menschen zusammenarbeiten und als nützliche Helfer auch in unsere privaten Haushalte Einzug halten. Das erfordert eine neue Qualität von Interaktion und Vertrauen in solche Maschinen. Wir Menschen stellen durch kontinuierliche soziale Interaktionen Vertrauen und Sympathie für das enge Zusammenleben her. Für eine Akzeptanz im privaten Umfeld müssen daher auch Roboter eine soziale Kompetenz erhalten und ein „lebendiges“ sympathisches Verhalten aufzeigen.

CC BY-NC-ND

Da der VIVA-Prototyp erst im Laufe des Projekts entstehen wird, verwendet die Universität Augsburg für ihre Forschung zunächst bereits vorhandene Roboter, wie beispielsweise den Reeti, der auf dem Bild zu sehen ist.

Das Ziel des Projekts ist die Entwicklung des sozialen Roboters VIVA, der durch eine lebensnahe und sympathische Interaktion ein positives Erlebnis und Vertrauen beim Nutzer schafft. VIVA wird so zu einem aufmerksamen empathischen Mitbewohner. VIVA nimmt den Gemütszustand des Gegenübers wahr und reagiert einfühlsam darauf. Außerdem soll VIVA die Nutzer bei der Pflege von Sozialkontakten unterstützen und das psychologische Wohlbefinden der Nutzer verbessern.
Dafür soll der Roboter Emotionen bei seinem Gegenüber erkennen und angemessen darauf reagieren können. VIVA soll dabei auch einfache Dialoge führen und durch gezieltes Nachfragen auf die Bedürfnisse des Nutzers eingehen können, um so dessen Wohlbefinden zu steigern. Außerdem soll der Roboter das Sozialgefüge des Nutzers mit der Zeit lernen und ihn dazu ermutigen, dieses zu pflegen. VIVA soll z. B. folgende Interaktionsmuster einsetzen können:

  • Der Roboter erkennt und spiegelt Blickkontakt wider und stellt geteilte Aufmerksamkeit her.
  • Der Roboter nimmt den emotionalen Zustand der Person wahr und spiegelt ihn verbal und nonverbal wider.
  • Der Roboter versteht gesprochene Inhalte und geht besonders auf von ihm interpretierte Werte und Bedürfnisse seitens der Nutzer ein.

Die Entwicklung von VIVA erfordert einen hoch interdisziplinären Ansatz, bei dem Wissenschaftler, Ingenieure und Designer gemeinsam komplexe technische, soziale, ethische und gestalterische Fragen bearbeiten und Lösungen mit Nutzern testen. Am Projekt beteiligt sind verschiedene Partner aus Wissenschaft und Industrie. Neben der Universität Augsburg sind auch Forscher der Universität und der Hochschule Bielefeld, sowie die Firmen navel robotics GmbH (München), Neuland Software GmbH (Augsburg) und Vision4IT GmbH (Gauting) involviert.

Gefördert wird VIVA vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Technik zum Menschen bringen - Roboter für Assistenzfunktionen: Interaktionsstrategien“. Projektträger ist die VDIVDE-IT GmbH.

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