Spectators, a joy to watch

Informationen

Projektstart: 01.01.2009
Projektverantwortung vor Ort: Prof. Dr. Elisabeth André
Beteiligte Wissenschaftliche Mitarbeiter:  Dr. Nikolaus Bee

Über das Projekt

© Universität Augsburg

Zusammenfassung

"Spectators, a joy to watch" ist eine Anwendung mit virtuellen Zuschauern, welche in Echtzeit auf die Ereignisse eines Tennisspiels reagieren. Die Zuschauer passen ihren Gesichtsausdruck, ihre Körperhaltung und ihre Gestik an ihre aktuellen Emotionen an, die davon abhängen, welchen Spieler sie bevorzugen.

 

Beschreibung

Es gibt eine Handvoll Zuschauer, welche interessiert das Spiel verfolgen. Die Zuschauer bevorzugen unterschiedliche Teams oder sind neutral. Um ihre Stimmung zu variieren, besitzt jeder Zuschauer einen Euphorie-Faktor, welcher bestimmt, wie stark er auf Veränderungen reagiert. Die Stimmung eines Zuschauers wird mittels Sprache, lebendigen Gesichtsausdrücken und typischen Gesten angezeigt.

 

Der Blick eines Zuschauers folgt teilweise dem Ball und teilweise einem bestimmten Spieler. Dies ergibt Verhaltensvariationen in der Zuschauermenge und lässt die Szene dadurch natürlicher wirken.

 

Die Anwendung wurde mit der ebenfalls am Lehrstuhl entwickelten Horde3D Game Engine umgesetzt. Zur Steuerung des Blickverhaltens wurde eine Inverse-Kinematik-Komponente erstellt, welche auf der „Cyclic-Coordinate Descent (CCD)“-Methode basiert.

 

Als Zuschauer kommt der Cartoon-Character Ritchie zum Einsatz, von dem eine frühere Version bereits für verschiedene Lehrstuhl-Projekte verwendet wurde. Das überarbeitete 3D-Modell nutzt das „Facial Action Coding System“ (FACS) nach Ekman und Friesen, um den Gesichtsausdruck flexibel an die Gefühlslage und Sprechbewegungen anzupassen.

 

Die Anwendung wurde von Ionut Damian, Kathrin Janowski und Dominik Sollfrank für einen Wettbewerb des „Gathering of Animated Lifelike Agents“ (GALA) erstellt, welches im Rahmen der Konferenz „Intelligent Virtual Agents“ (IVA 2009) stattfand. Mit ihrer Live-Demo, bei der Interessierte in Gegenwart der virtuellen Zuschauer „Pong“ spielen durften, gewannen die Studierenden dort den Publikumspreis.

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