Materialität und Bedeutung urbaner Kommunikationspraktiken

Projektbeschreibung:

Das Projekt „Bürgerliche Teilhabe und urbane Kommunikationspraktiken“ ist dem Teilprojekt „Materialität und Bedeutung urbaner Kommunikationspraktiken“ im BMBF-Forschungsverbund „Die Digitale Stadt (DIGISTA)“ zugeordnet.

Ziel dieses kommunikationswissenschaftlichen Teilprojektes ist es die digitalen Medien- und Kommunikationspraktiken nachzuzeichnen, durch die Augsburger Bürger_innen die Stadt erleben und im lokalen Kontext partizipieren.

Entsprechend dieses Ziels lautet die leitende Fragestellung des Teilprojektes:

  • Welche digitalen Medien, Plattformen und Anwendungen werden von Stadtbewohner_innen und lokalen Akteuren zur bürgerlichen Teilhabe bzw. Kommunikation genutzt und welche alltagsweltlichen Kommunikationspraktiken zeigen sich im Umgang mit diesen Medien?

Der theoretische Ansatz basiert auf der Mediatisierungsforschung, die davon ausgeht, dass es zu einem quantitativen und qualitativen Bedeutungszuwachs mediatisierter Kommunikationspraktiken, sowie zu einer zunehmenden Durchdringung der Lebenswelt durch Medien kommt (siehe z.B. Krotz 2001, 2007, 2017, Livingstone 2009 und Couldry/Hepp 2017). Die Integration von (digitalen) Medientechnologien in die Stadt werden als Bestandteil des fortschreitenden Prozesses der Datafizierung aller gesellschaftlichen Teilbereiche konzipiert. Ein weiterer theoretischer Baustein sind Arbeiten zu medienvermittelter Partizipation und gesellschaftlicher Teilhabe (z.B. Carpentier 2012). Es wird davon ausgegangen, dass Partizipation in urbanen Räumen und das erleben der Stadt zu einem großen Teil medienvermittelt geschieht. Von Interesse sind sowohl intendierte, als auch emergente Formen politischer Partizipation und Teilhabe. Insbesondere im Kontext emergenter Praktiken, werden lokative Medien in die Untersuchung einbezogen. Auf Ebene der Theorieentwicklung wird das Ziel verfolgt, eine theoretische Konzeption zu entwickeln, die erklären kann, wie die Verwendung digitaler Medientechnologien im städtischen Alltag zu Formen lokaler Öffentlichkeiten oder lokaler öffentlicher Räume konstituiert.

Empirisch umgesetzt wird das Vorhaben in einem Mixed-methods Design, welches standardisierte und qualitative Inhaltsanalyse mit problemzentrierten Interviews und teilnehmder Beobachtung kombiniert.

 

Laufzeit:

2018-2021

 

Aktuelle Veröffentlichungen:

Gentzel, Peter; Nitschke, Paula; Wimmer, Jeffrey (2020): Integration durch digitale Urbanität? Die Digitale Stadt als Forschungsfeld der Kommunikationswissenschaft. Unter Mitarbeit von Volker Gehrau, Annie Waldherr, Armin Scholl und Deutsche Gesellschaft Für Publizistik- Und Kommunikationswissenschaft E.V. Online verfügbar unter

 

Kontakt:

 

Akademische Rätin a. Z.
Medienrealität
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
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